Ladeinfrastruktur für heute und morgen

In den letzten 40 Jahren hat die Autobranche kein so schlechtes Jahr erlebt wie 2020. Gleichzeitig geht aber der Boom bei den Elektroautos weiter. Um mit dem rasanten Wachstum Schritt zu halten, muss die Ladeinfrastruktur verbessert werden. Mit der kompakten Schnellladestation Sicharge D bringt Siemens eine der effizientesten DC-Ladesäulen auf dem Markt.

 

Bedingt durch die Pandemie kamen in der Schweiz und Liechtenstein im letzten Jahr rund 237 000 neue Autos auf die Strasse – ein Rückgang um 24 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig verzeichnet die Statistik mit rund 67 000 Fahrzeugen einen Rekord bei den alternativen Antrieben. Bei den rein elektrischen Modellen (rund 19 500 Fahrzeuge) beträgt die Zunahme mehr als 48 %. Bei solchen Wachstumsraten wird klar: Der Siegeszug der eCars ist nicht aufzuhalten. Entsprechend steigt das Bedürfnis nach einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Damit dies gelingt sind Investitionen von Privaten, von Firmen aber auch von der öffentlichen Hand gefragt.

Massgeschneiderte Lösungen

 

Je nach Anwendungsfall braucht es unterschiedliche Ladesäulen. Ob an der Autobahn, im Shoppingcenter, am Firmenstandort, in Bus- und Logistikzentren oder in Mehrfamilienhäusern – gefragt sind passgenaue Lösungen, die dem Nutzerverhalten gerecht werden und die vorhandene Netzinfrastruktur berücksichtigen (siehe Kasten zu «Grid Edge»). Siemens baut sein Portfolio laufend aus und präsentiert mit der Sicharge D eine überaus leistungsfähige Gleichstrom-Ladestation. Sie eignet sich als Schnellladestation an Autobahnraststätten oder an anderen stark frequentierten Standorten.

 

Mit einem konstanten Wirkungsgrad über 95,5 % und einem Spitzenwirkungsgrad von 96 % kommt bei der neuen Sicharge D nahezu der gesamte erzeugte Strom beim Fahrzeug an. Für Kunden bedeutet das niedrigere Betriebskosten. In der Standardkonfiguration verfügt die Sicharge D über zwei DC- und einen AC-Ausgang. Sie lässt sich leicht um zwei sogenannte Dispenser erweitern, sodass bis zu fünf Fahrzeuge (4 x DC und 1 x AC) parallel geladen werden können.

Sicharge D bietet eine skalierbare Ladeleistung bis zu 300 kW, entweder direkt von Beginn an oder durch Nachrüstung mit Plug-and-Play-Leistungsmodulen. Nach dem Neustart wird das System automatisch konfiguriert und liefert sofort mehr Leistung.

Weil die Ladesäule Spannungen zwischen 150 und 1000 Volt sowie Ladeströme bis zu 1000 Ampere unterstützt, ermöglicht dies die Nutzung der vollen elektrischen Leistung sowohl bei 800-Volt-Fahrzeugen von morgen als auch bei heutigen eCars mit niedrigeren Ladespannungen.

Automatische Anpassung an Batteriezustand

 

Die dynamische Leistungsverteilung (Full Dynamic Power Allocation) berücksichtigt auf intelligente Weise den individuellen Leistungsbedarf der einzelnen Elektrofahrzeuge und sorgt so für eine optimierte Ladezeit. Das heisst konkret, dass die SichargeD den Leistungsbedarf jedes angeschlossenen Fahrzeugs berücksichtigt und den Ladevorgang automatisch an die Batterie und den Ladezustand des eCars anpasst.

In die Ladesäule integriert ist ein verstellbarer 24-Zoll-Bildschirm. Dieser erlaubt es dem Kunden, das Gerät in der für ihn bequemsten Höhe zu bedienen. Die Ladesäulen der Zukunft werden in integrierte Geschäftsprozesse eingebunden sein und mehr Funktionen bieten als nur das Laden. Mit dem grossen, flexiblen Bildschirm ist die Sicharge D bereits für diese erweiterten Funktionalität vorbereitet.

Für jeden die passende Ladesäule

 

Siemens ist im Umfeld der Elektromobilität einer der wenigen Anbieter, der von der Mittelspannungsleitung bis zum Fahrzeug alle notwendigen Elemente aus eigener Produktion liefern kann – sowohl Hardware als auch Software. Mit ihrem Gleichstrom- und Wechselstromportfolio (SiCharge UC, SiCharge D, CPC 150, SiCharge AC22, VersiCharge) fokussiert sich die Firma auf folgende Anwendungsgebiete: Flotten mit Depot- und Zwischenladung (eBusse, eLastwagen, eAutos), Parkgaragen, Laden an der Autobahn, Firmen und Einzelhandel, Shopping Center, Mehrfamilienhäuser sowie Ladenetze in Städten.

03.06.2021