Ein Augenblick für die Sicherheit

Kein mühseliges Kramen nach dem Schlüssel oder Badge – ein Augenaufschlag genügt und die Türe öffnet sich. Was sich noch vor einigen Jahren nach Science Fiction anhörte, ist heute ausgereift und erschwinglich: die Zutrittskontrolle mit Iriserkennung. Siemens setzt bei seinen umfassenden Sicherheitslösungen auf Lesegeräte des Schweizer Herstellers Touchless Biometric Systems TBS.

 

Herkömmliche Zutrittssysteme beruhen auf Wissen und Besitz; PIN-Zahlen oder Karten können jedoch auch unbefugten Personen in die Hände gelangen. Systeme auf der Basis von biometrischen Daten hingegen sind personengebunden und bieten dadurch eine deutlich höhere Sicherheit. Bei der Iriserkennung erfasst eine Kamera über 300 Merkmale der menschlichen Iris. Dieser durch Pigmente gefärbte Muskel rund um die Pupille wird auch Regenbogenhaut genannt und bildet sich bei jedem Menschen – auch bei eineiigen Zwillingen – unterschiedlich aus. Das System vergleicht den Irisaufbau beider Augen mit den registrierten Daten der Menschen und gewährt anschliessend Einlass – oder eben nicht.

Erfolgreiche Testphase

Seit sechs Monaten testet Siemens Building Technologies in Volketswil den 2D Eye von TBS im täglichen Gebrauch. Das Gerät ist Teil einerleistungsfähigen Zugangskontrolllösung von Siemens. Basierend auf den Zutrittskontrollsystemen SiPass Integrated oder Siport erarbeiten die Verkaufsingenieure individuelle Sicherheitskonzepte für jeden Kunden: Wo ist eine biometrische Zugangskontrolle sinnvoll und welche Technologie bietet sich an? Die Iriserkennung eignet sich unter anderem für hochsensible Bereiche wie Datenzentren oder Forschungslabore.

 

Rund 25 Freiwillige nehmen an der Testphase teil, die Rückmeldungen sind positiv. «Auch mit Brille funktioniert der Scanner einwandfrei und das Einlassprozedere dauert nur unwesentlich länger als mit der Karte», so Eduard Lehmann, einer der Testnutzer in Volketswil. Die Akzeptanz des Augenscanners bei den Testpersonen ist hoch – die Menschen sind dank «Selfies» gewohnt, in eine Kamera zu blicken. Da kein Lichtstrahl das Auge abtastet, kommen gesundheitliche Bedenken bei den Benutzerinnen und Benutzern nicht auf.

Innovatives Biometrie-Sortiment

TBS liefert seit Jahren Geräte für die Zutrittskontrollsysteme von Siemens. Nebst dem Irisscanner integriert Siemens auch verschiedene Fingerscanner des Biometrie-Spezialisten in Zutrittskontroll- und Einbruchmeldesysteme. Dieter Tobler, Systemingenieur bei Siemens, schätzt die Zusammenarbeit: «Unter zahlreichen Anbietern für Biometrik-Lesegeräte haben wir uns für TBS entschieden, da Qualität, Verarbeitung und Preis-Leistungsverhältnis der Produkte überzeugen. Sehr wichtig ist uns auch der nah gelegene Firmensitz in Pfäffikon SZ. So können wir jederzeit schnell auf die Unterstützung des Unternehmens zurückgreifen.»

Unser Wohlbefinden und unsere Produktivität werden stark von den Gebäuden beeinflusst, in denen wir uns tagtäglich aufhalten. Angenehme Raumtemperaturen oder auch optimale Licht- und Luftverhältnisse tragen mitunter dazu bei, dass wir gerne in einem Gebäude verweilen und unser Potenzial voll und ganz ausschöpfen können. Indem unterschiedliche Gewerke wie Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung und Beschattung kombiniert gesteuert werden, trägt die Raumautomation entscheidend zum Komfort bei und ermöglicht gleichzeitig maximale Energieersparnisse. Desigo Total Room Automation (TRA) von Siemens Building Technologies ist die integrierte Komplettlösung für die Raumregelung und gewährleistet eine effiziente Nutzung der Ressourcen.

23.04.2019

Sarah Preiswerk

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