LOGO! sorgt für "Happy Feet" im Kuhstall

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob es sie wirklich gibt – die Milch von den sprichwörtlich glücklichen Kühen? Das britische Unternehmen Hoofcount hat nun, dank LOGO!, eine Antwort darauf. Erfahren Sie, wie der innovative Ansatz von Hoofcount durch datenbasierte Erkenntnisse zur Verbesserung des Tierwohls und der Produktivität beiträgt. Siemens-Technologie spielt hierbei eine wichtige Rolle, bietet diese doch dem Agrarsektor die Möglichkeit zur Hochrüstung von Agrartechnik und das Potenzial zur IoT-Anbindung.

Siemens wurde vom marktführenden Hersteller für Klauenbäder Hoofcount Ltd. aus Großbritannien ausgewählt, um kritische Datenerfassungsfähigkeiten bereitzustellen. Durch diese erwartet sich das Unternehmen einerseits signifikante Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere und andererseits sollen die neuen Datenerfassungsmöglichkeiten dazu beitragen, die Effizienz im Betrieb zu steigern.

Lahmheit ist ein großes Problem in Milchviehherden. Sie wird durch Bakterien verursacht, die über die Hufe der Tiere aufgenommen werden. Diese können zu Infektionen, eingeschränkter Mobilität, sowie zu ernsthaften Verhaltensänderungen führen.

In weiterer Folge bedeutet das Tierleid, einen erhöhten CO₂-Fußabdruck, Verlust der Milchproduktion, verringerte Fertilität, erhöhte Behandlungs- und Tierarztkosten, verringerte Lebenserwartung, höhere Kosten für Klauenschnitt und letztlich geringere Gewinnmargen. Auswirkungen, die für die gesamte Lieferkette der Nahrungs- und Genussmittelindustrie von großer Bedeutung sind.

Nach Schätzungen entstehen einem Bauern bei Lahmheit in einer Herde mit 100 Kühen Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro pro Jahr. Über die gesamte Milchwirtschaft im Vereinigten Königreich gerechnet liegen die finanziellen Auswirkungen durch Lahmheit beispielsweise umgerechnet bei über 120 Millionen Euro.

Aber mit regelmäßigen Klauenbädern können Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, um Krankheiten und Lahmheit zu vermeiden...

Mit bescheidenen Anfängen als kleines Familienunternehmen im ländlichen Lancashire und mit tiefem Verständnis für die Bedürfnisse der Bauern und ihrer Tiere hat Hoofcount eine Reihe automatischer Klauenbäder entwickelt, bei denen für jeden Agrarbetrieb etwas dabei ist.

Jedes Klauenbad von Hoofcount wird in der stetig wachsenden Werkstatt des Unternehmens in Lancashire entworfen, geplant und gebaut – mit einer Jahresproduktion von etwa 300 Klauenbädern. Zu den wichtigsten Vorteilen der Bäder gehören:

  • Optimierung, um den Einsatz von Wasser und Chemikalien zu reduzieren und somit die Gesamtbetriebskosten zu verringern.
  • Einfache Wartung durch ein eingebautes Reinigungssystem, das nach dem Durchlaufen einer festgelegten Anzahl von Kühen die Reinigung mittels zweier Chemiepumpen in weniger als 3 Minuten durchführt.
  • Eine intelligente Steuerung erlaubt dem Benutzer die Überwachung und Änderung der Einstellungen über ein mobiles Gerät sowie den Empfang wichtiger Benachrichtigungen.

Die Zusammenarbeit zwischen Hoofcount und Siemens

Hoofcount baut auf das Fachwissen von Siemens im Hinblick auf die Verbindung der realen und der digitalen Welt und setzt das intelligente Logikmodul LOGO! für kleine Automatisierungsprojekte in industriellen Umgebungen ein.

LOGO! übernimmt die Steuerung der Schlüsselmechanismen der Klauenbäder von Hoofcount, wie Chemie- und Wasserpumpen sowie die Steuerungen für die Zuführung der Tiere.

Dank der Steuerungen kann Hoofcount die Kühe, die sich durch das Klauenbad bewegen, überwachen und wertvolle Daten zum Bestand liefern, die zur Visualisierung auf einem HMI-Screen angezeigt werden können. Es besteht die Möglichkeit, die Klauenbäder aus der Ferne zu steuern und die Daten zu Analysezwecken in die Cloud zu laden.

„Bei der ersten Einführung der Klauenbäder in Großbritannien 2012 hatten wir durch unseren neuen Ansatz bereits einen entscheidenden Vorteil", so Anthony Marsh, Dairy Engineer und Gründer von Hoofcount Ltd. „Aber durch den schnellen Fortschritt in der Technologie haben wir einen Punkt erreicht, an dem wir nochmal alles für unsere Kunden geben und erneut eine bahnbrechende Innovation schaffen mussten. Und um weiterhin den Markt anzuführen, brauchten wir das Wissen und die Erfahrung von Siemens.“

„Die Zusammenarbeit mit Siemens hat uns einen Schub für die Bereitstellung des technologischen Fortschritts bei Hoofcount gegeben. Einfach gesagt, haben wir unsere Klauenbäder zu einem Ausrüstungsgegenstand mit Vorreiterrolle gemacht, der Milchviehhalter letztlich in die Lage versetzen wird, datengestützte Entscheidungen treffen zu können."

Durch die Zusammenarbeit mit Siemens hat sich die jährliche Fertigung der Klauenbäder bei Hoofcount mehr als verdoppelt, wodurch das Unternehmen auch doppelt so stark gewachsen ist.

Die Daten seiner Kunden zeigen, dass der Einsatz der Klauenbäder zu weniger Lahmheit führt, mit finanziellen Einsparungen von umgerechnet ca. 4.700€ bis 9.500€ pro 100 Kühe pro Jahr.

Als Familienunternehmen ist Hoofcount stolz auf die enge Bindung zu den Kunden weltweit. Nach Angaben von Hoofcount werden die Klauenbäder zwischenzeitlich in mehr als 16 Länder vertrieben, darunter Kanada, Deutschland, Schweden und die Tschechische Republik.

"Dank unserer Partnerschaft mit Siemens sind wir ideal positioniert, um schnell und nachhaltig voranzukommen und die Technologien nach Bedarf anzupassen, mit garantierten Vorteilen durch die Branchenerfahrung von Siemens."
Anthony Marsh, Gründer Hoofcount


Von der engen Zusammenarbeit zwischen Hoofcount und Siemens haben beide wechselseitig profitiert. Einerseits wurde die Designphilosophie von Hoofcount durch industrielle Erkenntnisse wie die Verwendung offener Standards untermauert. Andererseits ist Siemens stolz darauf, engere Beziehungen zur Landwirtschaft zu knüpfen und die neueste Technologie zu liefern, die das Wohlergehen von Nutztieren unterstützt - ein entscheidender Faktor für gesunde Betriebe.

Die Möglichkeiten sind endlos...

Die von Hoofcount eingesetzten Technologien können angepasst und bei Bedarf mit IoT-Geräten verbunden werden.  Intelligente Steuerungen ermöglichen die Überwachung und Steuerung der Klauenbäder über eine App, unabhängig vom Standort.

Anthony Marsh sagt außerdem: "Dank unserer Partnerschaft mit Siemens sind wir ideal positioniert, um schnell und nachhaltig voranzukommen und die Technologien nach Bedarf anzupassen, mit garantierten Vorteilen durch die Branchenerfahrung von Siemens. Hoofcount steht wirklich gut da. Unserer weiteren Marktführerschaft und Unterstützung von Milchviehhaltern zur Wachstumssteigerung bei gleichzeitiger Sicherstellung des Tierwohls steht nichts mehr im Weg."