Parken – laden – durchstarten

An der Autobahn A6 nahe Heilbronn hat die Zukunft des AC-Ladens elektrischer Fahrzeuge schon begonnen: Das Ladesystem “smopi” setzt auf eine intelligente, zentrale Ladeschranklösung anstelle vieler verteilter Einzelsysteme.

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Das Projekt

Eine einfache und sichere Ladeschranklösung

Mit dem neuen Ladepark “smopi” zeigt die smopi® - Multi Chargepoint Solution GmbH, wie es geht: Das gleichnamige System bringt eine effiziente und zukunftssichere Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in Parkhäuser, Hotels, Firmen- oder Flottenparkplätze – „überall dahin, wo Fahrzeuge im (halb-) öffentlichen Bereich einige Stunden pro Tag stehen“, so Lukas Schlipf, Leiter und Mitbegründer des Start-ups smopi der Gebauer Elektrotechnik.

Ein intelligentes Ladesystem lädt bis zu 10 Fahrzeuge gleichzeitig – inklusive Last-, Lade- und Energiemanagement

Wie komfortabel smopi ist, davon können sich Interessenten seit kurzem selbst ein Bild machen: In einem öffentlichen Ladepark mit zehn AC-Ladepunkten, den die Gebauer Elektrotechnik GmbH & Co KG unmittelbar neben dem Firmenstandort in Bretzfeld an der Autobahn A6 eröffnet hat. „Wir wollen Elektromobilität aus Überzeugung für viele so schnell wie möglich verfügbar machen. Deswegen ist unser Ladepark natürlich öffentlich, das heißt, jeder kann dort sein E-Fahrzeug einfach und schnell laden“, erläutert Lukas Schlipf. Das Besondere: Das System kann mit nur einem zentralen Schaltschrank bis zu 10 Ladepunkte mit Energie versorgen und überwachen. Dabei ermittelt smopi die optimale Ladegeschwindigkeit und nutzt so die verfügbare Energieleistung optimal aus. Ein weiteres Highlight: Das System gewährleistet eichrechtskonformes Laden. Der Kunde kann sich also sicher sein, dass er nur für die Menge an Strom bezahlt, die er auch tatsächlich bezogen hat.

Die Idee ist einfach: Wir nehmen die Ladeinfrastruktur und stecken sie in einen Schaltschrank.
Lukas Schlipf, Gründer und Geschäftsführer der smopi® - Multi Chargepoint Solution GmbH
Die Lösung

Intelligenz statt Kupfer

Für den Schaltschrankbauer Gebauer Elektrotechnik war der Einstieg in den Markt für AC-Ladelösungen einerseits ein gewisses Wagnis – andererseits konnte man auf einen reichen Erfahrungsschatz und gute Partner zählen. Das Ergebnis: Eine fein abgestimmte Lösung, die nicht nur Leistungswege, sondern auch Kosten bei Betrieb und Wartung spart – „Intelligenz statt Kupfer“, so Lukas Schlipf.

Eine abgestimmte Lösung aus Hard- und Software verteilt die Leistung an bis zu 10 AC-Ladepunkte

Bis vor gut zwei Jahren hat Gebauer dabei vor allem „klassische“ Ladelösungen wie etwa einzelne, dezentral verteilte Wallboxen installiert – „aber wir hatten zunehmend die Anforderungen, mehr als eine Ladestation zu realisieren. Dadurch wurden die Projekte zunehmend komplex – man brauchte mehr Leitungswege, eine eigene Energieverteilung. So kamen wir auf die Idee, die Ladeinfrastruktur in einen Schaltschrank zu stecken und unsere eigene Lösung für das Mehrpunkt-AC-Laden zu entwickeln“, erklärt Lukas Schlipf. „Das spart Leitungswege, macht das System robuster, da nur noch der eigentliche Ladepunkt öffentlich ist, und erleichtert Wartung und Betrieb erheblich.“ Was einfach klingt, bedeutete für das Unternehmen aus Bretzfeld aber auch einige Herausforderungen. „Ein Knackpunkt war die Anbindung an das Backend, also die Systeme der Mobility Service Provider für die Abrechnung. Der zweite, noch wichtigere Punkt betraf die Umsetzung der eichrechtlichen Anforderungen.“

Die eichrechtskonforme Mehrpunkt-AC-Ladelösung wurde gemeinsam mit Siemens entwickelt und umgesetzt

„Allein wäre es für uns tatsächlich sehr schwer geworden“, gibt Schlipf offen zu – doch er und sein Team konnten dabei auf die Unterstützung durch Siemens zählen. „Ein Highlight war dabei sicher der Moment, als wir gemeinsam mit Siemens die erste stabile Verbindung an das Backend hergestellt haben“, erzählt er. Damit war eine der zentralen Anforderungen erfüllt: Das transparente und datensichere Backend gibt eine klare Übersicht über Ladezeiten und -dauer sowie über Tarife und deren Begrenzung. Die Unternehmen entwickelten ebenfalls gemeinsam eine intelligente Lösung für die zweite Kernaufgabe: Ein System, das alle Anforderungen des Mess- und Eichrechts für Ladestationen erfüllt und trotzdem flexibel erweiterbar ist. Möglich wird das durch zwei SIMATIC ET 200SP Open Controller – einem verplombten Controller für die eichrechtskonforme Datenerfassung sowie einem zweiten für die Steuerung der Ladevorgänge. Die zweite Steuerung kann daher ohne eichrechtliche Auswirkungen auch nach der Installation mit Updates versorgt und erweitert werden – „meines Wissens nach eine einmalige Lösung“, so Schlipf. Auch für alle weiteren Ladekomponenten nutzt das “smopi”-Ladesystem die Technik von Siemens, wie etwa bewährte Schutz- und Schalttechnik für ein Plus an Zuverlässigkeit und Sicherheit: „Unsere Kunden erhalten von uns ein abgestimmtes System, das auf bewährter Industrietechnik aufbaut.“

Die Vorteile

Eine rundum lohnende Investition für Betreiber

Dank der intelligenten Ladelösung müssen sich “smopi” Kunden nur wenige Sorgen machen – sie können sich sicher sein, dass ihr Ladepark zuverlässig, transparent sowie effizient arbeitet, und das über viele Jahre.

Mit smopi setzen Betreiber auf Qualität – und das macht sich bezahlt

„Zwar ist smopi auf den ersten Blick preislich nicht die allergünstigste Lösung am Markt – aber dieser Preis ist nur auf den ersten Blick höher als bei konventionellen Ladesäulen mit zwei Ladepunkten“, so Schlipf. „Da wir mit einem Ladeschrank mehrere Ladepunkte versorgen können, sind wir typischerweise ab sechs Ladepunkten absolut gesehen günstiger – und dass, obwohl wir sehr hochwertige Industriekomponenten einsetzen.“ Aber auch bei anfänglich weniger Ladepunkten ist smopi eine gute Investition: Es lässt sich einfach warten, erweitern und aktualisieren. „So können wir auch nachträglich ein Lastmanagement realisieren, oder von einem statischen, auf ein dynamisches und phasenindividuelles Lastmanagement erweitern. Betreiber können eine Photovoltaik-Anlage und/oder einen Batteriespeicher einbinden sowie dafür sorgen, dass kritische Verbraucher stets mit Energie versorgt werden, teure Lastspitzen abfangen und damit am Ende den gesamten Energiemix optimieren. Ein weiterer Vorteil: diese Änderungen haben keine Auswirkung auf die eichrechtliche Genehmigung. Mit dem Schaltschrank haben wir einen einfachen, zentralen Zugang zur Automatisierung und Leistungselektronik, können also das System effizient warten. Beispielsweise wird die jährliche Prüfung der Fehlerstromschutzschalter ausschließlich an einem zentralen Ort und nicht an jedem einzelnen Ladepunkt durchgeführt. Nicht zuletzt kann sich der Betreiber sicher sein, dass er für alle Komponenten mindestens 10 Jahre lang Ersatzteile bekommt, sollte einmal etwas ausfallen.“

Wir können alle Wartungsarbeiten wie Updates oder Schleifenmessungen einfach am Schaltschrank durchführen. Das spart 20% der üblichen Wartungskosten.
Lukas Schlipf, Gründer und Geschäftsführer der smopi® - Multi Chargepoint Solution GmbH
Ladetechnik und -komponenten

Skalierbare Lösung für Ladesäulen und -stationen

Mit den abgestimmten Komponenten aus dem SIMATIC, SENTRON und SIRIUS Portfolio lassen sich moderne AC- und DC-Ladestationen einfach und effizient realisieren – von der einzelnen Säule bis hin zum ganzen Park mit verteilten Ladepunkten.

Ladecontroller und -komponenten

  • Normgerechtes Laden unterschiedlicher Fahrzeugtypen und -klassen
  • Einfach konfigurierbare, platzsparenden und skalierbare Lösungen
  • Leistungsstarke Komponenten für zuverlässige und sichere Ladevorgänge
  • Effizientes Engineering dank kostenloser Anwendungsbeispiele
Ladetechnik und -komponenten in der E-Mobilität
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