Digitalisierung

2013-2019

Seit 1894 in der Schweiz präsent

Wir freuen uns, in diesem Jahr unser 125. Firmenjubiläum in der Schweiz feiern zu können. Seit 1894 ist Siemens hier zuhause und hat in dieser Zeit unzählige Projekte umgesetzt. Einige unserer Kunden haben sich zu bekannten Schweizer Ikonen entwickelt. Sie sind Sinnbild für den Erfolg unseres Landes und stehen für Erfindergeist und Innovationskraft. Einige dieser Schweizer Ikonen und die wichtigsten Siemens-Projekte haben wir auf unserer Jubiläums-Webseite zusammengestellt.

 

Feldschlösschen | Kraftwerk Wynau | Rhätische Bahn | Pilatus Aircraft | EPFL | Gotthard-Basistunnel | Siemens Campus Zug
 

#SchweizerIkonen

Siemens Campus Zug

Der im Dezember 2018 nach rund zwei Jahren Bauzeit fertiggestellte Siemens Campus gilt als Referenzprojekt für smarte Gebäude und ist Hauptsitz der neuen Siemens-Einheit Smart Infrastructure. Seit der Übernahme der industriellen Aktivitäten von Elektrowatt und der 1998 erfolgten Gründung von Building Technologies ist die Siemens-Gebäudetechnik in Zug beheimatet. Der neue Campus ist ein Musterbeispiel für Energieeffizienz und technologische Innovation. Er besteht aus einem Büro- und einem Produktionsgebäude sowie aus einem bestehenden Bau, der in den kommenden Jahren modernisiert wird. Als erstes Siemens-Projekt überhaupt wurde der Neubau mit Building Information Modeling (BIM) realisiert: Bevor die ersten Bagger auffuhren, wurde der gesamte Komplex virtuell vorgebaut. Durch den Einsatz eigener Gebäudetechnik erfüllt der Campus in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz höchste Ansprüche. Geheizt und gekühlt wird mit Wasser aus dem nahe gelegenen Zugersee.

2013: Ein Schweizer Alleskönner

An der European Business Aviation Convention & Exhibition in Genf stellte der Schweizer Flugzeugbauer Pilatus 2013 das Konzept ihres neuen zweistrahligen Flugzeugs PC-24 erstmals öffentlich vor. Ein wahres Wunderding: Es ist der erste Businessjet, der die Vorteile unterschiedlicher Jets kombiniert. Das neue Modell ist so vielseitig, dass Pilatus sogar eine eigene Kategorie kreieren musste: die Super Versatile Jet (SVJ) Kategorie.

 

Der PC-24 wurde von Beginn an für den «Offroad»-Einsatz entwickelt. So kann der Jet auch auf Naturpisten starten und landen – und im Vergleich mit der Konkurrenz somit auf fast doppelt so vielen Flugplätzen weltweit. Möglich ist die Landung auf solch kurzen und holprigen Naturpisten dank eines robusten Fahrwerks, ausgeklügelter Klappensysteme und einem speziellen Tragflächendesign.

 

Genau dieses Design entwickelte Pilatus mit intelligenter Software von Siemens. Dabei arbeiteten die Fachleute in der Produktentwicklung an einem digitalen Zwilling des Flugzeuges. Der gesamte Produktlebenszyklus – von der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung – wurde auf einer gemeinsamen Plattform dargestellt und umgesetzt. Damit gelang es, die Entwicklungsdauer von der Konzeptfreigabe bis zum fliegenden Prototypen auf rund drei Jahre zu verkürzen. Am 11. Mai 2015 absolvierte der PC-24 auf dem Flugplatz in Buochs erfolgreich seinen Erstflug. 

2013: Begehrte Güterlokomotive

Im Sommer 2013 ist erstmals eine Vectron-Güterlokomotive von Siemens zu Testfahrten in der Schweiz unterwegs. Die Maschine entpuppt sich europaweit als Verkaufsschlager. Auch in der Schweiz werden bis 2018 rund 50 Lokomotiven an verschiedene Betreiber verkauft.

2014: Erstklassige Ausbildung

Im November 2014 hat Siemens Schweiz in Zürich-Albisrieden sein neues Lehrlingsausbildungs-Center in Betrieb genommen. Es umfasst mehr als 100 Ausbildungs- und Schulungsplätze für 150 Lernende und beschäftigt insgesamt 11 Ausbildner. Hier werden angehende Fachleute für die Berufe Elektroniker, Informatiker, Automatiker, Automatikmonteur, Logistiker und Konstrukteur sowie für kaufmännische Berufe unterrichtet.

2015: Hoch hinaus

2015 wird mit dem Roche-Turm das bislang höchste Gebäude der Schweiz eröffnet. Im 178 Meter hohen Bürohochhaus sorgt Siemens mit seinen Systemen und Anlagen für eine sichere Zutrittskontrolle und die zuverlässige Stromversorgung.

2016: Daten gehen in die Cloud

Auch 2016 geht der Trend der Digitalisierung weiter und wird immer stärker zur treibenden Kraft für Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft. Siemens hat diese Entwicklung erkannt und lancierte im März 2016 MindSphere. Dabei handelt es sich um ein cloudbasiertes, offenes IoT-Betriebssystem, das Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen miteinander verbindet. So lassen sich eine Fülle von Daten aus dem Internet der Dinge (IoT) mit umfangreichen Analysen nutzen.

 

Durch diese Funktionen verbindet MindSphere reale Dinge mit der digitalen Welt. Das hilft Industrieunternehmen, das Betriebssystem als Basis für eigene digitale Services einzusetzen, etwa im Bereich vorausschauende Instandhaltung, Energiedatenmanagement oder Ressourcenoptimierung. Maschinen- und Anlagenbauer im Speziellen können mit der Plattform weltweit verteilte Maschinenflotten für Servicezwecke überwachen, deren Stillstandszeiten reduzieren und damit neue Geschäftsmodelle anbieten.

2016: Weltrekord im Untergrund!

Am 1. Juni 2016 wird der Gotthard-Basistunnel nach 17 Jahren Bauzeit feierlich eröffnet. Mit einer Länge von 57 Kilometern ist er nicht nur der längste Eisenbahntunnel der Welt, sondern auch ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Zwischen Erstfeld und Bodio durchquert der Gotthard-Basistunnel ein gigantisches Felsmassiv, wodurch sich die Reisezeit von Zürich nach Lugano um 30 Minuten reduziert. Heute brausen täglich rund 170 Züge mit 250 Kilometern pro Stunde durch die Röhre. Dabei sorgen die von Siemens installierte Bahnleittechnik, die vollintegrierte Tunnelleittechnik, das Brandschutzsystem und wichtige Komponenten der Energieversorgung für eine sichere Reise durch den Rekord-Tunnel. Das Tunnelleitsystem registriert mit über 70 000 Datenpunkten und mehr als 200 000 Sensoren jede Veränderung. In den zwei Multifunktionsstellen sorgt Siemens-Technik für den Brandschutz und hilft mit einem modernen Video- und Raucherkennungssystem, den Brandort schnellstmöglich zu lokalisieren. Im Tunnel selbst unterstützt das Wärmemeldesystem FibroLaser Rauchmelder und Videokameras, die möglicherweise vom Rauch eingehüllt sind, indem es den Ort, die Ausbreitungsrichtung und die Grösse des Brandes exakt anzeigt.

2017: eFusion in Grenchen

Bei der Smartflyer Challenge vom 9. und 10. September 2017 in Grenchen gastierte erstmalig das Elektroflugzeug eFusion von Siemens in der Schweiz. Das Flugzeug ist mit einem lediglich 50 kg schweren Elektromotor ausgerüstet, der 260 kW Dauerleistung liefert.

2018: Smartes Headquarter

Es ist eines der ersten Siemens-Neubauprojekte überhaupt, das mit Building Information Modeling (BIM) geplant und realisiert wurde. Im Stile eines smarten Gebäudes besticht es durch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Nach mehr als zweijähriger Bauzeit wurde im Dezember 2018 der neue Siemens-Campus in Zug eingeweiht. Das Referenzprojekt zeigt die umfassenden Möglichkeiten, welche die Digitalisierung für die Gebäudetechnik bietet. Der Campus umfasst ein Bürogebäude mit 1000 Arbeitsplätzen sowie ein neu erstelltes Produktionsgebäude. Wasser aus dem Zugersee dient als Wärmequelle sowie zur Kühlung, auf fossile Brennstoffe zur Energieerzeugung kann vollumfänglich verzichtet werden. Im Rahmen der fokussierten Siemens-Konzernstruktur bildet der Campus den neuen Hauptsitz der Operating Company «Smart Infrastructure», worin die seit 1998 in Zug beheimatete Siemens Building Technologies als zentraler Bestandteil integriert wurde.

2019: Siemens stellt die Weichen für die Zukunft

Siemens stellt mit einer vereinfachten und schlankeren Konzernstruktur die Weichen für dauerhafte Wertschaffung durch beschleunigtes Wachstum und Stärkung der Ertragskraft. Kern der Unternehmensstrategie «Vision 2020+» ist, den einzelnen Geschäften deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der starken Marke Siemens zu geben und damit den Fokus auf die jeweiligen Märkte zu schärfen. In den zwei Operating Companies Smart Infrastructure und Digital Industries gehen die bisherigen Divisionen auf. Zu den Strategie Companies gehören Siemens Healthineers und Siemens Mobility. Mit der Neuausrichtung fokussiert sich Siemens stärker auf seine Kunden und orientiert sich an den Erfordernissen seiner Branchen.

 

Umfangreiche Anpassungen gibt es im Bereich der Energieerzeugung. Siemens plant, die heutige Operating Company Gas and Power abzuspalten und ihre Windkraftbeteiligung an Siemens Gamesa Renewable Energy in dieses neue Unternehmen einzubringen. Ziel ist, ein unabhängiges, börsengelistetes Unternehmen zu bilden, das auch in Zukunft die Energiemärkte gestaltet.