Edles Design, effizient produziert

Wie stellt man sicher, dass ein Produkt ressourceneffizient hergestellt wurde? Bette nutzt dazu ein umfassendes Energiemanagement und verfolgt den Energieverbrauch in seiner Produktion detailliert nach.
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Herausforderung

Transparenz trifft Effizienz

Eleganz und Leichtigkeit: Bette Produkte schaffen Freiräume in der Badezimmergestaltung. Die edlen Badelemente sind dabei nicht nur schön und edel im Design, sondern auch hochwertig und nachhaltig produziert.

Einzigartige Technologie ermöglicht elegante Formen.

Viele der Produkte von Bette sind fast schon Unikate. „Wir produzieren in unserer automatisierten Serienfertigung Produkte in über 600 verschiedenen Farben und Ausstattungen“, so Mark Becker, Energiemanager bei Bette. „Nimmt man alle Kombinationsmöglichkeiten zusammen, haben wir mehrere Millionen Produkte in unserem Portfolio, die wir dank unserer hochmodernen Produktion innerhalb kürzester Zeit produzieren und liefern können.“ Diese große Produktvielfalt stellt nicht nur die Automatisierungstechnik vor einige Herausforderungen. Auch die Überwachung und Optimierung des Ressourceneinsatzes, insbesondere der Druckluft für die Formgebung, ist für die Verantwortlichen bei Bette ein wesentlicher Faktor für eine wirtschaftliche Produktion.

Bette GmbH & Co. KG

Von edlem Stahl fasziniert

Seit 1952 produziert das Familienunternehmen Bette in Delbrück architektonische Badelemente aus rein natürlichem glasiertem Titan-Stahl. Durch ein einzigartiges Verfahren erzielt Bette eine besonders dünne, einheitliche Stahlstärke. Dadurch kann das Unternehmen innovative Formen und Gestaltungen realisieren, die außerdem besonders langlebig und robust sind.

Individuelle Formen und völlig neue Designlösungen sind gleichzeitig schön und funktional.

Einen Teil der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten können Besucher im Showroom bei Bette in Delbrück besichtigen und sich Inspirationen für ihr Badezimmer holen. Nur wenige dürften sich dabei für die Technologie interessieren, mit der Bette die Leichtigkeit der Formen und Designs erzeugt. „Unsere Produkte werden aus rein natürlich glasiertem Titanstahl geformt – und zwar in einem ganz besonderen Verfahren“; erklärt Mark Becker, Energiemanager bei Bette. „Dabei wird der Stahl nicht gestreckt, sondern in einem Tiefziehverfahren fließend in Form gezogen.“ Die Grundformen werden dann individuell beschnitten und bearbeitet. Neben dem Design steht bei Bette auch die Nachhaltigkeit im Fokus: „Unsere Produkte sollen nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch effizient gefertigt werden – darauf achtet bei uns der Chef sogar persönlich“, so Mark Becker weiter.

Unsere Produkte sollen nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch effizient gefertigt werden – darauf achtet bei uns der Chef sogar persönlich.
Mark Becker, Energiemanager, Bette GmbH & Co. KG
Lösung

Energieflüsse lückenlos überwachen

Bette hat in den vergangenen Jahren stark in eine effiziente Produktion investiert. Kernstück des Energiemanagement ist eine integrierte Lösung, mit der das Unternehmen seine Energieflüsse detailliert überwachen und auswerten kann – und die dem Unternehmen auch vielfältige Optionen für eine weitere Optimierung seiner Prozesse bietet.

Eine integrierte Lösung für die Überwachung der Energieflüsse schafft Transparenz

Im Zuge des Projektes hat Bette den Maschinenpark und die Systeme für die Drucklufterzeugung und -verteilung modernisiert und dabei darauf geachtet, dass besonders effiziente Komponenten eingesetzt werden. Lieferanten müssen Motoren mit der Energieeffizienzklasse IE3 gemäß IEC 60034-30 einsetzen und Maschinen so wenig Druckluft wie möglich verbrauchen. Außerdem wurden nicht nur die neuen, sondern auch vorhandene Maschinen und Anlagen mit Systemen ausgerüstet, die den Energieverbrauch erfassen. Neben zahlreichen SENTRON PAC3200 Energiemessgeräten sind in den Kompressoren der Drucklufterzeugung SIMATIC ET 200SP AI Energy Meter installiert. Der Druckluftverbrauch in den einzelnen Abteilungen wird ebenfalls über SIMATIC ET 200SP Systeme erfasst. Für die Projektierung der gesamten Messtechnik nutzte Bette die SIMATIC Energy Suite, ein Werkzeug, mit dem sich Energiemessstellen einfach in die Automatisierungssoftware integrieren lassen. Der entsprechende Baustein für ein Energieobjekt wird per Drag&Drop in die Projektierung gezogen und muss anschließend nur noch parametriert werden. Die Daten laufen in zwei eigens installierten SIMATIC S7-1500 Steuerungen zusammen, die jeweils die Verbrauchsdaten für die elektrische Energie in der Produktion und den Energieverbrauch der Drucklufterzeugung erfassen. Von dort aus werden die Daten dann an das SCADA-System SIMATIC WinCC Professional und den SIMATIC Energy Manager PRO übermittelt.

Vorteile

Basis für Effizienz

Mit den Daten aus dem Energiemanagement kann Bette nicht nur die Anforderungen der Norm EN 16247 erfüllen, sondern auch seine eigenen Unternehmensziele besser verfolgen und umsetzen.

Die Systeme ergänzen sich perfekt.

Mark Becker kann die Energieströme sowohl in WinCC als auch im Energy Manager PRO darstellen: „In SIMATIC WinCC sehen wir die Energieströme zusammen mit weiteren Produktionsinformationen sekundenaktuell und haben so einen guten Überblick, was gerade wo verbraucht wird. Zusätzlich lassen sich die Daten in entsprechenden Dashboards im Energy Manager analysieren und auswerten. Dadurch können wir Verbrauchsdaten den Abteilungen zuordnen, Kennzahlen ermitteln, überwachen und vergleichen – eben alles, was wir zur Bewertung unserer Energieeffizienz brauchen.“

Um beurteilen zu können, wie effizient wir mit Energie umgehen, braucht es zuerst Transparenz. Mit unserem Energiemanagementsystem haben wir jetzt alle Möglichkeiten.
Mark Becker, Energiemanager, Bette GmbH & Co. KG

Derzeit arbeitet Bette daran, die noch fehlenden Systeme in das Energiemanagementsystem einzubinden und erweitert parallel die Möglichkeiten zur Daten- und Verbrauchsanalyse. Eine Erweiterung des Systems ist bereits fest geplant: das Lastmanagement der Anlagen. Derzeit arbeitet Bette hier noch mit einer Lösung des Energieversorgers, wird dies aber zukünftig selbst übernehmen. „Aktuell arbeitet dieses System noch relativ starr durch An- und Abschalten von Aggregaten. Hier versprechen wir uns von einem modernen System durchaus einiges an Einsparungsmöglichkeiten“, fügt Mark Becker hinzu. „Und das integrierte Energiemanagement schafft dafür die Basis. Die Daten der Maschinen und Anlagen sind vernetzt, wir wissen, was wo und warum verbraucht wird, und können dann Aggregate sinnvoll an- und abschalten.“

Portfolio

Mehr als Energiemanagement

Mit der integrierten Lösung für das Energiemanagement profitiert Bette nicht nur von mehr Transparenz beim Energieverbrauch. Die abgestimmten Komponenten des Systems können zusätzlich Betrieb und Instandhaltung unterstützen und den Weg für weitere Optimierungen ebnen.