Neubau in Zug: Erbaut mit digitalem Zwilling

Der Siemens Campus wurde als erstes Siemens Projekt mit BIM erbaut. Mit dem digitalen Zwilling verläuft die Umsetzung auf der Baustelle reibungsloser und Kosten können längerfristig eingespart werden. BIM erleichterte den Bauherren in Zug das Leben.
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Building Information Modeling (BIM)

Realität trifft virtuelle Welt

Während der Planung der neuen Zentrale von Building Technologies in Zug entschied sich Siemens, dieses nicht nur zum ökologischen, sondern auch zum technologischen Musterbeispiel zu machen. Denn dank BIM existiert der Neubau gleich zweimal: Einmal real am Standort Zug - und einmal virtuell als digitaler Zwilling. Mit BIM wird ein Gebäude virtuell vorgebaut, bevor die Bagger auffahren.
Digitalisierung ist für Siemens der Schlüssel, um sich auch in Zukunft erfolgreich behaupten zu können. Deshalb wollten wir auch hier die neueste Technologie einsetzen. Dies ist der erste Showcase von Siemens Real Estate für die gesamtheitliche Planung mit BIM. Dank BIM kommt die Digitalisierung nun auch in der Baubranche an.
Christoph Leitgeb, General Manager bei Siemens Real Estate und Gesamtprojektleiter

Bauen in fünf Dimensionen

Vereinfacht bedeutet BIM Bauen in fünf Dimensionen. Zur 3D-Modellierung kommen Zeit und Prozessdaten hinzu: BIM simuliert den Verlauf eines Bauprojektes und nutzt Daten, um Abläufe zu messen und zu verbessern. Die Vorteile von BIM liegen gemäss Christoph Leitgeb auf der Hand: «BIM wird die Kosten über den gesamten Projektverlauf und den Lebenszyklus sogar reduzieren. Der Planungsaufwand ist anfangs grösser, dafür verläuft die Umsetzung auf der Baustelle reibungsloser.»

 

Er geht davon aus, dass die Unterhaltskosten im laufenden Betrieb so um 20 % gesenkt werden können.

Mit der VR-Brille auf der Baustelle

In der herkömmlichen Bauplanung kommt es aufgrund mangelnder Übersicht oft zu Planungskollisionen. BIM hingegen garantiert höchste Koordination, da der aktuelle Projektstand laufend virtuell im digitalen Zwilling angepasst werden kann. Der digitale Zwilling der neuen Zentrale erleichterte auch den Bauherren das Leben. Mit einer Virtual-Reality-Brille konnten Christoph Leitgeb und seine Mitarbeiter durch das fertige Gebäude spazieren, noch während die Bauarbeiten liefen.

BIM-fähige Produkte

Für die Gebäudesteuerung der neuen Zentrale wurden die neusten Produkte für Gebäude- und Raumautomation, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Brandschutz und Sprachalarmierung eingebaut – mit Raum für zusätzliche Installationen. «So können wir künftig noch neuere Produkte einbauen, um diese im laufenden Betrieb zu testen», sagt Wolfgang Hass, Principal Expert bei Siemens Building Technologies. Auch sämtliche Building Technologies-Produkte sind inzwischen BIM-ready und können so sie in eine BIM-Planung integriert werden. Diese BIM-Library von Siemens steht sämtlichen externen Fachplanern kostenlos zur Verfügung.

Musterbeispiel für Nachhaltigkeit

Die neue Zentrale von Siemens Building Technologies wurde im Sommer 2018 nach rund zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Auf dem Boden zweier abgerissener Bauten ist neben dem Hauptquartier auch ein dreigeschossiges Produktionsgebäude entstanden. Bei dem Bauprojekt legt Siemens grossen Wert auf Nachhaltigkeit, denn das Unternehmen will bis 2030 klimaneutral werden. Das neue Hauptquartier erhält mit der LEED-Zertifizierung in Platin das höchste international anerkannte Nachhaltigkeitslabel.

 

Mehr zum Thema: Lesen Sie auch das Interview mit Stefan Kögl, dem Chefarchitekt von Siemens. Er ist überzeugt, dass die Digitalisierung die Bauwirtschaft grundlegend verändern wird.

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