Bearbeitungsparameter archivieren

Ausgabe auf ein externes Gerät

Archivieren der Bearbeitungsparameter

Bei der Fertigung mit CNC-Werkzeugmaschinen fallen große Menge von Messdaten und Parametern an. Oft werden diese Daten zur Absicherung der Qualität und zum Nachweis der Fertigung gemäß rechtlicher Vorgaben benötigt. Zum Beispiel in der Medizintechnik und im Flugzeugbau: In beiden Branchen gelten extrem hohe Qualitäts-Anforderungen und eine jahrzehntelange Nachweispflicht zu den gefertigten Produkten.

Mit Hochsprachenelementen wie EXTOPEN, WRITE und EXTCLOSE können die Bearbeitungsparameter archiviert werden - als Qualitätsnachweis, aber auch einfach zur Absicherung der Produktion. Dieses Archivieren in einer Protokolldatei ist in allen Bearbeitungskanälen des NCK und auf allen an der Maschine verfügbaren Ausgabegeräte möglich.

Das nachfolgende Beispiel zeigt die Datenausgabe auf ein externes Gerät mit den Hochsprachenelementen EXTOPEN, WRITE und EXTCLOSE.

EXTOPEN - WRITE - EXTCLOSE

Im Teileprogramm ermöglicht der Hochsprachenbefehl WRITE das Schreiben von Daten auf ein externes Gerät.

 

WRITE muss zusammen mit dem Befehl EXTOPEN verwendet werden. EXTOPEN veranlasst dabei das Öffnen des extern vordefinierten Geräts, zum Beispiel eine lokal gesteckte CompactFlash Card. WRITE schreibt die Daten dann in den Zielordner.

 

Nach der Ausgabe der Daten auf das externe Gerät wird der Vorgang mit „EXTCLOSE“ beendet. Dies ist das empfohlene Vorgehen. Aber das Erreichen des Programmendes M30 oder ein Kanal-Reset schließt den Zugriff auf das externe Gerät. 

 

Abfolge der Programmierbefehle

Die Ausgabe auf ein externes Gerät/Datei erfolgt in 3 Schritten:

 

EXTOPEN - externes Gerät/Datei öffnen:

Ein externes Gerät/eine externe Datei wird mit dem Befehl EXTOPEN für einen NC-Kanal zum Schreiben geöffnet.

 

WRITE - die im Write-Befehl angegebenen Daten werden auf das Zielmedium (Gerät bzw. Datei) geschrieben.

 

EXTCLOSE - externes Gerät/Datei schließen

Das Gerät/Datei wird mit dem Befehl EXTCLOSE oder mit dem Erreichen des Programmendes (M30) wieder freigegeben.

Syntax

Der Aufbau der Befehle EXTOPEN, WRITE und EXTCLOSE verläuft nach folgendem Muster:

 

DEF INT <Fehler> 

DEF STRING[<n>] <Ausgabe> 

… 

EXTOPEN (<Fehler>,“<ExtG>“,<Bearbeitungsmodus>,<Benutzungsmodus>,<Schreibmodus>) 

… 

<Ausgabe>="Pfad und Dateiname der Ausgabedatei" 

WRITE(<Fehler>,“<ExtG>“,<Ausgabe>,<Daten/Satz>) 

… 

EXTCLOSE(<Fehler,“<ExtG>“)

Befehl

Beschreibung

STRING

Zeichenkette definierter Länge

EXTOPEN

Befehl zum Öffnen eines externen Geräts/Datei

<Fehler>

Variable für die Rückgabe des Fehlerwerts

<ExtG>

Symbolischer Bezeichner für das zu öffnende externe Gerät

<Bearbeitungsmodus>

Bearbeitungsmodus für WRITE-Befehle an dieses externe Gerät 

<Benutzungsmodus>

Benutzer-Modus für dieses externe Gerät (shared/exclusive)

<Schreibmodus>

"O" = Überschreiben, "A" = Anhängen

WRITE

Befehl zum Anfügen eines Satzes bzw. von Daten an das Ende einer angegebenen Datei.

<Fehler>

Variable für die Rückgabe des Fehlerwerts

<Dateiname>

Name der Datei (samt Pfad) im passiven Filesystem, in die der angegebene Satz bzw. die angegebenen Daten ein- bzw. angefügt werden sollen.

<ExtG>

Symbolischer Bezeichner für das zu öffnende externe Gerät

<Daten/Satz>

Daten bzw. Satz, die in die angegebene Datei angefügt werden sollen.

EXTCLOSE

Befehl zum Schließen eines externen geöffneten Geräts/Datei

<Fehler>

Variable für die Rückgabe des Fehlerwerts

<ExtG>

Symbolischer Bezeichner für das zu öffnende externe Gerät

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