Papierlose Produktion in der Siemens-Factory in Zug 

Dank intelligenten Umstellungen und Vereinfachungen der Fertigungsabläufe kann die Factory in Zug nun komplett papierlos arbeiten. Dies ist nicht nur wichtig für den Umweltschutz, durch die Umstrukturierung der Arbeitsabläufe werden auch die Arbeitsschritte für die Mitarbeiter:innen angenehmer und einfacher. Darüber hinaus werden auch Kosten eingespart. Die Software-Lösung dazu wurde In-House entwickelt.

Jede Woche tausende Blatt Papier ausdrucken, verteilen und wieder entsorgen? Das ist Geschichte in der Factory am Headquarter von Smart Infrastructure in Zug, wo modernste Brandmelder und Comfort-Produkte produziert werden. Die Lösung dazu ist die eigens von Siemens-Mitarbeitenden entwickelte Software-Lösung «Digitales Heijunka». Dadurch können die Fertigungsaufträge, die früher über Nacht ausgedruckt und verteilt wurden, bequem per Tablet eingesehen und bearbeitet werden. So können täglich knapp 1300 Blatt Papier eingespart werden. Dies schont die Umwelt und ist ein weiterer Schritt zur Klimaneutralität des Siemens Campus in Zug, welche im Jahr 2023 erreicht werden soll. Solche innovativen Initiativen aus dem Mitarbeiterkreis zeigen, dass Nachhaltigkeit bei Siemens tief verwurzelt ist und unterstützt das Ziel von Siemens, als erstes Industrieunternehmen im Jahr 2030 klimaneutral zu sein.

Angenehmere Arbeitsschritte für Mitarbeitende

Bei den Mitarbeiter:innen in der Produktion fällt vor allem die Vereinfachung der Arbeitsschritte positiv aus. «Den Mitarbeiter:innen in der Produktion gefällt vor allem die Übersicht und die Einfachheit der digitalen Lösung», so Daniel Merz, Projektleiter und Entwickler der Software. Darüber hinaus punktet das Digitale Heijunka bei der Rückmeldung, sodass beispielsweise Fehlermaterial besser analysiert werden kann. «Dank der digitalen Lösung können die Fertigungsaufträge bequem per Tablet, beispielsweise im Homeoffice, verteilt werden. Früher musste immer jemand in die Factory, alles ausdrucken und verteilen. Das ist Geschichte», so Daniel Merz weiter.

Einmalige Investition führt zu grossen jährlichen Einsparungen

Auch in finanzieller Hinsicht lohnt sich das Projekt. Die einmalige Investition in Hardware beträgt rund CHF 55'000.-. Dem gegenüber stehen Einsparungen von knapp CHF 220'000.- jährlich. Die Aufwände reduzieren sich nicht nur durch die Einsparungen durch den Wegfall des Papiers. Durch die Vereinfachung der Fertigungsabläufe werden zahlreiche Arbeitsschritte wie beispielsweise das Sortieren und Verteilen an der Produktionslinie hinfällig. Darüber hinaus sind die Aufträge digital abgelegt und können bei Bedarf schnell wieder gefunden werden.

Projekt wird vom 3i-Programm unterstützt

Das Siemens-eigene 3i-Programm unterstützt Projekte finanziell, die mit Prozessoptimierungsmassnahmen einen Mehrwert für unsere Kund:innen, Mitarbeiter:innen oder das Unternehmen bieten. Für Patrick Lüscher, Quality Manager und zuständig für das 3i-Programm am Siemens Smart Infrastructure Headquarters ist klar, dass dieses Projekt einen grossen Nutzen für alle Beteiligten bietet: «Die digitale Anwendung in der Factory in Zug ist eine klare Verbesserung und Vereinfachung der Fertigungsauftragsabwicklungen. Der digitale und papierlose Ansatz ist ein weiterer Schritt in die Digitalisierung der Factory».

14.12.2021