Continuous Integration mit TIA Portal

Continuous Integration mit dem TIA Portal

Softwarequalität steigern und Engineering-Kosten in der Automatisierung reduzieren

Im IT-Bereich gibt es viele Methoden und Prozesse, um die Software-Entwicklung zu optimieren und zugleich die Qualität der Ergebnisse zu verbessern. Ein solcher Prozess ist Continuous Integration (kontinuierliche Integration), der sich auch mit TIA Portal auf das Engineering in Automatisierungsprojekten anwenden lässt und zahlreiche Vorteile bietet.

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IT-Standards für die Automatisierung

Multiuser Engineering und agile Entwicklung in der Automatisierung

Um Engineering-Aufwand zu reduzieren und die Entwicklung neuer Maschinen zu beschleunigen, setzen immer mehr Unternehmen auf Multiuser Engineering im TIA Portal und auf agile Entwicklungsmethoden, wie man sie aus der IT kennt.
Auf einen Blick

Continuous Integration auf einen Blick

Continuous Integration ermöglicht Entwicklern, ihre Änderungen so oft wie notwendig in die gemeinsame Quellcode-Basis zu integrieren sowie diese automatisiert zu generieren und testen zu lassen.

Engineering System

Mehrere Programmierer arbeiten zusammen als Team an einem TIA Portal Projekt. Jeder Entwickler bearbeitet die ihm zugeordneten Software-Module anhand eines standardisierten Programmierleitfadens. TIA Portal unterstützt systematisch die Zusammenarbeit dank integrierter Workflows und erhöht die Transparenz über Software-Änderungen.

Source Control

Eine Versionsverwaltung dient zur Erfassung von Änderungen an Software-Objekten und Dokumenten entlang des gesamten Maschinenlebenszyklus. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören die Koordinierung des gemeinsamen Zugriffs von mehreren Entwicklern auf die Objekte, die Transparenz über Änderungen und die gleichzeitige Bearbeitung mit mehreren Entwicklungszweigen („Branches“) eines Projektes.

 

 

Continuous Integration

Ein Continuous-Integration-Server kann automatisiert aus den einzelnen Software-Modulen einen Build erstellen und die Funktionen der Software automatisiert testen. Das Ergebnis der Tests wird als Bericht an die Programmierer zurückgespielt, damit diese, wenn nötig, Korrekturen vornehmen können. 

Inspiration trifft Automatisierung: Software-Entwicklung im TIA Portal

Großartige Funktionen im TIA Portal wurden von der IT-Welt inspiriert: Arbeiten Sie genauso perfekt miteinander verzahnt. Die Lösung lautet Continuous Integration – frei übersetzt „Kontinuierliche Optimierung der Software-Entwicklung“.

Stefan Kläber, Marketing Manager Automation Software and SIMATIC

Vier Schritte zu mehr Agilität

Ihr Weg zu Continuous Integration

Standardisierung als Basis, gemeinsames Engineering im Team, Verwaltung von Software-Änderungen mit Versionsständen und kontinuierliche Integration mittels eines Kreislaufs aus Projekterzeugung, Softwaretest und Ergebnisbewertung: Das ist Ihr Weg zu Continuous Integration.

In vier Schritten zum kontinuierlichen Workflow

In Zeiten komplexer werdender Maschinen und kontinuierlich steigender Anforderungen wird es immer wichtiger, die Software-Entwicklung in der Automatisierung zu optimieren. Häufig kommen Programmierer von Maschinen erst weit hinten im Entwicklungsprozess zum Einsatz – manchmal erst kurz vor der Inbetriebnahme vor Ort, ohne finalen Code. Zeitraubende, oft auch teure Fehler können die Folge sein. Um die wachsenden Herausforderungen zu bewältigen, helfen Methoden wie die Standardisierung, automatisierte Workflows und in den Entwicklungsprozess eingebundene Funktionstests.

Durchgängige Workflows für alle Disziplinen

Programmierer arbeiten häufig unabhängig von anderen Arbeitsschritten und beginnen meist am Ende des Entwicklungsprozesses von Maschinen mit ihrer Arbeit. Der SPS-Code wird also oft erst spät in der Entwicklungsphase einer Maschine geprüft, doch je später Fehler entdeckt werden, umso aufwändiger ist deren Behebung. Wenn mehrere Entwickler an einem Projekt arbeiten, fehlt oft die Transparenz bei Änderungen. Daher muss die Entwicklung standardisiert werden, um eine einheitliche Datenbasis, nahtlos miteinander verbundene Workflows und durchgängige Schnittstellen zu schaffen. So können alle Disziplinen effizient, zeitgleich und sicher an einem gemeinsamen Automatisierungsprojekt arbeiten. 

Verteiltes Arbeiten im Team

Komplexe Automatisierungsprojekte können am besten durch effiziente Teamarbeit umgesetzt werden. Durch minimierte Abstimmungsaufwände dank systemgestützter Verwaltung von Projektständen auf einer zentralisierten Ablage und die die perfekte Zusammenarbeit sowohl im Engineering als auch bei der Inbetriebnahme wird die Engineering-Zeit deutlich reduziert. Möglich wird das durch den neuen TIA Portal Projektserver und die Funktion TIA Portal Multiuser, die bereits in kleinen Automatisierungsteams viele Vorteile mit sich bringen und auch unternehmensweit zum Einsatz kommen können. 

Versionieren von Software-Änderungen

Software-Änderungen müssen umfassend dokumentiert werden, um im Entwicklungsprozess den Überblick zu behalten. Die Transparenz im Automatisierungsteam über den gesamten Maschinenlebenszyklus und die Nachverfolgbarkeit von Software-Änderungen sind essenziell. Versionierung kann sehr vielschichtig sein und anwender-abhängig umgesetzt werden. Die Möglichkeiten reichen von manueller Verwaltung über TIA Portal Bibliotheken hin zu externen Repositories, die mit dem neuen Version Control Interface in TIA Portal V16 über die Oberfläche im TIA Portal angesprochen werden können.

Optimale Funktionstests der Software

Für eine optimale Software-Qualität sollte der Funktionstest essenzieller Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein. Durch systemgestützte Applikations- bzw. Unit-Tests können Fehler bereits frühzeitig in der Entwicklung identifiziert werden. Die Basis für funktionelles Testen basiert auf SIMATIC Hardware und Beobachtungstabellen. Besser geht das mit PLCSIM Advanced. Der digitale Zwilling der S7-1500 Steuerung ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungsfällen – ganz ohne die SIMATIC Hardware vorauszusetzen. Dadurch werden auch Funktionstests im Team möglich, ohne reale Hardware am jeweiligen Arbeitsplatz. Mit der TIA Portal Test Suite lassen sich auf der TIA Portal Oberfläche Testfälle erstellen und dann auf die jeweilige Applikation anwenden. Eine virtuelle Inbetriebnahme wird möglich, indem zusätzlich mit Hilfe von SIMIT und beispielsweise NX MCD das Verhalten der Maschine zu simulieren. 

Erfahren Sie mehr zum Thema im Artikel im Digital Engineering Magazin

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Vorteile nutzen

Mit Continuous Integration das Engineering optimieren

Der Kreislauf aus raschen Änderungen und automatisierten Funktionstests mindert das Fehlerrisiko, steigert die Software-Qualität und macht den Entwicklungsprozess transparent. Zudem sorgen automatisierte Abläufe für Konsistenz und reduzieren den Zeitaufwand fürs Engineering.