Prozessmessen mit SINUMERIK Operate

Werkstücktoleranzen  und Werkzeugparameter überwachen

Diese Beispiel zum Prozessmessen überwacht und/oder kompensiert im Fertigungsprozess die Werkstücktoleranzen sowie die Werkzeugparameter.

 

Dazu werden in der Betriebsart Automatik die zu Messaufgabe passenden Messzyklen parametriert, die Eingabemasken des Programmeditors unterstützen diesen Vorgang. Das Anfahren der Messpunkte und die Messaufgabe selbst werden dann automatisch, entsprechend dem Messprogramm, realisiert.

 

Die Werkstückmessung ermittelt die Werkstücktoleranzen im Fertigungsprozess. Abhängig vom verwendeten Messzyklus können Sie aus folgenden Optionen wählen:

  • Nur Messung ohne Korrekturen (Erfassung Ist-Wert)
  • Nullpunktverschiebungs-Korrektur (Abweichung Soll-Ist korrigieren)
  • Werkzeugdaten-Korrektur (Abweichung Soll-Ist korrigieren)

 

Arbeitsablauf beim Prozessmessen (Video)

Im Programm-Beispiel ermitteln die Messzyklen "Messen Kante", "Ausrichten Kante" und "Messen Zapfen" zunächst den Nullpunkt des Werkstücks. Dieser liegt in der Mitte des Werkstücks auf der Oberfläche. Die ermittelten Werte werden automatisch in die Nullpunktverschiebung G54 eingetragen.

 

Danach wird eine Rechtecktasche in das Werkstück gefräst. Der Messzyklus "Messen Taschen" ermittelt die Maße der gefrästen Tasche. Über eine IF-Anweisung vergleicht das Programm die Messwerte mit den Sollwerten.

 

Liegen die Werte außerhalb des Sollmaßes, dann wird geprüft, ob die Tasche noch nachbearbeitet werden kann. Ist eine Nachbearbeitung nicht möglich, wird das Programm beendet.

 

Kann die Tasche noch nachbearbeitet werden, z. B. die Tasche ist zu klein, wird im Werkzeugverschleiß des Fräswerkzeuges ein Korrekturwert für den Werkzeugdurchmesser eingetragen. Mit diesem neuen Korrekturwert wird der Zyklus Taschenfräsen noch einmal abgearbeitet.

 

Bei der zweiten Messung liegen die Istwerte der Rechtecktasche innerhalb der Toleranz. Das Programm wird beendet.

 

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