Energiemanagement im Klärwerk 4.0

Ein Digitalisierungsstrom mündet in das Klärwerk 4.0

Mit Technologie von Siemens und Acciona kann das Wasserwirtschaftsunternehmen Canal de Isabel II mehr als 15 Prozent Energie sparen und die CO₂-Emissionen um über 10 Prozent senken.

Unsere Experten für die Wasser- und Abwasserindustrie beraten Sie gerne

Kontaktieren Sie uns

Einleitung

Was ist ein Klärwerk 4.0?

Wenn vom Klärwerk 4.0 die Rede ist, sprechen wir von EDAR für die Abwasseraufbereitung. Diese Anlagen nutzen die neuesten verfügbaren Technologien für:

  • Steuerung
  • Überwachung
  • Simulation

von Prozessen, Kommunikation und Energiemanagement. Auf diese Weise kann der Verbrauch optimiert und die Gesamteffizienz der Anlagen verbessert werden.

Erfolgsgeschichte

Vorteile des Klärwerks 4.0

Mit der Technologie von Siemens und Acciona kann Canal de Isabel II Kosten senken und die Abwasseraufbereitungsanlagen nachhaltiger und effizienter auslegen.

Wie können Effizienz und Nachhaltigkeit eines Klärwerks verbessert werden?

Acciona ist führend auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung. Von Canal de Isabel II hat das Unternehmen den Zuschlag für ein Projekt für den Betrieb und die Instandhaltung von fünfzehn Klärwerken erhalten.

 

Canal de Isabel II wünschte eine Lösung, die Effizienz und Nachhaltigkeit der Wasseraufbereitung in den Abwasserkläranlagen verbessern sollte.

 

Acciona dachte sofort an Siemens, einen langjährigen Geschäftspartner, der alle Anforderungen erfüllt: Flexibilität, einfache Umsetzung und Effektivität.

Vorteile des Klärwerks 4.0

Das kW, das am wenigsten Verschmutzung verursacht, ist das kW, das erst gar nicht verbraucht wird!

Zu den größten Kostenfaktoren bei der Wasseraufbereitung gehört die Energie. Diese Anlagen müssen stetig laufen, um den Bürgern die bestmögliche Versorgung bieten zu können. Daher ist ein Schlüsselfaktor der Einsatz von Technologie, die den Verbrauch senkt und gleichzeitig eine maximale Verfügbarkeit der Anlagen gewährleistet.

 

Mit digitaler Technologie können zahlreiche Vorteile für Wasseraufbereitungsanlagen genutzt werden. Das Klärwerk 4.0 oder EDAR 4.0 verfügt über Systeme für die Erfassung und Analyse von Daten aus den Anlagen und kann Möglichkeiten für Verbesserungen vorschlagen.

 

Ein gutes Beispiel dafür ist der  SIMATIC Energy Manager Pro (EnMPRO). Diese digitale Lösung von Siemens ermöglicht ein effizientes Energiemanagement. Mit der Edge Computing-Technologie von Siemens werden die Daten aus Hunderten von Geräten erfasst und verarbeitet und an den EnMPro-Server in der Cloud übermittelt. Die verarbeiteten Daten können auf einfache, intuitive Weise auf jedem Gerät mit der App des Siemens Energy Manager analysiert werden.

Canal de Isabel II hat eine Energieeinsparung von mehr als 15 Prozent und eine Senkung der CO₂-Emissionen um über 10 Prozent erzielt.

Welche Komponenten bilden das Klärwerk 4.0?

Dank der zuverlässigen Technologie von Siemens können Acciona und Canal de Isabel II mehrere Produkte des Unternehmens nutzen, um das innovativste Klärsystem auf dem Markt zu entwickeln.

Zu 100 Prozent cybersicher

Acciona und Canal de Isabel II nutzen die SCALANCE-Router und die Plattform Sinema RC für die sichere Zugangsverwaltung. Mit beiden Lösungen werden die hohen Anforderungen an die Cybersicherheit, die bei Canal de Isabel II gelten, erfüllt. 

 

Alle von dem Tool verarbeiteten Daten können problemlos auf jedem Gerät und mit der App von Siemens Energy Manager verarbeitet werden.

Die Erfassung und Vorverarbeitung der Daten geschieht mit unseren IPC 227E, die EDGE Computing-Funktionalitäten für diese Aufgabe unterstützen.

95-prozentige Zuverlässigkeit mit SITOP 

Wenn eine Anlage nicht mit Energie versorgt wird, bleibt sie stehen. Das kann problematisch werden, denn es kommt zu Ausfällen von Maschinen und Neustarts des Systems, was zu Mehrkosten führt.

 

Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Stromversorgungen allen Bedingungen und Anforderungen gewachsen sind, ohne Ausfälle zu verursachen. Für diesen Zweck ist SITOP die ideale Stromversorgung.

Prozessautomatisierung mit robusten Systemen

Benötigt werden Betriebsmittel, die in der Lage sind, verschiedene Prozesse zu automatisieren und die Einsatzfähigkeit zu 100 Prozent zu gewährleisten.

 

Acciona und Canal de Isabel II haben sich für SIMATIC als Leitsystem entschieden. Eingesetzt werden CPUs der Reihe SIMATIC S7-400 und S7-1500 .

Energiemanagement zur Kostensenkung

SIMATIC Energy Manager PRO bietet zusätzliche Funktionen für das umfassende Energiemanagement nach ISO-Normen. Die Software liefert dem Benutzer umfangreiche Berichte für die Erfassung und Visualisierung von Kennzahlen und Verbrauchsdaten sowie Tools für die Berechnung von Kennzahlen in komplexen Situationen. 

 

EnMPRO ermöglicht ferner eine Verbrauchsanalyse und Prognosen des Energieverbrauchs nach Chargen oder Stoffen. Es können Systeme mit unterschiedlichen Automatisierungsstufen über zahlreiche Schnittstellen integriert werden.

HMI zur korrekten Visualisierung der Daten

Die HMI-Panels bieten Echtzeitinformationen und ermöglichen übersichtliche grafische Darstellungen der Zustände von Motoren und Schiebern, Leistungsstufen und weiteren Parametern eines Prozesses. Sie liefern damit betriebsbezogene Prozessdaten und ermöglichen die Steuerung und Optimierung der Ziele für Produkte und Prozesse. 

 

Das Klärwerk 4.0 ist mit HMI-Panels von Siemens ausgestattet und bietet damit maximale Zuverlässigkeit und Qualität der Daten aus allen Anlagenteilen.

 

Mit dem Prozessleitsystem SIMATIC PCS7 kann es sich wechselnden Durchflussmengen und unterschiedlichen Bedarfssituationen anpassen.

Meinung des Kunden

Eine Frage des Vertrauens

Eine technologische Allianz für die Verbesserung der Wasseraufbereitung

Acciona und Canal de Isabel II setzen auf die digitale Technologie von Siemens

In den nächsten Jahren wird Acciona zusammen mit Siemens weiter digitale Lösungen für den Sektor Wasser/Abwasser erforschen. Ein Beispiel dafür ist der digitale Zwilling auf Basis der SIMIT-Software von Siemens und der SIMATIC-Steuerungen, der in einer Entsalzungsanlage im Nahen Osten entwickelt wurde.

 

Für Acciona bedeutet das Projekt des Klärwerks 4.0 einen großen Schritt. Bei Canal de Isabel II denkt man jedoch schon daran, diese Art von Lösungen auch für die restliche Infrastruktur zu übernehmen. Das Unternehmen will alle Möglichkeiten zur Stromerzeugung aus Wasser ausschöpfen und über leistungsstarke Tools für das Infrastrukturmanagement verfügen, um in der zu Lage sein, große Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten.

Die Meinung von Acciona

Acciona ist ein führendes Unternehmen in der Wasseraufbereitung und verfügt über Kapazitäten für Planung, Bau und Betrieb von Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Abwasserklärwerken, Wiederaufbereitung mit Drittsystemen und Entsalzungsanlagen durch Umkehrosmose.

Durch den Zugriff auf die Daten und die totale Verfügbarkeit des Systems können Prozesse Tag für Tag optimiert werden, der Nutzen ist bereits nach kurzer Zeit spürbar. Technologisch gesprochen sind wir mit einem einzigen Knopfdruck in ein anderes Jahrhundert gesprungen.
Amador Rancaño – Leiter O&M für Abwassertechnik, Acciona

Die Meinung von „Canal de Isabel II“

Canal de Isabel II ist ein Unternehmen mit einer 160-jährigen Geschichte. Das zu 100 Prozent staatliche Unternehmen ist führend in seinem Sektor und verantwortlich für sämtliche Bereiche der kommunalen Wasserwirtschaft in der Stadt Madrid. Die Unternehmenspolitik zielt stets auf Innovation und Effizienz.

Mit diesem Projekt geht Canal de Isabel II einen weiteren Schritt hin zur energetischen Selbstversorgung. Wir wollen den Madrilenen das bestmögliche Wasser liefern und Abwasser mit größtmöglicher Effizienz und Nachhaltigkeit aufbereiten. Das Kilowatt, das am wenigsten Verschmutzung verursacht, ist das Kilowatt, das gar nicht erst verbraucht wird.
Miguel Ángel Gálvez - Stellvertretender Leiter Abwasseraufbereitung und Umwelt, Canal de Isabel II

Unsere Experten suchen immer die beste Lösung

Siemens ist sich des Werts der Ressource Wasser sehr bewusst und verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Lösungen zur Maximierung der Effizienz in der Wasseraufbereitung. Die Digitalisierung der Wasserwirtschaft ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Nachhaltigkeit zu sichern. Das Klärwerk 4.0 ist schon jetzt Realität.

Was man nicht messen kann, kann man auch nicht verbessern. Daher ermöglicht unser Tool Energy Manager Pro das flexible Arbeiten und die Überwachung der Energieeffizienzkennzahlen.
Diego Muñoz – Product Manager, Siemens