Das ist der Nutzen des Digitalen Zwillings 

Digitale Zwillinge optimieren Prozesse über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine

Zusätzlich zur Werkzeugmaschine auch den digitalen Zwilling der Maschine erstellen? Dass sich diese Investition lohnt, steht eigentlich außer Frage. Denn Eines ist klar: Der digitale Zwilling trägt maßgeblich zur Optimierung verschiedenster Prozesse sowohl während des Engineerings aber auch während des Betriebs der Maschine bei. Und mit dem richtigen Geschäftsmodell ermöglicht der digitale Zwilling Maschinenherstellern, zusätzliches Business rund um die Werkzeugmaschine zu generieren. Im Folgenden wollen wir exemplarisch einige Szenarien aufzeigen, in denen der digitale Zwilling der Werkzeugmaschine erheblichen Mehrwert bietet.

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Digitale Zwillinge von Werkzeugmaschinen tragen einerseits ganz erheblich dazu bei, den Engineering-Prozess beim Maschinenhersteller zu optimieren. Denn der digitale Zwilling hilft Prozessschritte zu parallelisieren, die in der Vergangenheit Schritt für Schritt nacheinander abgearbeitet wurden. Dadurch kann der Gesamtprozess erheblich verkürzt werden. Ganz konkret geht es um den Einsatz von digitalen Zwillingen in der mechanischen Entwicklung der Maschine, im Engineering der Automatisierung sowie bei Test- und Abnahmeprozessen.

Ein Beispiel für die Optimierung des Engineering-Prozesses

Mit einem digitalen Zwilling der Maschine kann das Engineering der Automatisierung bereits vor der Verfügbarkeit der realen Prototypmaschine begonnen werden.

Dadurch ergibt sich nicht nur ein enormer Zeitvorteil. Auch können aus dem virtuellen Engineering der Automatisierung unter Umständen wichtige Erkenntnisse abgleitet werden, die wiederum in die mechanische Konstruktion zurückfließen.

Investitionen in teure reale Prototypen der Maschine können somit merklich reduziert, wenn nicht sogar komplett eliminiert werden. 

Ein Beispiel für die Optimierung des Verkaufsprozesses

Viele Maschinenbetreiber wünschen sich vor dem Kauf die Vorführung der Wunschmaschine oder zumindest eines vergleichbaren Maschinentyps. Insbesondere bei Spezialmaschinen oder Maschinen, die in einer hohen Varianz angeboten werden, ist dies in der Realität häufig nicht möglich. Der digitale Zwilling der Maschine in einem „virtuellen Showroom“ hilft in diesem Fall, den letzten Schritt zum Vertragsabschluss zu gehen.

Im virtuellen Showroom kann der Maschinenhersteller Beratung bieten und Maschinenbetreiber können ihre Kaufentscheidung absichern.

Ein Beispiel für die Optimierung des Maschinenabnahmeprozesses

Viele Werkzeugmaschinen werden, zumindest in Teilen, gemäß den Wünschen des Betreibers individuell entwickelt. Sicherlich werden diese individuellen Anpassungen im Vorfeld abgestimmt. Dennoch besteht die Gefahr, dass die konkreten Lösungen nicht exakt den Vorstellungen des Betreibers entsprechen. Dies wird meist erst bei der Maschinenabnahme am Einsatzort transparent. Eine Maschinenvorabnahme auf Basis eines digitalen Zwillings ist daher eine ideale Lösung, um finanzielle Risiken seitens des Maschinenherstellers zu minimieren.

Die Einhaltung des Übergabetermins kommt aber auch dem Betreiber zugute, speziell dann, wenn die Herstellung von Werkstücken auf der Maschine wiederum mit konkreten Lieferterminen verknüpft ist.

Ein Beispiel für ein Geschäftsmodell

Eine Werkzeugmaschine ist dann am produktivsten, wenn sie Späne produziert. Daher sollten möglichst alle Tätigkeiten, die zu unproduktiven Zeiten führen, konsequent in die CNC-Arbeitsvorbereitung verlagert werden. Auch hierfür ist ein digitaler Zwilling ein ideales Hilfsmittel: Ob Bauteile gefertigt werden können, lässt sich ohne Stillstand der Maschine feststellen. CNC-Programme können auf mögliche Kollisionen des Werkzeugs mit Spannmittel oder Maschinenteilen vorab geprüft werden. CNC-Programme für neue Fertigungsaufträge können „offline“ eingefahren werden, solange die Maschine noch im Span ist. Last but not least kann neues Bedienpersonal eingewiesen werden, ohne die Maschine zu blockieren. Ein digitaler Zwilling ist dabei nicht nur ein Mittel, um die Verfügbarkeit der Maschine zu erhöhen. Der digitale Zwilling als ergänzendes Produkt zur Werkzeugmaschine bietet dem Hersteller auch die Möglichkeit, den Nutzen des Betreibers in zusätzliches Business zu überführen.

Fazit

Digitale Zwillinge bilden also eine optimale Basis für zusätzliche Wertschöpfung seitens der Maschinenhersteller – sowohl im eigenen Haus als auch gegenüber ihren Kunden. Neben vielen konkreten Einzelnutzen helfen digitale Zwillinge, das Image von Werkzeugmaschinenherstellern zu stärken. Stellen sie ihren Kunden neben der realen Maschine einen digitalen Zwilling der Maschine bereit, strahlt dies Kompetenz, Sicherheit, Vertrauen und Innovationskraft aus. Digitale Zwillinge sind somit eine wichtige Marktbotschaft für Maschinenhersteller.