Mehr Sicherheit dank guter Gebäudeplanung

Oft werden die Möglichkeiten der Gebäudetechnologie zu wenig genutzt, weil Baugewerke einerseits isoliert planen und Planer anderseits oft zu wenig gewerkeübergreifendes Detailwissen besitzen. Eine bessere Koordination könnte gerade auch in den Bereichen Security und Fire Safety Effizienz fördern. 

 

In der Praxis werden die Möglichkeiten der Gebäudetechnologie oft zu wenig genutzt. «Die Koordination und die Schnittstellen zwischen den Gewerken sind meistens mangelhaft», erklärt Turan Babuscu, Head of Product Line Comfort bei Siemens Smart Infrastructure. Klassisches Beispiel sind die unterschiedlichen Protokolle der Geräte, welche die Fachplaner einbauen lassen. Damit dann etwa Klimaanlage und automatischer Sonnenschutz trotzdem koordiniert eingesetzt werden können, muss ein Gateway zwischen den Geräten übersetzen – und ist bei grossem Datenverkehr auch mal überlastet. «Würden sich die Fachplaner auf ein Protokoll einigen, wäre neben Kosteneinsparungen auch eine höhere Funktionalität gewährleistet», führt Babuscu weiter aus. 

Security: Mehr Effizienz dank koordinierter Planung

Nicht nur im Komfort, sondern auch in der Sicherheit führt eine koordinierte Planung zu mehr Effizienz. Security lässt sich in drei Sparten unterteilen: Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, wie etwa Siveillance MobileAccess sowie auf Bewegungssensoren basierende Einbruchmeldesysteme. Oft würden Bauplaner verschiedene Firmen für die einzelnen Komponenten beauftragen, sagt Roland Hunkeler, Head Product Line Security bei Siemens Smart Infrastructure. Das erschwere die Koordination dieser Systeme. «Dabei arbeiten diese Systeme am effizientesten, wenn sie sich gegenseitig ergänzen.»

Multifunktionelles Indoor Positioning System

Mit dem Indoor Positioning System verfügt Siemens Smart Infrastructure über eine Technologie, welche auch Synergien zwischen den Gewerken fördern wird. Das Indoor Positioning Systems IPS - eine gebäudeinterne Version von GPS, dessen Satelliten nicht durch Gebäudedecken sehen. Das IPS funktioniert dank Beacons, kleine passive Sensoren, welche im Abstand von wenigen Metern in die Decke eingebaut sind und vom Handy oder Badge einer Person automatisch angesteuert werden. Dank IPS ist jederzeit klar, wie viele Personen sich in einem Raum aufhalten und auch die Beacons über der Tür ersetzen die Badge-Leser in den Türöffnungssystemen. 

Fire Safety: beständig, aber konservativ 

Auch der Brandschutz in Gebäuden hat sich in den vergangenen Jahren spezialisiert und weiterentwickelt. Wie im Bereich Security sind mit fortschreitender Technologie inzwischen Spezialisten für die einzelnen Bereiche entstanden. «Es gibt Planer und Installateure für Brandmelder, Sprinkleranlagen, Rauchabzugsanlagen», sagt Kurt Girschweiler, Head Product Line Fire bei Siemens Smart Infrastructure. Wird die Planung der gesamten Fire Safety einem Planer übertragen, fehle diesem jedoch oft das Know-how, um die einzelnen Bereiche zu steuern. «Oft ist ein solcher Planer dann froh um einen Errichter wie Siemens, der ihn bei der Planung unterstützt und ihn in allen Gerätekategorien kompetent beraten kann.», erläutert Hunkeler. Wie bei der Security bietet Siemens deshalb immer öfters komplette Lösungen aus einer Hand an. So wurde beim Umbau der Basler St. Jakobshalle eine von Siemens eingebaute Brandmeldeanlage mit 5000 Komponenten wie Brandmelder, Alarmgeräte oder Stockwerkanzeigen installiert. 

06.08.2019

Turan Babuscu

Picture credits: Siemens