Sicherheit durch rasche Evakuation

Moderne Brandmeldesysteme sind in der Lage, Brände sehr früh zu erkennen und so den durch ein Brandereignis entstehenden Schaden zu minimieren. Doch was passiert, wenn der Brand erkannt worden ist und wie können Personen so schnell als möglich evakuiert werden? Eine neue SES-Richtlinie gibt Auskunft. 

Die Alarmierung über Töne oder Warnhörner ist gerade in öffentlich zugänglichen Gebäuden nicht ideal, da diese meistens ignoriert oder falsch interpretiert werden. Der dadurch entstehende Zeitverlust kann im Ernstfall gravierende Folgen haben. Je nach Gebäude oder Anwendung macht daher eine Sprachalarmierung nicht nur Sinn, sondern schützt im Ernstfall Leben. 

Die Umsetzung hängt dabei stark vom Gebäudetypen ab. Bei kleineren Gebäuden mit wenigen Personen können zum Beispiel akustische Alarmgeber über die Brandmeldeanlage angesteuert werden, um Sprachsignale in die Bereiche auszusenden. Eine solche Lösung ist möglich mit den Alarmgeräten AD18 von Siemens, welche einfach in die Ringleitung der Brandmelder implementiert werden können.

Sprachalarmierung in grösseren Gebäuden

Bei grösseren, öffentlich zugänglichen Bereichen mit vielen Personen führt einer Sprachalarmierung allerdings zu wesentlich mehr Sicherheit und Flexibilität. Über Lautsprecher werden klare, der Situation angepasste und bei Bedarf mehrsprachige Texte abgespielt. Dies führt nicht nur zu einer massgeblich schnelleren Selbstrettung der Personen, sondern vereinfacht auch den Einsatz der Blaulichtorganisationen bei einem Ereignis. Im Normalbetrieb kann die Anlage zudem auch für Komfortfunktionen wie Hintergrundmusik eingesetzt werden. In der Praxis werden die beiden Systeme Brandmeldeanlage (BMA) und Sprachalarmanlage (SAA) auch gerne kombiniert, wodurch ein Nutzen aus Synergien erreicht wird. 

Sicherheit erfordert Qualität

In beiden Gewerken ist vor Kurzem eine neue SES-Richtlinie erschienen, welche in der Schweiz als «Stand der Technik»-Papiere gilt. Darin wird detailliert beschrieben, wann welches System wie umzusetzen ist. Auch auf den Zusammenhang zwischen BMA und SAA wird eingegangen. Die SES Richtlinie Brandmeldeanlagen (BMA) definiert die Planung, den Einbau und den Betrieb von Alarmierungen resp. der gesamten BMA. Die Grundlage für die interne Alarmierung bildet dabei das Brandschutz- und Alarmierungskonzept (Evakuationskonzept).

07.01.2022