Gebäude dämmen 4.0

Das Traditionsunternehmen Sager AG modernisiert und digitalisiert ihre Produktionsanlage. Früher bedienten die Mitarbeitenden alle Teilanlagen einzeln, nun wird die ganze Produktion zentral verwaltet und bedient. Das Herzstück dabei bildet die Simatic Virtualisierungslösung SIVaaS.   

Das Familienunternehmen Sager im aargauischen Dürrenäsch ist auf dem Schweizer Markt bekannt für ihre Saglan-Glaswolleproduktion. Und dies seit über 70 Jahren. Die Brüder Herbert und Kurt Sager handelten erst mit Kork als Baustoff, bevor sie 1978 auf Glaswolle umstiegen. Diese macht heute ihr Hauptgeschäft aus. 

 

Die Glaswolle-Produktionsanlagen liefen bis vor kurzem noch im Stand-Alone-Betrieb ohne Redundanzen und die Anlagenteile waren nicht miteinander vernetzt. Marc Loosli, Leiter Instandhaltung bei Sager, erinnert sich: «Die Umstellung der Anlage bei Produktwechseln – bis zu 80-mal pro Schicht – dauerte entsprechend lange».

Von unten nach oben modernisiert

Die Saglan-Linie verarbeitet bis zu 450 kg Glas pro Stunde und besteht aus Maschinen unterschiedlicher internationaler Hersteller, die es in das Leitsystem zu integrieren galt. Die gesamte Modernisierung der Saglan-Glaswolle-Produktionsanlage erfolgte im laufenden Betrieb. Dabei wurden nicht nur die Steuerung und die Kommunikation erneuert, sondern auch die Mechanik wurde   ̶ wo notwendig   ̶ auf den neusten Stand der Technik gebracht. Herzstück der neuen Anlage ist die WinCC Applikation auf virtueller Basis, Simatic Virtualization as a Service (SIVaaS), mit einer auf Sager zugeschnittenen Benutzeroberfläche. 

Das Vorurteil, Siemens sei teuer, hält sich hartnäckig. Doch wenn man die Langlebigkeit der Produkte und die guten Serviceleistungen berücksichtigt, machen sich die Investitionen bezahlt.
Stephan Läuchli, Betriebsleiter bei Sager AG

Sager gelang es bei dem umfangreichen Digitalisierungsprojekt, die Ansprüche aller Beteiligten   ̶  von der Geschäfts- und Betriebsleitungen bis zu den Mitarbeitenden in der Produktion   ̶ unter einen Hut zu bringen. Wo früher die Mitarbeitenden jede der 25 Teilanlagen der 150 m langen Produktionslinie einzeln bedienten, geschieht dies heute zentral. Sie profitieren besonders von den deutlich kürzeren Umrüstzeiten bei Produktwechseln. 

 

Die Modernisierung spart zudem viel Energie und verbessert die Umweltbilanz der energieintensiven Dämmstoffherstellung. Deshalb erhielt Sager auch für diese Umrüstung Gelder von ProKilowatt, einem Förderprogramm des Bundesamts für Energie. 

Lesen Sie hier den gesamten Anwenderbericht der Sager AG als PDF!

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