Eine Hand wäscht die andere

Erfolgreiche Kooperation

Zwei eigenständige Unternehmen in einem Gebäude vereint: FTM Neresheim und EYPro arbeiten eng zusammen, um ihren Kunden optimale Lösungen zu bieten. In einem gemeinsamen Projekt entwickelten beide Unternehmen für die Innung der Schornsteinfeger einen Prüfstand für die Kalibrierung von Messgeräten zur Feinstaubmessung in Heizungsanlagen.

FTM Neresheim

Wer FTM Neresheim im Internet sucht, findet nur wenige Informationen. Dabei hat Manfred Metzger bereits vor zehn Jahren begonnen, im idyllischen, auf der schwäbischen Alb gelegenen Neresheim seine eigene Werkstatt zur Fertigung mechanischer Bauteile aufzubauen. Zuvor waren er und sein Freund Markus Schnele noch Angestellte eines mittelständischen Unternehmens. Ausgestattet mit viel Mut und Fachwissen, beschlossen sie 2008, ihre eigenen Firmen zu gründen und diese unter einem Dach anzusiedeln.

EYPro Mugrauer & Schnele GmbH

Markus Schnele gründete damals die EYPro Mugrauer & Schnele GmbH, die kundenspezifische Automatisierungs-, Kalibrierungs- und Dosierungslösungen herstellt. Viele namhafte Kunden aus der Automobilindustrie, Medizintechnik, Solartechnik und Konsumgüterindustrie gehören heute zum Kundenstamm von EYPro. Die Stärke des Unternehmens ist die Realisierung kompletter Projekte, von der Konstruktion über das Engineering bis hin zur Produktion von Baugruppen oder gesamten Automatisierungseinrichtungen. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg von EYPro hat die Fertigung der mechanischen Bauteile bei FTM.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Beide Firmen bestehen als eigenständige Unternehmen, aber die Zusammenarbeit unter einem Dach ist eine echte Win-Win-Situation: Auf der einen Seite hat EYPro neben kurzen Wegen auch schnellen Zugriff auf Fertigungskapazitäten und kann flexibel seine Anforderungen und Termine abstimmen. Auf der anderen Seite kann sich Manfred Metzger viel Geld für Internetwerbung oder Werbeflyer sparen, da 80 Prozent seiner Fertigungsaufträge von EYPro kommen.

 

Ein spannendes Projekt, das sehr gut die Zusammenarbeit der Firmen EYPro und FTM zeigt, ist die Entwicklung eines gemeinsamen Produkts: ein Prüfstand für die Kalibrierung von Messgeräten zur Messung von Feinstaub in Heizungsanlagen, für den FTM alle mechanischen Bauteile lieferte. Beauftragt wurde der Prüfstand von der Innung der Schornsteinfeger, die nachweisen muss, dass ihre für die Feinstaubmessung verwendeten Geräte richtig kalibriert sind, und dies auch entsprechend belegen muss. Mit EYPro und FTM fanden sich hierfür die richtigen Partner.

Optimale Ausrüstung ist das A und O

Manfred Metzger brachte als ehemaliger Produktionsleiter viel Fachwissen in die Firmengründung von FTM ein. Doch die Anforderungen an Technik und Technologie waren und sind nicht einfach. Die zu produzierenden Losgrößen liegen zwischen einem und zehn Werkstücken und der Kostendruck ist enorm. Von Anfang an hat Metzger jeden verfügbaren Cent in die Ausrüstung seines Fertigungsbetriebs gesteckt, denn sie ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens. Metzger hatte bereits Erfahrungen mit verschiedenen CNCs, aber die flexible Programmierung der Sinumerik schien ihm von Anfang an die beste Lösung. Heute besitzt er drei Fräsmaschinen und eine Drehmaschine von DMG MORI, die alle mit Sinumerik 840D sl, der Bedienoberfläche Sinumerik Operate sowie der grafischen Programmierung ShopMill oder ShopTurn ausgerüstet sind.

Genau die richtige Lösung

Metzger ist von den Möglichkeiten der ShopMill- bzw. ShopTurn-Programmierung begeistert. Neben den vielen grafisch unterstützten Zyklen überzeugt ihn die Flexibilität der CNC-Programmierung. Bauteilfamilien lassen sich einfach über R-Parameter flexibel in ihrer Ausprägung (Länge, Breite, Höhe) oder in der Gestaltung von Bohrbildern parametrieren. Jedes Bearbeitungsprogramm bei FTM ist ähnlich aufgebaut. Parameter, die über Texteingaben verständlich kommentiert werden, versorgen die Zyklenmasken mit den konkreten Werten des jeweiligen Teils der Bauteilfamilie. Die eigentlichen Bearbeitungsprogramme (Vorschübe, Zustellung usw.) müssen nie verändert werden und die Geometrie wird durch die R-Parameter vorgegeben. Immer wiederkehrende Bearbeitungsfolgen werden zu Programmblöcken, zum Beispiel für das Zurückziehen oder die Grundstellung der Maschinen, zusammengefasst. Manfred Metzger ist überzeugt: „Nur mit Sinumerik habe ich diese Flexibilität und den Bedienkomfort. Diese Programmierphilosophie ist genau die richtige Lösung für meine Fertigung.“

 

Die erforderliche Qualität und termingerechte Fertigung bei FTM lassen sich nur mit entsprechend qualifizierten Maschinenbedienern realisieren. Metzger schwört dabei auf die Zusatzausbildung im eigenen Haus, direkt an seinen Maschinen. Nach kurzer Suche fand er im CNC4you-Portal eine Liste der von Siemens zertifizierten Trainer für die Anwendung von Sinumerik. Zu ihnen gehören auch Peter Schweyer und Hans-Peter Moser, die in den vergangenen Jahren immer wieder Wissenslücken von neuen Mitarbeitern oder bei der Bedienung neu angeschaffter Maschinen bei FTM schlossen.

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