Mit technischer Innovation langfristig den Standort sichern

Bankenunabhängige und flexible Finanzierung einer Großpresse für die Automobilzulieferindustrie

Von Kutschen für den königlichen Marstall hin zu modernen Karosserieteilen für die Autoindustrie

Die Karosseriewerke Dresden GmbH (KWD) in Radeberg ist ein Traditionsunternehmen mit mehr als 150-jähriger Geschichte. Zunächst als Werkstätte für den Bau von Kutschwagen und Schlitten für den königlichen Marstall gegründet, wurden in Sachsen bereits vor über hundert Jahren die ersten Automobilkarossen gebaut. Auch heute noch nehmen hier Metallbleche durch massiven Druck neue Formen an.

Dafür sorgt unter anderem eine neue 1600-Tonnen-Großpresse mit Servo-antriebstechnologie, die innerhalb von neun Monaten aufgebaut wurde. Ob Dachrahmen, Querträger, B- und C-Säulen-Innenteile oder diverse Aufprallträger: Pro Jahr können in Radeberg nun rund 8 Millionen kaltumgeformte Blechbauteile für Automobilhersteller wie VW, Porsche und Daimler produziert werden.

 

Dabei verfügt die Anlage des Herstellers Schuler über die neueste Technik im Hinblick auf Antrieb, Richttechnik, Ausbringung und Energieeffizienz. Bei einer Presskraft von bis zu 1600 Tonnen sind bis zu 40 Hub pro Minute möglich, wobei der Großteil der Presswerkzeuge zwei Bauteile je Pressenhub auswirft. Die Steuerung von Siemens hat dabei einen wesentlichen Anteil an dieser hohen Performance.

Wir erweitern unser Produktportfolio und schaffen wichtige Kapazitäten für neue Aufträge. Damit sichern wir den Standort und unsere Marktposition in einem zunehmend härteren Wettbewerb.
Hartmut Wendelken, Geschäftsführer KWD

Mit Heavy Metal die Zukunft im Blick

Aktuell beschäftigt das Unternehmen über 500 Mitarbeiter und bildet auch den eigenen Fachkräftenachwuchs selbst aus. Mit der neuen Presse will KWD ihnen eine Perspektive für die Zukunft bieten und den Kunden in der Automobilindustrie zeigen, dass der Betrieb zu langfristigen Investitionen bereit ist und die Zukunft im Blick hat.

 

Nachdem durch den Ausfall eines Kernpresswerkes im Jahr 2019 die Neuanschaffung unumgänglich war, dauerte es noch fast zwei Jahre, bis der neue Riese nach neun Monaten Bauzeit in Betrieb gehen konnte und mit größter Leichtigkeit Metall scheinbar widerstandslos verbiegen kann.

 

Mehr als sieben Millionen Euro hat das mittelständische Unternehmen, das in die international agierende Schnellecke Gruppe eingebunden ist, für den Umformungsgiganten samt der dazugehörigen Bandanlage ausgegeben – eine der größten Einzelinvestitionen der letzten acht Jahre.

Flexible Anpassung an betriebliche Anforderungen

Solche Projekte müssen wohlüberlegt sein. Denn kein Unternehmen will sich bei dieser Größenordnung langfristig an ein System binden, das durch technischen Fortschritt vielleicht bald überholt sein könnte. Siemens Financial Services bietet der produzierenden Wirtschaft deshalb eine Vielzahl von bankenunabhängigen Finanzierungsmodellen an – passend zu den Unternehmenszielen und zum Investitionsgut. In diesem Fall wurde ein flexibler Leasingvertrag gewählt, der sich zum Beispiel an betriebliche Anforderungen anpassen lässt. So kann der Kunde etwa einen Teil oder das gesamte Leasingvolumen nach Ablauf der Mindestlaufzeit oder zu vertraglich festgelegten Terminen kündigen. Der dann noch nicht amortisierte Betrag wird durch eine Abschlusszahlung gedeckt. Auch Ergänzungen und Erweiterungen des Vertrages sind möglich.

Mit der neuen Presse investieren wir nicht nur in eine technische Innovation, sondern reduzieren gleichzeitig unseren Energiebedarf. Das ist auch ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz.
Veit Lucas, Umweltbeauftragter KWD
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