Eine Durchgangsbeleuchtung wie eine Gletscherspalte 

Dank dem Bussystem KNX/Dali Gateway verfügen der neue Terminal der Jungfraubahnen sowie die Bergstation am Eigergletscher über automatisierte und innovative Lichtanlagen. Siemens lieferte dazu einen Grossteil der Systemgeräte. 

Das Panorama dieses Arbeitsplatzes wird Matthias Rieder nicht so schnell vergessen: Er arbeitete in Grindelwald mit Aussicht auf die steil aufragende Eigernordwand – oder nahm die Gondel, die ihn zum Eigergletscher auf 2320 Meter über Meer brachte. An diesen beiden Orten bauten die Jungfraubahnen für ihre neue Dreiseilumlaufbahn „Eiger Express“ vom Sommer 2018 bis Dezember 2020 einen Terminal in Grindelwald, ein zugehöriges Parkhaus sowie eine Bergstation am Eigergletscher. „Es war eine einmalige Erfahrung, bei so einem grossen Projekt dabei zu sein“, betont Rieder, der beim Systemintegrator Elektrolink AG in Frutigen arbeitet.

 

Seine Aufgabe war es, zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter die komplexen Lichtanlagen des Terminals in Grindelwald sowie der Bergstation am Eigergletscher mit dem Dali-Gateway-Bussystem zu verbinden. Dieser Standard ermöglicht es den angeschlossenen Beleuchtungsgeräten, aber auch Sensoren, miteinander zu kommunizieren und so einen effizienten Lichteinsatz zu realisieren. Während seines Einsatzes stand Matthias Rieder regelmässig mit René Dahinden, Verkaufsingenieur bei Siemens Building Products, in Kontakt. „Siemens beriet uns und lieferte fast alle KNX/Dali Gateway-Komponenten“, sagt Rieder. „Wir konnten die Elektrolink AG mit den passenden Geräten versorgen und so sicherstellen, dass die wichtigen Funktionen in den neuen Räumlichkeiten der V-Bahn optimal verbunden werden“, ergänzt Dahinden. 

Auch Energie wird gespart 

Das Resultat kann sich – sprichwörtlich – sehen lassen. In den Bistros und Bars der beiden Stationen sind vorprogrammierte Szenenbeleuchtungen abrufbar. „Ist die e-tron energy bar geschlossen, wird etwa nur noch der Schriftzug beleuchtet“, sagt Rieder. Im Parkhaus ist die Beleuchtung mit einer verzögerten Zeitschaltung versehen: Fünf Minuten bevor die Lichter ausgehen, werden sie gedimmt. „So stehen Leute, die beim Auto noch ein Schwätzchen halten, nicht plötzlich im Dunkeln“, erklärt Rieder. Auf den Perrons der Bahnen sorgen Bewegungsmelder dafür, dass das Licht gedimmt wird, wenn niemand anwesend ist. So wird Energie gespart. Matthias Rieders bevorzugte Funktion ist jedoch eine mit dunklen Schatten abgegrenzte Lichtschneise im Grindelwald Terminal. „Es fühlt sich an, als würde man durch eine Gletscherspalte spazieren“, erzählt Rieder begeistert. 

29.03.2021