Die Technologie für Wachstum

Key Visual Reference Maysun
Präzision sorgt für Performance: Die Anlage von Maysun überwacht die Filmdicke bei der Elektrodenfertigung für Batterien.

Vom Smartphone zum E-Auto, überall sind sie im Einsatz: Batterien sind ein globales Erfolgsmodell. Weltweit entstehen zahlreiche neue Produktionen, und das schafft auch für die japanische Maysun Corporation globale Wachstumschancen. Durch die Zusammenarbeit mit Siemens kann das Unternehmen dafür auf eine bereits weltweit akzeptierte Plattform für die Automatisierung und Antriebstechnik setzen.

Maysun war bislang vor allem im Bereich der Papier- und Kunststoffverarbeitung tätig, wo seine berührenden und berührungslosen Messsysteme und Schneideinheiten in der Überwachung und Verarbeitung der Materialbahnen eingesetzt werden. Mit rund 40 Mitarbeitern lieferte das Unternehmen seine Lösungen an zahlreiche namhafte Unternehmen in diese Branchen – „doch seit einiger Zeit erhalten wir immer mehr Anfragen von Kunden, die in der Batterieproduktion und insbesondere im Bereich Elektromobilität tätig sind,“ erklärt der Präsident von Maysun Yoshihiro Tahara. Dort müssen die flexiblen Filme für die Elektrodenproduktion überwacht und verarbeitet werden, eine Aufgabe, für die die präzisen und leistungsstarken Systeme von Maysun geradezu prädestiniert sind. Mit ihnen lässt sich unter anderem die Filmdicke der Elektroden überwachen, ein Parameter, der sich unmittelbar auf die Kapazität, Leistungs- und Energiedichte der Batterien auswirkt.

Maysun Corporation

Die MAYSUN Corporation entwickelt hochpräzise Lösungen für die Dickenmessung und das Schneiden von flexiblen Warenbahnen, wie sie für Filme, Verpackungen und auch für Batterieelektroden verarbeitet werden. Für die Qualitätskontrolle bei Filmelektroden in der Batteriefertigung und für die Elektromobilität bietet MAYSUN sowohl berührende als auch berührungslose Messsysteme an, die die Materialdicke hochgenau und in Echtzeit überwachen.

Die richtige Technologie für einen globalen Markt

Mit diesem neuen Anwendungsfeld ergab sich für Maysun auch eine gute Gelegenheit, ihr Geschäft mit Kunden in den USA und Europa auszubauen. Dafür benötigte Maysun allerdings die richtige technologische Basis für ihre Maschinen und Anlagen, damit sich die Lösungen einfach in das Fertigungsumfeld beim Anwender integrieren lassen. In diesem Zusammenhang wandte sich Maysun an Siemens, wie Mikio Muramatsu, Bereichsleiter in der Entwicklung bei Maysun, erklärt: „Wir standen bereits seit einiger Zeit in einem engen Austausch mit Siemens und wussten auch, dass die Produkte und Systeme von Siemens weltweit eine hohe Akzeptanz genießen. Unter anderem hatten wir eine konkrete Projektanfrage, bei der Siemens als Automatisierungs- und Antriebslieferant gefordert wurde.“ Maysun und Siemens wählten gemeinsam die ideale Systemlösung für die Anforderungen des Projektes aus. Eine der Anforderungen, die für Maysun dabei im Fokus standen, war die Konformität mit CE und UL Anforderungen, und hier zahlte sich die Zusammenarbeit unmittelbar aus. Da die Produkte und Systeme von Siemens für den internationalen Markt entwickelt werden, sind sie auch entsprechend international zertifiziert – was die Entwicklung einer entsprechend konformen Gesamtlösung deutlich erleichtert.

Dank des übersichtlichen Layouts fand ich mich in der Umgebung im TIA Portal sofort zurecht. Dadurch konnte ich das SPS-Programm und auch die HMI-Bilder einfach und intuitiv erstellen.
Mikio Muramatsu, Bereichsleiter, Entwicklung, Maysun Corporation, Japan

Reibungsloser Start mit einem neuen System

Das erste Projekt, das auf Basis von Siemens Komponenten umgesetzt wurde, war eine Dickenmessung mit sehr spezifischen Anforderungen von Seiten des Anwenders. Diese Einheit wurde von Mikio Muramatsu mit einer integrierten Lösung aus einem fehlersicheren SIMATIC CPU 1516F Controller, einem SINAMICS S210 Antrieb mit 1FK2 Motoren sowie einem SIMATIC IPC677E Industrie-PC für die Messapplikation und einem SIMATIC HMI Panel für die Bedienung der Anlage automatisiert. Darüber hinaus lieferte Siemens auch SITOP Systeme für die Stromversorgung und Schutz- und Schaltgeräte.

 

Für Muramatsu bedeutete dieses Projekt durchaus eine gewisse Herausforderung, da er sich innerhalb kurzer Zeit mit einem neuen System vertraut machen und das für die Projektierung erforderliche Fachwissen aneignen musste, was ihm aber durch die gute Strukturierung der Siemens-Werkzeuge erleichtert wurde: „Dank des übersichtlichen Layouts fand ich mich in der Umgebung im TIA Portal sofort zurecht. Dadurch konnte ich das SPS-Programm und auch die HMI-Bilder einfach und intuitiv erstellen.“ Zusätzlich nutze er das Trainingsangebot von Siemens, um sein Wissen zu vertiefen: „Diese Trainings fanden teils vor Ort statt, teils online, was gerade im letzten Jahr sehr hilfreich war, da wir aufgrund der Pandemiesituation die Zahl unserer Kontakte reduzierten.“ Siemens unterstützte Maysun weiterhin auch bei einige spezifischen Fragestellungen, und die schnellen Reaktionszeiten und der gute lokale Support waren für Muramatsu ebenfalls ein wichtiger Beitrag zum erfolgreichen Projektabschluss.

Dank der Flexibilität und der großen Bandbreite an verfügbaren Komponenten können wir jetzt vielfältige Applikationen auf einer einheitlichen Basis umsetzen und so die Anforderungen unserer Kunden noch besser erfüllen.
Yoshihiro Tahara, Präsident, Maysun Corporation, Japan

Die integrierte Lösung führt zu deutlichen Kosteneinsparungen

Bereits nach diesem ersten Projekt zeigen sich für Maysun die Vorteile einer integrierten Automatisierungs- und Antriebslösung. „Wenn man auf ein komplett neues System umsteigt, gibt es immer die eine oder andere Herausforderung, aber im Ergebnis haben wir eine Lösung, die sehr gut funktioniert und alle Anforderungen erfüllt“, so das Fazit von Muramatsu. Von der schlankeren Architektur profitieren nicht nur Maysun, sondern auch die Anwender durch Einsparungen bei Service und Wartung. Da die gesamte Architektur auf Standardkomponenten beruht, verringern sich auch die kosten für die Ersatzteilhaltung um bis zu 20%, und die Kommunikation über Profinet reduziert den Verdrahtungsaufwand um rund 10%. „Eine große Änderung betrifft die Steuerungsebene, wo wir vorher zwei Controller einsetzen mussten, um die reguläre und die fehlersichere Automatisierung zu realisieren. Das können wir dank mit der SIMATIC SPS mit nur einer Steuerung abdecken und sparen so komplette einen SPS im Schaltschrank“, ergänzt Muramatsu.

Die richtige Basis für weiteres Wachstum

All diese Vorteile tragen dazu bei, dass Maysun mit der neuen Automatisierungs- und Antriebslösung sehr zufrieden ist: „Dank der Flexibilität und der großen Bandbreite an verfügbaren Komponenten können wir jetzt vielfältige Applikationen auf einer einheitlichen Basis umsetzen und so die Anforderungen unserer Kunden noch besser erfüllen – und zwar mit einer Lösung, die den Anforderungen internationaler Standards wie CE und UL erfüllt,“ sagt Yoshihiro Tahara. Daher will Maysun alle seine Lösungen für den europäischen und US-amerikanischen Markt mit Siemens automatisieren. In der Zwischenzeit arbeitet Maysun bereits am nächsten Projekt, einer neuen Schneideeinheit. Auch hier sollen die Komponenten von Siemens zum Einsatz kommen – eine Aufgabe, auf die sich Mikio Muramatsu nach den guten Erfahrungen im Pilotprojekt schon sehr freut.