Ausbildung zukunftsfähig machen - mit Technologieleasing!

Aktuelle Werkzeugmaschinen für die praxisgerechte Qualifikation

Bei Michelin ist CNC-Technik wichtiger Teil der firmeninternen Ausbildung

Moderne Autoreifen sind Hightech-Produkte. In komplexen Produktionsverfahren hergestellt, sichern sie bei jeder Wetterlage Traktion und kurze Bremswege, zeigen sich extrem belastbar und helfen beim Treibstoffsparen. Mehr als 22.000 Reifen in Größen von 16 bis 18 Zoll verlassen täglich das Michelin-Werk im fränkischen Hallstadt bei Bamberg, das über 900 Mitarbeiter beschäftigt. Um den Bedarf an Fachpersonal zu decken, durchlaufen in der Lehrwerkstatt derzeit 45 junge Frauen und Männer ihre dreieinhalbjährige Ausbildung zu Industriemechanikern und Elektronikern.

 

„Wir bilden für den eigenen Bedarf aus und übernehmen, wenn möglich, alle Auszubildenden. CNC-Technik hatte hier bisher einen geringen Stellenwert. Sie war lediglich ein Teil der Berufsschulausbildung, in unseren Lehrberufen jedoch nicht prüfungsrelevant. Wir wollten jedoch diesen Teil stärken, um unsere Auszubildenden besser auf die Zukunft vorzubereiten und um Michelin als Ausbildungsbetrieb langfristig wettbewerbsfähig zu halten“, erläutert Ausbilder Witali Reiswich.

 

Allerdings gibt es eine Hürde auf dem Weg zu diesem Ziel: das liebe Geld.

Spezielles Leasingkonzept für Lehrwerkstätten

In der Zentralwerkstatt von Hallstadt werden auf einer mit SINUMERIK 840D sl ausgestatteten Werkzeugmaschine Präzisionsmesser gefertigt, die als Werkzeuge für die Reifenproduktion verwendet werden. Die Programme – sowohl für die Serien als auch für die vielen Prototypen – werden in einer Werkzeugkette mit SolidWorks und SINUMERIK erarbeitet. An dieser Maschine erstellten die Auszubildenden gelegentlich kleinere Programme und Werkstücke wie beispielsweise Pokale. Der steigende Auslastungsgrad der Maschine ließ das aber nicht mehr zu. „Wir haben dann für die Lehrwerkstatt die Investition in eine 3-achsige Fräsmaschine geprüft. Dies ließ sich aus wirtschaftlichen Gründen zunächst jedoch nicht realisieren. Unsere größte Befürchtung war, dass die Technologie schnell altert. Denn an einer veralteten Maschine auszubilden, ist kontraproduktiv“, bringt es Witali Reiswich auf den Punkt. „Zu unserem Glück kamen wir dann mit dem Werkzeugmaschinenhersteller Optimum ins Gespräch. So konnten wir von dessen Konzept für Schulen und Lehrwerkstätten profitieren.“

»Wir wissen jetzt schon, dass wir in der Lehrwerkstatt immer über aktuelle Technologien, Maschinen, CNCs und Tools verfügen können.«
Witali Reiswich, Ausbilder beim Reifenhersteller Michelin

Immer auf dem neuesten Stand der Technik

Die Kooperation von Werkzeugmaschinenhersteller Optimum und Siemens Financial Services brachte dann den Durchbruch für das Investitionsvorhaben der Michelin-Lehrwerkstatt. Mit Technologie-Leasing von Siemens Financial Services bot Optimum dem Reifenhersteller eine OPTImill F150 mit SINUMERIK 828D an. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand, denn statt einer einmalig hohen Investitionssumme zahlt Michelin nun feste und kalkulierbare Leasingraten, die auch als laufende Kosten abgesetzt werden können. Der Leasingvertrag läuft über fünf Jahre, dann nimmt Optimum in Zusammenarbeit mit Siemens Financial Services die Gebrauchtmaschine zurück. Michelin erhält ein aktuelles Nachfolgemodell, also neueste Technologie und der Kreislauf der Leasingraten beginnt von vorn.

 

Ausbilder Witali Reiswich freut sich, besonders für seine Auszubildenden: „Wir wissen jetzt schon, dass wir in der Lehrwerkstatt immer über aktuelle Technologien, Maschinen, CNCs und Tools verfügen können. Das ist ein wichtiger Pluspunkt für unsere Ausbildung.“ Darüber hinaus können die Auszubildenden nun mit SinuTrain am Computer im Lehrraum und abseits der Maschine Programme erstellen und simulieren.

 

Da die Maschinen dank SINUMERIK Operate über die gleiche Bedienoberfläche verfügen und die Programme zu 100 Prozent kompatibel sind, können die Programme auch in der Lehrwerkstatt laufen. Das hat den Vorteil, dass die Ausbildungsmaschine bei Lastspitzen die Produktion der Präzisionsmesser unterstützen kann. „Die OPTImill F150 wurde im Oktober 2017 in der Lehrwerkstatt aufgestellt. Aktuell arbeiten wir an der Integration in den Ausbildungszeitplan und Werkstattbetrieb sowie an konkreten Trainingsinhalten. Unterstützt werden wir dabei durch die auf der Siemens-Website verfügbaren Unterlagen und die zusätzlichen Zertifizierungsmöglichkeiten über Trainings bei Optimum – zumal deren Standort ja in unmittelbarer Nähe ist“, erklärt Ausbilder Witali.

Kooperation von Optimum und Christiani:

Komplette Lösungen für eine moderne Ausbildung

Alles für die Lehrwerkstatt aus einer Hand – samt CNC-Maschinen, Werkstattausstattung, Didaktikkonzepten und Lehrmaterial bis hin zum Rohteil für die Prüfungsaufgabe. Das wollen der Werkzeugmaschinenhersteller Optimum und der Lehrmittelspezialist Christiani künftig gemeinsam und weltweit anbieten. Dafür haben beide Unternehmen eine intensive Zusammenarbeit etabliert – künftig können Optimum-Maschinen auch bei Christiani bestellt werden.

 

Die modularen Komplettangebote beider Unternehmen sollen Schulen und Lehrbetrieben in aller Welt die Arbeit und Investition in die moderne Ausbildung erleichtern. „Die Ausbildung hat weltweit einen hohen Modernisierungsbedarf. Gleichzeitig suchen Unternehmen dringend Mitarbeiter, die digitalisierte Workflows, moderne Maschinen und Toolketten verstehen und bedienen können. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern droht zur Fortschrittsbremse zu werden. In Zusammenarbeit mit Christiani und mit dem Einsatz moderner Finanzierungsinstrumente der Siemens Financial Services bieten wir Lösungen, dank derer die Ausbildung mit dem technologischen Fortschritt und der Digitalisierung mithalten kann“, begrüdet Martin Trepesch, Head of Technical Department bei Optimum, das Engagement des Maschinenbauers.

KURZ ERKLÄRT: Technologie-Leasing

Dirk Schwalb, Senior Vendor Manager bei der Siemens Finance & Leasing GmbH, erläutert das Leasingmodell: „Technologie-Leasing bietet in Märkten und Zeiten mit schnellen technologischen Veränderungen große Vorteile. Der Grund: Der Leasingnehmer zahlt nur während der definierten Nutzungsphase – also deutlich weniger als den Anschaffungswert. Der Leasinggeber bleibt Eigentümer der Maschine. Am Ende der Laufzeit gibt der Leasingnehmer die Maschine zurück und lässt sich über das Technologie-Leasing eine neue anbieten. Er kann sich aber auch für eine Leasingverlängerung der vorhandenen Maschine oder für eine vollständige Übernahme durch Kauf entscheiden. Diese Flexibilität ist der Vorteil. Verändert sich der Markt oder gibt es modernere Technologie- und Maschinenvarianten, können Unternehmen so immer die neueste Technologie nutzen. Technologierisiken und Investitionen für zeitlich limitierte Auftragsspitzen lassen sich durch Technologie-Leasing kostengünstig abdecken. Weil diese Finanzierung auf Leasinggeberseite aber viel industrielles und technologisches Know-how erfordert, finden sich nur wenige Anbieter. Siemens Financial Services bietet diese Finanzierung direkt für Unternehmen oder in Zusammenarbeit mit Herstellern an. Die Möglichkeiten der Hersteller bei Rücknahme und Retrofit verringern den Wertverlust nochmals und der Leasingnehmer profitiert von besonders guten Konditionen. So haben wir das auch mit Optimum für die Lehrwerkstatt bei Michelin gemacht. Der Reifenhersteller kann jetzt immer auf Basis der modernsten CNC-Technik ausbilden und gewinnt im Wettbewerb um Auszubildende einen klaren Vorteil.“

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