Smarte Raumsteuerung im Spital der Zukunft

Flexibel einstellbare Bedienoberflächen, ergonomische Steuerung und Betriebssicherheit: Der Smart Room Operator von Siemens ist besonders für die effiziente und einfache Steuerung von Räumen in Spitälern geeignet. 

Ob Untersuchungsraum, Patientenzimmer oder Operationssaal: Jeder kritische Raum in einem Spital hat spezifische Anforderungen und benötigt entsprechende Vorkehrungen, um wichtige Parameter wie geringeres Infektionsrisiko, hohe Sicherheit und verbesserte Luftqualität zu garantieren. Unsere Software-Lösung Desigo Smart Room Operator (SRO) leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Der SRO ist eine webbasierte Software-Lösung, die sich über die IP-Infrastruktur mit den Automationssystemen verbinden lässt. Über einen Webbrowser kann jeder Nutzer mit seinem PC, Tablet oder Smartphone – unabhängig vom installierten Betriebssystem – auf alle Bedienfunktionen zugreifen. Der Smart Room Operator verspricht jedoch nicht nur intuitive Bedienoberflächen, sondern auch maximale Flexibilität: Es ist eine skalierbare Softwarelösung, die mittels eines grafischen Projektierungstools mühelos individualisiert werden kann. Den Wünschen der Benutzer sind somit keine Grenzen gesetzt; die Lösung kann deshalb in Spitalräumen mit unterschiedlichen Anforderungen an Steuerung und Sicherheit eingesetzt werden.

 

Die Basisversion des SRO lässt sich etwa in Untersuchungs- oder auch Administrationszimmern eines Spitals gut einsetzen. Von Alltagsgeräten wie dem PC, Tablet oder Handy aus lassen sich Raumfunktionen wie die Solltemperatur einstellen, Jalousien steuern und ganze Raumszenarien abrufen. Bereits spezifischer sind die Anforderungen von Patientenräumen, in denen eine optimale Umgebung für Genesung und effizienter Untersuchung herrschen muss. Hier läuft der SRO auf modernen Patiententerminals wie dem Hi-Med; Patienten können direkt vom Krankenbett aus etwa Licht und Jalousien bedienen: Zudem können von diesen Touchscreens aus etwa das Tagesmenü, das Fernsehprogramm oder generelle Spitalinformationen abgefragt werden. Durch diese Optimierung von Patientenräumen wird sowohl die Wirtschaftlichkeit wie auch die Attraktivität des Hauses gesteigert. In bereits zwei Spitälern hat Siemens diese smarten Patiententerminals eingerichtet. 

Alles im Blick für eine sichere Operation mir Smart OR

Noch höher sind die Anforderungen in Operationssälen. Hier sind optimale Bedingungen notwendig, damit sich die Chirurgen und das Assistenzpersonal auf die eigentliche Arbeit konzentrieren können. Hier läuft der Smart Room Operator als Smart OR über ein eigenes für diesen Zweck konstruiertes Touch-Panel der Firma ACL. Dieses ist staub- und spritzwasserfest und gibt keine Lüftungswärme ab, damit die Umgebungstemperatur konstant bleibt. Vom intuitiven und ergonomisch strukturierten Screen aus können Chirurgen sämtliche wichtigen Raumparameter steuern – etwa die Lüftung, Operationslampen oder die Zufuhr mit Medizingasen wie Sauerstoff im Auge behalten. Ereignen sich kritische Betriebssituationen, etwa ein Druckabfall, schlägt das System Alarm, was über das Touch-Panel sofort akustisch und optisch signalisiert wird. Auch gespeicherte Szenarien lassen sich mit einem Knopfdruck abrufen, etwa mit hell eingestelltem Licht für die Reinigungsequipe. Siemens hat den Smart OR in Operationssälen einer schweizweit tätigen Spitalgruppen installiert. Die Rückmeldungen der Ärzte sind durchwegs positiv. Sie schätzen nicht nur die schnelle Reaktionszeit des SRO auf Befehl, sondern auch dessen Einheitlichkeit. Egal ob sie in Basel oder Zug operieren – die Bedienoberfläche ist überall dieselbe.

 

Neben der Bedienfreundlichkeit garantiert der Smart OR gerade in Operationssälen für höchste Betriebssicherheit. Einerseits ist für Redundanz gesorgt. Neben dem Webserver des Touch-Panels läuft parallel ein getrennter, identischer Server, der an einen separaten Webclient im OP-Saal angeschlossen ist. Fällt das Touch-Panel aus, ist so für eine zweite, komplett unabhängige Steuerung gesorgt. Andererseits sind Spitalumgebungen auf zuverlässige und ausfallsichere Versorgung mit elektrischer Energie angewiesen. Ansonsten droht Lebensgefahr für die zu behandelnden Patienten. Gefragt sind deshalb Systeme, die grösstmögliche Sicherheit und optimale Effizienz bieten. Moderne Verteilersysteme von Siemens wie Sivacon oder Alpha ermöglichen eine hohe Betriebszuverlässigkeit und lassen die Netzspannung auch bei Störungen wie einem Isolationsfehler nicht abfallen. Diese Verteilersysteme sind über das Visualisierungssystem Smart I-SD mit den Touchpanels im Operationssaal verbunden und werden dort angezeigt. Das Panel zeigt so Störungen wie etwa einen Isolationsfehler an und schlägt auch hier visuell und akustisch Alarm. Das Personal kann weiterarbeiten, ist aber informiert und hält so den kompletten Überblick über die Operationsumgebung. Mit dieser Überwachung ist eine Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Betrieb in medizinischen Bereichen sichergestellt. 

19.01.2021