Dekarbonisierung

Der Klimawandel ist Wirklichkeit. Wir kommen unserer Verantwortung nach – mit intelligenten und nachhaltigen Lösungen. Als eines der ersten großen Industrieunternehmen haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Mit diesem ambitionierten Vorhaben sowie mit Technologien und Lösungen aus unserem Umweltportfolio unterstützen wir unsere Kunden bei der Steigerung von Energieeffizienz und der Dekarbonisierung.
Einführung

Investitionen in CO2-reduzierte Technologien und Lösungen zahlen sich aus: Sie erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden und unseres Konzerns – und nutzen der Umwelt

Siemens setzt seit vielen Jahren auf die kontinuierliche Weiterentwicklung von Technologien zur Resourcenschonung und  Energieeffizienz. Der Nutzen zeigt sich zum einen für die Umwelt und Lebensqualität der Menschen. Zum anderen können unsere Kunden dadurch Energie einsparen und so die Produktionskosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Jetzt die Weichen stellen für nachhaltige Städte

70% der Emissionen werden aus den Städten kommen. Wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen wollen, müssen wir den Kampf zuerst in den Städten gewinnen.
Dr. Roland Busch, Mitglied des Vorstands der Siemens AG
Video: "Mapping the journey to a CO2 free future"

Die Rede von Roland Busch

Es ist unsere Aufgabe, eine führende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen – zu demonstrieren, dass es technologisch und wirtschaftlich lohnenswert ist, in klimafreundliche Technologien zu investieren. Ein gutes Beispiel dafür ist unser CO2-neutrales Programm.
Jenny Bofinger-Schuster, Senior Vice President Sustainability & Cities, Siemens AG
Siemens wird CO2-neutral

CO2-neutraler Geschäftsbetrieb bis 2030

Siemens strebt als einer der ersten großen Industriekonzerne weltweit eine neutrale CO2-Bilanz bis 2030 an. Um dies zu erreichen, setzen wir auf vier Hebel: Energieeffizienz, Dezentrale Energiesysteme, Optimierung der Fahrzeugflotte sowie Strom aus erneuerbaren Quellen.
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CO2-neutraler Geschäftsbetrieb: Aktuelle Zahlen

0 %

unserer deutschen Standorte nutzen zu 100% Ökostrom

33 %

CO2-Reduktion seit Start des CO2 Reduktionsprogrammes

> 20 Mio.

Euro erwartete jährliche Einsparung operativer Kosten ab 2020 durch Investitionen in Energieeffizienzprojekte

Siemens macht's vor. Unser Vorhaben, bis 2030 klimaneutral zu werden, setzen wir schon heute in Taten um.

Wie können wir für saubere Energie sorgen und gleichzeitig die Gesellschaft fördern? 

Wie können wir für saubere Energie sorgen und gleichzeitig die Gesellschaft fördern? 

Test

 

 

Siemens und CO2-Bepreisung

Initiativen zum preisbasierten Klimaschutz

In den Jahren 2018 und 2019 haben die Bestrebungen, einen Preis für CO2-Emissionen zu erheben, weltweit zugenommen. Um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen und konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, ist es unerlässlich, die Umsetzung internationaler CO2-Preismechanismen zu beschleunigen. Bisher haben Regierungen rund um den Globus mit CO2-Preisen etwa 44 Milliarden USD eingenommen. Diese Mittel werden in eine kohlendioxidarme Infrastruktur investiert oder zur Förderung technologischer Weiterentwicklungen eingesetzt. Seit April 2019 wurden 57 Initiativen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene umgesetzt oder geplant. 

 

Als Reaktion auf diese Entwicklungen integrieren Unternehmen in verstärktem Maße einen klimaorientierten Ansatz in ihre Geschäftsstrategien. Indem sie interne CO2-Preise einsetzen, stoßen sie Initiativen zur Reduktion von Emissionen an und verringern das Risikopotenzial. Laut der Weltbankgruppe und dem CDP (Carbon Disclosure Project) nutzen derzeit rund 1.300 Unternehmen einen internen Preis of CO2 oder planen dies in den kommenden zwei Jahren zu tun. Im Rahmen seiner Selbstverpflichtung, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden, hat Siemens zwei Pilotprojekte für interne CO2-Bepreisung in Großbritannien und Brasilien gestartet. 

CO2-Investitionsfond in Großbritannien

Siemens Großbritannien hat einen Investitionsfond zum Zwecke einer stärkeren CO2-Reduktion eingeführt. Damit soll die globale Selbstverpflichtung von Siemens unterstützt werden, bis 2030 CO2-neutral zu sein, unterstützt werden. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Fond in Höhe von 240.000 GBP geschaffen. Zu diesem Zweck wurde den britischen Geschäftsbereichen ein interner CO2-Preis in Höhe von 13 GBP pro Tonne CO2-Emissionen aus Gas und Strom berechnet. Dieser Preis wurde angesetzt, um ausreichend Startkapital für fünf bis zehn Projekte im Rahmen einer Pilotprojektphase zu schaffen. Die Mitarbeiter haben über einen Zeitraum von sechs Wochen hinweg mehr als 60 innovative Anregungen dazu vorgelegt, wie die CO2-Emissionen an ihren Standorten rapide verringert werden könnten. Diese reichen von Innovationslösungen wie dem Einsatz eines digitalen Zwillings für Gasturbinen bis hin zu Energieeffizienzmaßnahmen wie der finanziellen Förderung neuer Luftschleier für Werke. Die sechs überzeugendsten Lösungsvorschläge wurden im Geschäftsjahr 2019 mit einer finanziellen Förderung ausgezeichnet. 

Im Rahmen der Verpflichtung von Siemens, bis 2030 CO2-neutral zu sein, hat Siemens in Großbritannien ein Programm zur CO2-Reduktion eingeführt, das uns dabei helfen soll, die CO2-Emissionen unserer eigenen Gebäude und unserer Infrastruktur drastisch zu senken.
Jürgen Maier, CEO Siemens Großbritannien

Preisbasierter Klimaschutz in Brasilien 

Einem ähnlichen Ansatz wie in Großbritannien folgend, wird Siemens Brasilien im Oktober 2019 im Rahmen eines Pilotprojekts einen Investitionsfond zur Reduktion der lokalen CO2-Bilanz einführen. Zur Bestimmung des internen CO2-Preises für künftige Investitionen hat Siemens Brasilien das empfohlene Preisniveau der „High-Level Commission on Carbon Pricing“ übernommen und den Preis auf 40 USD pro Tonne CO2-Emissionen festgelegt. Dieser Wert steht für das Bestreben, den CO2-Fußabdruck zu verringern und das Land bei der Erfüllung des Pariser Abkommens auf einen Korrekturkurs zu bringen. 80% der eingenommenen Mittel werden für Projekte zur CO2-Reduktion verwendet, die von Siemens-Experten (z. B. Siemens Energy Manager) definiert wurden. Die verbleibenden 20% werden Projekten zugeteilt, welche von allen Siemens-Mitarbeitern nominiert wurden. Jedes Jahr werden verschiedene Maßnahmen zur CO2-Reduktion über einen solchen Fondsmechanismus unterstützt. 

Durch die Erhebung interner CO2-Preise schafft Siemens mehr Möglichkeiten zur Eindämmung des Klimawandels. Gleichzeitig verringert sich damit die Gefahr, eine Entscheidung zu treffen, die in Zukunft möglicherweise Zusatzkosten mit sich bringt. Auch unsere Kunden nehmen die CO2-Preisinitiativen in Brasilien begeistert auf und diskutieren diese eifrig.
André Clark, CEO Siemens Brasilien
Siemens als Vordenker

Siemens als Vordenker im Klimaschutzplan Deutschland 2050

Als führender Partner unserer Kunden und der Gesellschaft bei der Dekarbonisierung weiß Siemens um die Technologie und die wirtschaftliche Machbarkeit eines künftigen kohlenstoffarmen Energiesystems. Dazu gehören das Verständnis der technologischen Veränderungen, die in den nächsten 30 Jahre nötig sein werden, sowie der Kosten, die mit ihnen verbunden sein werden, und das Wissen, wann diese Schritte unternommen werden müssen.

Wir haben am Beispiel Deutschland – als Land mit einem ehrgeizigen Dekarbonisierungsplan – untersucht, wie eine Energiewende mit dem Ziel einer Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 80% aussehen könnte.

Siemens Umweltportfolio

Siemens Umweltportfolio – unser Motor zur Dekarbonisierung

Mit dem Umweltportfolio begegnet Siemens wesentlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Umweltverschmutzung, sowie der Ressourcenknappheit. Das Umweltportfolio umfasst Produkte, Systeme, Lösungen und Dienstleistungen, die dem Einsatz erneuerbarer Energien oder der Steigerung der Energieeffizienz dienen. Mit dem Umweltportfolio hilft Siemens, den für den Klimawandel maßgeblich verantwortlichen Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen zu reduzieren.

Unser Umweltportfolio in Zahlen

Wann ist ein Produkt Teil des Umweltportfolios?

Für unser Umweltportfolio qualifizieren sich sowohl Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie deren Komponenten als auch Produkte und Systeme, die in der Nutzungsphase bei unseren Kunden deutlich energieeffizienter sind als vergleichbare Lösungen (d.h. entweder mindestens 20% effizienter oder absolute Emissionseinsparung im Berichtszeitraum von mindestens 100.000 Tonnen CO2-Äquivalenten).

 

> Kriterien für die Aufnahme von Elementen in das Umweltportfolio (Seite 51)

Trends & Themenschwerpunkte

Innovationen machen uns erfolgreich

Seit nahezu 170 Jahren sind weiterführende Ideen, neue Konzepte und erfolgreiche Geschäftsmodelle die Garanten unseres Erfolgs. Unsere Innovationen verharren nicht bei der reinen Idee, sondern überzeugen am Markt und setzen Maßstäbe.