Ein Vorzeigeprojekt im Kanton Glarus 

Erneuerbare Energien im Allgemeinen und Photovoltaik im Speziellen sollen im Schweizer Strommix der Zukunft eine Schlüsselrolle einnehmen. Derzeit entsteht mit «AlpinSolar» die grösste alpine Solaranlage der Schweiz. Ein Projekt, wo auch die Siemens-Tochter KACO new energy mitarbeitet.

Mit der Energiestrategie 2050 verfügt die Schweiz über einen langfristig angelegten und mehrstufigen Fahrplan für den schrittweisen Umbau des Energiesystems. Das Credo lautet: umweltverträgliche Energieversorgung, mehr Energieeffizienz und Steigerung der erneuerbaren Energien. Die Kernkraftwerke sind im jetzigen Energiesystem Eckpfeiler der Stromversorgung und liefern rund einen Drittel des in der Schweiz produzierten Stroms – im Sommer wie auch im Winter.

 

Vor dem Hintergrund dieser Tatsache ist die Frage nach Alternativen, wie die durch Kernkraftwerke gelieferte Bandenergie zukünftig adäquat ersetzt werden kann, nach wie vor alles andere als abschliessend beantwortet. Und doch gibt es Lösungsansätze aus erneuerbaren Quellen, wie beispielsweise im Kanton Glarus, wo gerade auf 2500 Metern über Meer eifrig gebaut wird. An der Muttsee-Staumauer entsteht aktuell die grösste alpine Solaranlage der Schweiz, besser bekannt als «AlpinSolar». Die Staumauer wurde beim Bau des Grossprojekts Pumpspeicherwerk Limmern (PSWL) errichtet, womit das stärkste Pumpspeicherwerk der Schweiz realisiert wurde und wo Siemens-Gebäudetechnik für ganz unterschiedliche Zwecke wie beispielsweise Brandschutz, Evakuation sowie Videoüberwachung zum Einsatz kommt.

Lösungen von KACO new energy

In nur wenigen Monaten Bauzeit realisieren die Energiedienstleister Axpo und IWB von Juni bis Herbst dieses Jahres die Solaranlage mit über 4800 Solarmodulen, welche voraussichtlich 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren wird – die Hälfte davon im Winter. Denner wird den alpinen Solarstrom im Rahmen eines Stromabnahmevertrags, einem Power Purchase Agreement (PPA), während 20 Jahren abnehmen.

 

Der Bau der Solaranlage obliegt Planeco. Um den erzeugten Gleichstrom künftig als Wechselstrom in Netz speisen zu können, arbeitet Planeco wie schon bei früheren Projekten eng mit KACO new energy zusammen – einer Tochterfirma von Siemens. Das Unternehmen ist spezialisiert auf effiziente Energieerzeugung im Bereich dezentraler Energiesysteme. KACO new energy liefert die DC-Combiner mit integrierter Stringmesstechnik, das Kommunikations- und Monitoringsystem, die Solar-Wechselrichter und die SIVACON S8 Niederspannungs-Schaltanlage. Die Wechselrichter zeichnen sich durch eine hohe thermische Belastbarkeit und eine Überlastfähigkeit aus, wenn beispielsweise im Winter, durch optimale Betriebstemperaturen, höhere Energieerträge auftreten.

Hoher Anteil an Stromproduktion in den Wintermonaten

Entscheidend für den hohen Anteil an Stromproduktion im Winter ist die Höhe der Anlage und damit verbunden die Sonneneinstrahlung wie auch die Reflektion der Schneedecke, der Albedo-Effekt. Wie die ZHAW Wädenswil darlegt, liefern im Vergleich dazu Anlagen im Mittelland in den Wintermonaten deutlich weniger Strom. Zweifelsohne müssen für die Energiewende mehr solcher Anlagen entstehen. Dies auch, wenn berücksichtigt wird, dass der Anteil an Solarstrom am gesamten Schweizer Strommix nur gerade 5 Prozent entspricht und im Rahmen der «Energieperspektiven 2050+» des Bundes dem Solarstrom neben der Wasserkraft das zweite Hauptstandbein des künftigen Strommix‘ zuteilwerden soll.

 

Siemens in der Schweiz unterstützt die Energiestrategie des Bundes und trägt mit Lösungen in den Bereichen Energieerzeugung- und verteilung, Gebäudetechnik, Mobilität und Industrie zur Dekarbonisierung und Energiewende bei.

02.08.2021