Gateway für Kurzschlussanzeiger

Gateway for short-circuit indicators - SICAM FCG - perspective view

SICAM FCG

Das Kommunikationsgerät SICAM Fault Collector Gateway (FCG) empfängt sowohl die Laststromwerte als auch Leitungsfehler über den SICAM Fault Sensor Indicator (FSI). Die empfangenen Informationen zu Status und Ereignissen werden basierend auf dem Protokoll IEC 60870-5-104 an die Leitstelle oder mit dem Protokoll XMPP an den Siemens FLiC-Service übertragen. Der vom SICAM FSI erkannte Fehler wird dem SICAM FCG innerhalb einer Entfernung von 100 Metern über Kurzstreckenfunk (SRR) mitgeteilt. Das SICAM FCG verfügt über 6 Binäreingänge und 3 Binärausgänge. Konfiguration und Diagnose des Geräts können lokal mit dem Web GUI über eine Verbindung zum PC oder Laptop durchgeführt werden oder von fern auf Basis des Mobilfunkstandards GPRS (General Packet Radio Service). Das SICAM FCG hat ein Gehäuse aus Kunststoff und für zusätzlichen Schutz wird die Installation in einem Metallschrank dringend empfohlen. Die GSM- und Kurzstreckenfunk-Antennen werden im Metallschrank installiert. Firmware und Parameter des SICAM FSI können vom SICAM FCG aus aktualisiert werden. Über das Web GUI des SICAM FCG können die Parameter eingestellt, Fehler- und Ereignisberichte angezeigt, Firmware aktualisiert und die Konfiguration heruntergeladen werden.

Eigenschaften & Funktionen

Gateway für Kurzschlussanzeiger SICAM FCG

Binärschnittstellen

  • Auf Klemmenblock L sind alle 3 Binäreingänge unabhängig und besitzen eine fest eingestellte Schwellwertspannung von 8 V. Auf Klemmenblock P besitzen 2 Binäreingänge eine gemeinsame Wurzel (P8, P9, P10), 1 Binäreingang (P11, P12) ist unabhängig. Die Schwellwertspannung der Binäreingänge lässt sich auf 19 V DC, 88 V DC oder 176 V DC einstellen. Somit ist eine optimale Anpassung an die Ansprechspannung bei erhöhtem Störpegel möglich. 
    Die Binärausgänge sind als Relaiskontakte ausgeführt. Klemmenblock P verfügt über 2 Relaisausgänge NO (normally open) und einen Relaisausgang CO (change over). Die Relais können Spannungen bis 250 V AC/DC und Ströme bis 5 A AC/DC schalten.

Kommunikation

  • Das Kommunikationsgerät SICAM FCG fungiert als Gateway-Gerät im Kommunikationsnetz zwischen SICAM FSIs und Leitstelle. Es stellt Schnittstellen zur Verfügung und unterstützt Kommunikationsprotokolle zu den SICAM FSIs (über Kurzstreckenfunk) und zur Leitstelle (über Mobilfunknetze). Das Gateway enthält eine gemeinsame Funktion für den Kommunikationsaustausch zwischen SICAM FSIs und Leitstelle. 
    Die verschiedenen Kommunikationsschnittstellen und Protokolle stehen für die Kommunikation zwischen SICAM FCG und der Leitstelle zur Verfügung. Das SICAM FCG verfügt über eine Ethernet-Schnittstelle für die Geräteparametrierung und -überwachung. Die Kommunikationsschnittstelle unterstützt Geräteparametrierung und die Übertragung von Meldungen und Messwerten. Die Informationen werden gesichert über Telegramme übermittelt.

GMS Modul

  • Das Modul unterstützt 4 Frequenzbänder: 850 MHz, 900 MHz, 1800 MHz und 1900 MHz. 
    Die Kommunikation mit der Leitstelle kann per IEC 60870-5-104 über IPSec-Tunnel (Internet Protocol Security) und GSM stattfinden. Einstellungen und lokale Diagnose sind per GSM auch von Ferne möglich. Die Kommunikation mit dem Siemens FLiC-Service basiert auf XMPP und GSM.

Kurzstreckenfunkmodul

  • Das Kurzstreckenfunkmodul kommuniziert über eine Funkverbindung im lizenzfreien 2400-MHz-Band innerhalb von 100 Metern direkt mit dem SICAM FSI. Störungen in Freileitungen oder andere Zustandswechsel, die das SICAM FSI erkennt, werden über das Kurzstreckenfunkmodul an das SICAM FCG kommuniziert.

Zeitsynchronisation

Das Gerät benötigt im Betrieb für alle zeitrelevanten Prozesse Datum und Uhrzeit. Somit ist bei der Kommunikation mit peripheren Geräten eine einheitliche Zeitbasis gewährleistet und eine Zeitstempelung möglich. Folgende Arten der Zeitsynchronisation werden gemäß Parametrierung ausgeführt:

  • Externe Zeitsynchronisation über Network Time Protocol (NTP) (empfohlen, siehe 7.3.1 Zeitsynchronisation)

  • Interne Zeitsynchronisation per Real-Time Clock (RTC) (bei nicht vorhandener externer Zeitsynchronisation)

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