Die digitale Braumanufaktur im Blick

Dank der Steuerung SIMATIC S7-1200 schmecken die abgefüllten Biere der Störtebeker Braumanufaktur auch zuhause wie frisch gezapft.
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Herausforderung

Das perfekte Mitbringsel

Die Braumanufaktur Störtebeker bietet in der Elbphilharmonie in Hamburg ein breites Portfolio an selbstgebrauten und auch selbstkreierten Bieren an – sowohl zum Trinken vor Ort, als auch zum Mitnehmen.

Aus bis zu 17 unterschiedlichen Sorten kann man in der Elphi wählen frisch vom Fass, jede in der für sie optimalen Genusstemperatur. Der Geschmack reicht von ­zitronig-frisch bis schokoladig-herb. Handwerklich gebraut kommt das Bier entsprechend dem Reinheitsgebot ohne Zusatzstoffe aus Aromen wie Bitterschokolade, Rumtopf oder Grapefruit entstehen allein aus den ausgewählten Rohstoffen wie besonderen Hopfensorten oder Spezialmalzen bzw. durch die Veredlung im Holzfass. So hat Braumeister Jens Reineke für eine limitierte Sonderedition das Nordik-Porter in einem alten Portweinfass reifen lassen.

Wer zwischen Baltik-Lager, Roggen-Weizen, Scotch-Ale oder den anderen 14 Spezialitäten sein Lieblingsbier gefunden hat und zu Hause wie frisch gezapft genießen möchte, lässt es sich in einen sogenannten Growler abfüllen. Die braunen Henkelflaschen haben mit der amerikanischen Craft-Beer-Bewegung geradezu Kultstatus erreicht und sind mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Der 0,85-Liter-Growler von Störtebeker wurde zusammen mit einer Glasmanufaktur designt und ist derzeit exklusiv in der Elphi erhältlich. Über einen neu maßgeschneiderten Füller kommt das fassfrische Bier ohne Qualitätseinbußen und braufrisch in die Flasche. Ein perfektes Mitbringsel aus der Elbphilharmonie.

Kunde

Hanseatische Bierkultur vom Feinsten

Arktik-Ale, Eis-Lager, Nordik-Porter oder Polar-Weizen: So heißen nur einige der insgesamt 17 verschiedenen Störtebeker Brauspezialitäten aus Stralsund. Doch nicht nur\in Mecklenburg-Vorpommern feiern die Biere Erfolge.

Mittlerweile kann man die Störtebeker Welt auch in ganz Deutschland entdecken, sowohl in zahlreichen Einzel­handelsgeschäften als auch in der Gastronomie und nicht zuletzt in der Elbphilharmonie, der derzeit wohl gefragtesten Adresse von Hamburg. Die sogenannte Elphi beinhaltet neben mehreren Konzertsälen unter anderem auch ein Hotel, Lokale oder die für ihre Aussicht berühmte, öffentlich zugängliche Plaza in 37 Meter Höhe.

Die Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund ist eine inhabergeführte, mittelständische Brauerei und fühlt sich der 800-jährigen Brautradition aus Hansezeiten verpflichtet. Die Brauer aus dem Norden verknüpfen alte Rezepte mit neuen, kreativen Brauideen. Davon kann man sich in den drei Störtebeker Gastronomien in Hamburgs neuem Wahrzeichen überzeugen: Neben dem "Deck & Deli" auf der Plaza der Elbphilharmonie und dem Restaurant mit großem Bartresen im 5. Obergeschoss ist das "Taste & Shop" in der 6. Etage das große Flaggschiff der Brauerei.

Lösung

Weltweit eingesetzte Technik

Die Abfüllstation für den Growler, an welche bis zu 21 verschiedene Brauspezialitäten angeschlossen werden können, kommt aus Österreich. Sie wurde vom mittelständischen Brauerei-Ausrüster Alfred Gruber entwickelt und ist weltweit vielfach bewährt.

Top-Brauereien aus Europa, vor allem aber auch aus Übersee, setzen auf die Technik und Kompetenz des Familienunternehmens aus der Nähe von Salzburg. Automatisiert wird der Growlerfüller – wie auch andere Flaschen- und Faßabfüllanlagen von Gruber – mit SIMATIC. Durch den weltweiten Trend zu kleinen aber feinen Brauereien sind die für ihre Qualität bekannten Anlagen aus Österreich weltweit gefragt und auch in den entlegensten Winkeln der Welt im Einsatz. „Für uns zählen Robustheit und Verfügbarkeit – für beides steht Simatic in besonderer Weise. Die weltweite Verfügbarkeit von Simatic-Komponenten sowie die Möglichkeit zur Ferndiagnose spart uns weite Reisen, wenn es beim Kunden zu einer Störung kommen sollte“, so Alfred Gruber, der das Unternehmen in zweiter Generation führt.

Bedient wird der Füller über ein SIMATIC HMI KP300 Basic Panel. Im Schaltschrank sorgt ein SIMATIC S7-1200 Controller dafür, dass das Bier auch zu Hause wie frisch gezapft schmeckt. So wird der Growler zunächst mit Wasser ausgespült, bevor dann durch definierte CO2-­Spülungen eine sauerstofffreie Atmosphäre im Flaschen­inneren erzeugt wird. Dieser erste Schritt ist besonders wichtig, da jeder Sauerstoffeintrag zu ungewünschter ­Oxidation des Bieres führt, was einen Qualitätsverlust bedeuten würde. Anschließend wird erneut CO2 eingeleitet und der Growler auf den Druck vorgespannt, der dem ­Sättigungsdruck des jeweiligen Bieres entspricht. So wird ­verhindert, dass das im Bier gelöste CO2 beim Befüllen ausgast und schäumt. Die Befüllung selbst wird mittels Ventiltechnik und auf Grundlage zweier Druckmessungen, in Bierleitung sowie Flasche, gesteuert. Ein induktiver Durchflussmesser sorgt schließlich dafür, dass die Füllmenge von 0,85 l exakt eingehalten wird. Für Messen und Veranstaltungen sowie exklusive Gastronomiepartner haben Jens Reineke und Alfred Gruber zudem gemeinsam eine kleinere transportable Anlage für bis zu 6 Sorten ­konstruiert und realisiert. Funktion, Automatisierung und Bedienung sind identisch.

Kundenvorteile

Die Braumanufaktur der Zukunft setzt auf Digitalisierung

Der Erfolg der Störtebeker Brauspezialitäten beruht auf dem hohen handwerklichen Können seiner Brauer und Braumeister. Nicht erst seit Eröffnung der Elbphilharmonie ist die Nachfrage aus Gastronomie und Handel so groß, dass am Standort Stralsund kontinuierlich in Technik und Technologie investiert wird.

In Zukunft möchten wir noch schneller und effizienter sein, um den sich verändernden Bedürfnissen und Wünschen der Konsumenten zu begegnen.

Jens Reineke, Braumeister Störtebeker Braumanufaktur

„Zukünftig werden wir bei allen Anlagen konsequent die Idee von Industrie 4.0 umsetzen“ erzählt Jens Reineke und gibt ein Beispiel: „Energetisch sind viele Teilanlagen mittlerweile so weit optimiert, dass Einsparungen nur noch im Bereich von wenigen Prozent möglich sind. Erst eine Gesamtsicht auf alle Energiedaten sowie die intelligente Vernetzung des gesamten Betriebes machen es möglich, Konzepte zu entwickeln, die wirklich etwas bringen.“ Ziel ist in diesem Zusammenhang eine weitgehende Dekarbonisierung der Brauerei sowie eine möglichst hohe Schonung der Ressourcen, nicht zuletzt in Bezug auf die hochwertigen Rohstoffe.

Ein weiterer Bereich, den man in naher Zukunft mit Hilfe der Digitalisierung angehen wird, ist die Abfüllung, Verpackung und Logistik in der Braumanufaktur. „Gerade hier möchten wir in Zukunft noch schneller und effizienter sein, wenn es darum geht den sich verändernden Bedürfnissen und Wünschen der Konsumenten in verschiedensten Märkten zu begegnen.“ so Reineke. Die Begeisterung, mit welcher der Braumeister von der Zukunft spricht, macht deutlich: Handwerkskunst und Digitalisierung sind kein Widerspruch, sondern ergänzen sich optimal. Zu den festen Vorgaben in den Lastenheften der Zulieferer gehört die Simatic als Automatisierungskomponente. „Denn“, so Reineke, „Datendurchgängigkeit ist die Basis eines digitalen Unternehmens und die lässt sich mit einem einheitlichen System einfach leichter realisieren.“

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