Stoßfreie Redundanz in drahtgebundenen und drahtlosen Netzwerken
Kein Datenverlust mehr dank redundanter Kommunikation
Mit stoßfreier Redundanz optimieren Sie die Datenübertragung in Ihrem Netzwerk – sowohl bei drahtgebundener als auch drahtloser Kommunikation. Der Vorteil von stoßfreien Redundanzmechanismen ist, dass keine Daten mehr verloren gehen, wenn z. B. ein Teil des Netzwerkes überlastet ist oder ein Kommunikationspfad ausfällt. Redundant Network Access oder kurz RNA ist eine Möglichkeit stoßfreie Redundanz umzusetzen.
Wie funktionieren die Redundanzprotokolle PRP und HSR?
Mit Hilfe der beiden Redundanzprotokolle Parallel Redundancy Protocol (PRP) und High Availablilty Seamless Redundacy (HSR) werden die Telegramme doppelt übertragen. Redundante Netzwerkstrukturen erhöhen die Netzverfügbarkeit, aber bedeuten meist kurzzeitige Verzögerungen bei der Datenübertragung, wenn bei Ausfall einer Verbindung auf einen anderen Netzwerkpfad umgeschaltet wird. Jedoch nicht mit PRP und HSR! Die Übertragung der Telegramme wird auch im Fehlerfall bei beiden Verfahren immer ohne Zeitverlust sichergestellt. Somit ist ein neues Lernen der Kommunikationswege (Rekonfigurationszeit), wie bei den meisten anderen Redundanzverfahren, nicht notwendig. Das sorgt für höchste Verfügbarkeit in Ihrer Anlage.
Weitere Informationen zum Redundanzprotokoll PRP
Über zwei getrennte Netzwerke und mit dem Parallel Redundancy Protocol (PRP)-Verfahren gemäß Norm IEC 62439-3 lässt sich eine Netzwerkstruktur aufbauen. Bei einem Fehler in einem der beiden Netzwerke ist die Übertragung eines der beiden Telegramme immer gewährleistet. Das PRP-Redundanzverfahren ist z. B. in Applikationen der Fertigungs- und Prozessautomatisierung einsetzbar, die höchste Verfügbarkeit gewährleiten müssen. Dieses Redundanzprotokoll lässt sich sowohl in drahtgebundenen als auch drahtlosen Netzwerken über die Gerätefamilien SCALANCE X und SCALANCE W umsetzen.
Weitere Informationen zum Redundanzprotokoll HSR
In ringförmigen Netzstrukturen wird eine stoßfreie Datenübertragung für hochverfügbare Anlagen (z. B. in der Prozessautomatisierung) über das High Availability Seamless Redundancy Protocol (HSR)-Verfahren nach IEC 62439-3 realisiert. Die SCALANCE X204RNA-Geräte mit HSR-Funktionalität können zudem zum einfachen und redundanten Übergang von HSR- auf PRP-Netzwerkstrukturen eingesetzt werden. Beispielsweise in Substation-Applikationen bei der elektrischen Energieverteilung, wie in Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen, kommen die Redundanzverfahren HSR und PRP zum Einsatz.