Mehr als Technik

Wärmezähler, Ventile für die Heizverteilung, Luftklappenantriebe oder Komponenten für die Storensteuerung: In der Grossüberbauung «The Circle» am Flughafen Zürich sind rund 25 000 Feldgeräte von Siemens verbaut. Dabei waren nicht nur technische Kompetenzen gefragt, sondern auch eine ausgeklügelte Logistik und ein Gespür für Kommunikation.

Ob man im Circle arbeitet, im Fitnesscenter trainiert, in einem der Restaurants einen Kaffee trinkt oder zum Shoppen geht – die Feldgeräte von Siemens sorgen für die richtige Temperatur, gute Raumluft und eine hohe Energieeffizienz. Ein Beispiel sind die druckunabhängigen Acvatix-Kombiventile (PICV), die das Heiz- und Kühlwasser in den Gebäuden optimal verteilen. Sie gleichen Druckschwankungen bei verschiedenen Lastzuständen selbstständig aus. Dies verhindert, dass ein Verbraucher überversorgt wird oder dass in einen Gebäudeteil zu wenig Heizwasser fliesst, wenn die Heiztemperatur an einem anderen Ort erhöht wird. Dank des dynamischen Druckausgleichs steigt nicht nur der Komfort der Nutzerinnen und Nutzer, sondern auch die Energieeffizienz: Im Vergleich zu herkömmlichen Hydraulikventilen sinkt der Energieverbrauch um bis zu 25 Prozent. Auch die Energiezähler für Heizung, Kälte und Wasser – rund 2000 sind im Circle verbaut – sind zentral für eine effiziente Energienutzung.

Dass Siemens den Auftrag erhielt, sämtliche Feldgeräte für die Gebäudetechnik zu liefern, hatte aber nicht nur mit den Produkten und dem umfassenden Portfolio zu tun. Überzeugt hat auch der umfassende Service. «Von Anfang an haben unsere Produktverantwortlichen den Fachplaner und die Investorin in allen technischen Fragen intensiv unterstützt», erzählt Felix von Rotz, Head of Building Products. Auch die verschiedenen Installationsfirmen, die für die Ausführung von Heizung, Lüftung und Klima im Circle verantwortlich waren, wurden eng begleitet: An einer Kick-off-Sitzung lernten sich alle Beteiligten kennen, um die wichtigsten Fragen bereits vorab zu klären. «Eine gute Kommunikation ist ein wichtiger Schlüssel für den reibungslosen Ablauf eines solchen Grossprojekts», so von Rotz.

 

Entscheidend ist auch, dass die richtigen Komponenten zur richtigen Zeit am richtigen Ort eintreffen. Bei einer Grossbaustelle wie im Circle, wo gleichzeitig auf sieben Baufeldern gearbeitet wurde, eine Herausforderung. Siemens hat deshalb ein spezielles Logistik-Konzept entwickelt: Ein eigenes Lager am Siemens-Standort Steinhausen, ein Logistikfachmann, der nur für das Projekt «The Circle» zuständig war, und ein eigenes Fahrzeug stellten sicher, dass innerhalb eines Tages jedes Produkt auf die Baustelle geliefert wurde.

01.01.2020