Zu Gast in der Welt

Siemens auf Weltausstellungen

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Die Geschichte der Weltausstellungen spiegelt die Entwicklung der technisch-industriellen Zivilisation. Seit 1851 beteiligt sich Siemens regelmäßig an den Leistungsschauen der Superlative. Aus Anlass der „Expo 2020“ in Dubai, die wegen der Pandemie erst am 1. Oktober 2021 eröffnet werden kann, hat das Siemens Historical Institute interessante Informationen und eindrucksvolle Bilder zu den wichtigsten Expo-Auftritten von Siemens zusammengestellt.
Weltausstellungen 1851–1970

Ein Zeitreise in Bildern

Weltausstellungen 1992–2020

Expos der Neuzeit

Sevilla 1992 – Erstmals eigener Siemens-Pavillon

Traditionell sind nicht nur Länder, sondern auch internationale Organisationen und Unternehmen mit eigenen Pavillons auf den Weltausstellungen vertreten. In Sevilla präsentiert sich Siemens erstmals in der knapp 150-jährigen Geschichte des Hauses mit einem eigenen Pavillon. Darüber hinaus liefert der Elektrokonzern das digitale ISDN-Kommunikationssystem der Weltausstellung und beteiligt sich an dem Projekt Cartuja '93 zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Andalusiens.

 

Sämtliche Aktivitäten des Expo-Auftritts von Siemens stehen unter dem Motto „Evolution of Networks“. Die Unternehmenspräsentation stößt auf reges Interesse beim Publikum – über eine halbe Million Menschen besuchen den Pavillon.

Hannover 2000 – Weltpartner, Technologiepartner und Aussteller

Vom 1. Juni bis 31. Oktober 2000 findet in Hannover die erste Weltausstellung auf deutschem Boden statt. An der "EXPO 2000" nehmen 155 Nationen und 27 internationale Organisationen teil. Unter dem Motto „We make knowledge work for you“ präsentiert sich Siemens als wissensbasiertes Unternehmen, dessen Mitarbeiter weltweit an innovativen Lösungen für die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts arbeiten. Als exklusiver Weltpartner für Informationstechnologie liefert Siemens weite Teile der Informationsinfrastruktur.

 

Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen vor allem bei der Realisierung des Themenparks „Das 21. Jahrhundert“, für den man gemeinsam mit Städteplanern, Architekten und Filmemachern aus Shanghai eine multimediale Vision des täglichen Lebens in der chinesischen Megacity entwickelt. Mit rund 5,3 Millionen Besuchern erweist sich die Show als wahrer Besuchermagnet. 

Shanghai 2010 – Siemens-Technik für die erste grüne Weltausstellung

Die Weltausstellung in Shanghai steht unter dem Motto „Better City, Better Life“. Bereits am ersten Tag stürmen Hundertausende das mehr als fünf Quadratkilometer große Ausstellungsareal am Ufer des Huangpu. Wahrzeichen der Expo und eines der größten Siemens-Projekte auf dem Gelände ist der China-Pavillon. Ausgestattet mit energiesparender Gebäudetechnik sowie umflutet vom Licht tausender OSRAM-Leuchtdioden hebt sich das knapp 70 Meter hohe Gebäude eindrucksvoll gegen den Nachthimmel ab.

 

Auf dem gesamten Expo-Areal hat Siemens 150.000 LEDs verbaut; diese verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Gebäude- und Beleuchtungstechnik sind jedoch nur zwei der Portfoliobereiche, aus denen Siemens nachhaltige Produkte und Lösungen für die 20-Millionen-Metropole liefert. Als globaler Expo-Partner ist der Konzern an über 40 Projekten beteiligt – der Gesamtwert der Aufträge beläuft sich auf etwa eine Milliarde Euro.

Mailand 2015 – Intelligente Technik und monumentale Kunst

Die Expo 2015 findet vom 1. Mai bis 31. Oktober des Jahres unter dem Motto „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben“ statt. Siemens hat sich für die Ausstellung mit Enel – dem größten italienischen Netzbetreiber – zusammengetan und ein intelligentes, cloud-basiertes Energiemanagementsystem entwickelt, das das Stromnetz auf dem Ausstellungsgelände steuert. Das smarte Netz verbindet sämtliche Pavillons auf dem Expo-Gelände und überwacht, kontrolliert und optimiert die Energieflüsse in diesem kleinen autarken Stromnetz. Die Steuerung aller Netzkomponenten in Echtzeit erfolgt in einem Kontrollzentrum, das sich in der Mailänder Siemens-Zentrale befindet.

 

Siemens bereichert die Expo nicht nur in technischer, sondern auch in künstlerischer Hinsicht: Auf der Piazza Italia, einer zentralen Flaniermeile, stehen vier als „The Wings“ (Die Flügel) bezeichnete Monumental-Skulpturen, die das Büro des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind im Auftrag des Unternehmens entworfen hat. Nach Abschluss der Expo verbleibt eine Skulptur auf der Piazza Italia, die drei anderen werden an den Siemens-Standorten München, Erlangen und Berlin aufgestellt. 

Dubai 2020 – Digitalisierung dank Siemens-Technik auf dem Vormarsch

Auf der Expo 2020 gestaltet Siemens die Zukunft des urbanen Lebens neu: Auf dem Expo-Gelände erstellt das Unternehmen eine Blaupause für zukünftige Smart Cities. Dazu gehören die Integration von Siemens Gebäudetechnik mit Anbindung an MindSphere, die Verbindung von 137 Gebäuden über eine cloudbasierte Energieanalyseplattform und die Digitalisierung von Gebäuden in den drei thematischen Bezirken Mobilität, Chancen und Nachhaltigkeit mit dem intelligenten Gebäudemanagementsystem Desigo CC. 

Es ist uns eine Ehre, Premier-Partner für die Digitalisierung der Infrastruktur der Expo Dubai 2020 zu sein. Gemeinsam werden wir unsere führende industrielle IoT-as-a-Service-Lösung MindSphere nutzen, um die Art und Weise, wie wir in den Städten der Zukunft leben werden, zu beeinflussen […]
Roland Busch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, 2021

Nach Abschluss der Expo im April 2022 wird Siemens die Infrastruktur des Expo-Geländes und die dauerhaft errichteten Gebäude für seine künftige weltweite Logistikzentrale nutzen. Dort werden auch die für Flughäfen, Cargo-Infrastruktur und Häfen zuständigen Siemens-Teams angesiedelt sein. 

Expo 2020 Dubai

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