Ausflug ins All

Das belgische Euro Space Center ermöglicht es seinen Besuchern mithilfe des Logikmoduls LOGO! für einige Minuten in die Haut eines Astronauten zu schlüpfen.
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Herausforderung

Auf den Spuren der Pioniere

Neben einem „Moonwalk“ in mondähnlicher Umgebung oder der „Wand der Schwerelosigkeit“ ist er unbestritten eines der Highlights des Erlebnisparks „Euro Space Center“ im belgischen Transinne: Ein originaler Mehrachsenstuhl zur Desorientierungsübung, der in den 1960er Jahren von der NASA gebaut wurde.

Mithilfe dieses Simulators bereitete die US-Raumfahrtbehörde ihre Astronauten auf Einsätze im All vor. Nun ermöglicht er es Besuchern des 1991 gegründeten Euro Space Centers für etwa eineinhalb Minuten in die Fußstapfen von Neil Armstrong oder Buzz Aldrin zu treten und sich wie die Weltraumpioniere zu fühlen. Wurde der auf drei Achsen über zwei Aluminiumringe schwenkbare Sessel bis 2015 noch per Hand bedient, sorgt nun das Logikmodul aus dem Hause Siemens für Drehzahlen bis zu 30 Umdrehungen pro Minute.

"Früher mussten unsere Mitarbeiter den Simulator über ein einfaches Handrad starten, die Drehzahl regulieren, den Stuhl abbremsen und anhalten", erzählt Catherine Vuidar, Marketing Manager des Euro Space Center. Bei mehreren Hundert Benutzern am Tag ist dies natürlich ein enormer Kraft-Aufwand. Dank LOGO! 8 verbesserte sich nicht nur die Nutzerfreundlichkeit, auch Lenkfähigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit wurden erhöht.

Für das ausführende Unternehmen Heinen war das Logikmodul nichts Unbekanntes. "Wir haben es bereits bei einigen Projekten eingesetzt, etwa zur Steuerung von Beleuchtungs- oder Heizanlagen", erzählt der leitende ­Entwicklungsingenieur Marc Radoux. So war das Team bereits mit den Programmierfunktionen von LOGO! 8 vertraut, was das gesamte Projekt deutlich beschleunigte. In gerade einmal zehn Monaten berechneten, testeten und justierten die Entwicklungsingenieure die Einstellungen des Steuer­programms.  

Lösung

Mit LOGO! 8 perfekt steuern

Das Logikmodul ermöglicht es, den Stuhl sowie die beweglichen Ringe beim Start in die richtige Achse zu positionieren und beim Anhalten exakt neu auszurichten.

„Um die Sicherheit des Systems zu verbessern, haben wir an genau definierten Stellen des Simulators zwei Sensoren angebracht“, erklärt Radoux. Diese Sensoren sind mit LOGO! 8 verbunden und ermöglichen es, den Stuhl sowie die beweglichen Ringe beim Start in die richtige Achse zu positionieren und beim Anhalten perfekt neu auszurichten. So wird verhindert, dass der auf dem Stuhl Sitzende mit dem Kopf nach unten zum Stehen kommt – wie es vorher durchaus vorgekommen ist.

Für die Drehung des Mehrachsenstuhls sorgt nun ein – ebenfalls vom Logikmodul geregelter – Asynchronmotor, der an einen Frequenzregler angeschlossen ist. Dieser übersetzt die Spannung in die Motordrehzahl. Marc Radoux erläutert: „Bei 0 Volt steht das ganze System still. Die maximale Spannung von 10 Volt entspricht der maximalen Drehzahl des Motors von 3600 U/min. Dadurch ergibt sich eine maximale Drehzahl des Stuhls von 30 U/min.“ Momentan lässt sich der Simulator in drei Geschwindigkeits- und Intensitätsstufen – langsam, schnell und sehr schnell – steuern.

Wir könnten mit LOGO! 8 unendlich viele Szenarien und Stufen programmieren.
Marc Radoux, Entwicklungsleiter Euro Space Center
Kundenvorteil

Unendliche Möglichkeiten

LOGO! 8 erleichtert nicht nur den Mitarbeitern die Arbeit, auch die technischen Möglichkeiten, die das Logikmodul bietet sind nahezu unbegrenzt.

„Aus technischer Sicht gibt es jedoch keinerlei Einschränkungen“, so Radoux weiter. „Wir könnten also mit LOGO! 8 unendlich viele Szenarien und Stufen programmieren.“ Um den Sicherheitsaspekt zu verbessern, gibt es nun auch einen Not-Halt. Über das Display der Steuerung werden die Spannungs- und Geschwindigkeitsparameter in Echtzeit angezeigt.

So wird nicht nur den Mitarbeitern des Euro Space Center die Arbeit erleichtert. Auch die Besucher des Erlebnisparks können dank LOGO! 8 ein intensives und perfekt ausgesteuertes und automatisiertes Erlebnis aus der aufregenden Welt der Astronauten erleben. Marc Radoux: „Das Projekt ist derart erfolgreich, dass wir sogar einen mobilen Mehrachsenstuhl entwickelt haben. Und auch ein drittes Projekt ist bereits in der Umsetzung.“

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