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Stadt Nürnberg stattet U-Bahnhöfe mit Brandschutz- schalter 5SM6 aus

     
Herausforderung

Brandschutz im Fokus

Bei der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg dreht sich alles um den Passagier. Neben Bussen und Straßenbahnen stellt der Nahverkehrs-Dienstleister den Betrieb von drei U-Bahn-Stammlinien sowie zwei Verstärkerlinien sicher. Das Streckennetz der U-Bahnen ist rund 36 Kilometer lang und wird von durchschnittlich 322.000 Fahrgästen täglich frequentiert. Das bringt nicht nur logistische Herausforderungen mit sich. Als Betreiber des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ist die VAG für die Sicherheit der Passagiere verantwortlich. Bei der Modernisierung der U-Bahn-Stationen wurden auch die elektrischen Anlagen erneuert – und unter anderem mit dem Brandschutzschalter 5SM6 auf den neuesten Sicherheitsstand gebracht.

 

Der Fokus der VAG lag insbesondere auf der Brandprävention. Und hier spielt die Elektroinstallation eine wesentliche Rolle: Sogenannte serielle Fehlerlichtbögen in elektrischen Leitungen zählen zu den häufigsten Brandursachen. Sie können beispielsweise durch beschädigte Kabelisolierungen oder gequetschte Leitungen entstehen und in Folge dessen zu Bränden führen. Gängige Schutzeinrichtungen wie FI- und Leitungsschutzschalter können serielle Fehlerlichtbögen jedoch nicht erkennen. Diese Schutzlücke schließen Brandschutzschalter. Die Schutzgeräte sind in Nordamerika seit vielen Jahren vorgeschrieben. Mit dem Brandschutzschalter 5SM6 führte Siemens die Technologie als einer der ersten Hersteller in den IEC-Markt ein. Mittlerweile hat sich auch in Europa die Normenlage geändert. Gemäß IEC 60364-4-42 empfiehlt es sich seit 2014 dringend, Brandschutzschalter einzubauen. Hinzu kommt die deutsche Norm DIN VDE 0100-420. Seit ihrer Veröffentlichung im Februar 2016 gilt der Brandschutzschalter in besonders gefährdeten Bereichen als „anerkannte Regel der Technik“. Dazu gehören unter anderem  Flughäfen und Bahnhöfe, Produktionsbetriebe der Holz-, Papier- und Textilindustrie, Museen, Kindertagesstätten oder Seniorenresidenzen.

Lösung

Ungewollte Fehlerlichtbögen aufspüren

Noch in der Planungsphase erhielt die Stadt Nürnberg ein Versuchsexemplar des Brandschutzschalter 5SM6 von Siemens, das zunächst auf der Strecke der U2 getestet wurde. Schnell war klar, dass die Brandschutzschalter Bestandteil der Ausschreibung für die Revitalisierung der Bahnhöfe werden. In den bislang modernisierten U-Bahnstationen befinden sich insgesamt zwölf Brandschutzschalter, die je einen eigenen Stromkreis überwachen. Hinter dem Brandschutzschalter steckt die Siemens-Technologie SIARC: Das Gerät analysiert permanent die Stromwerte und das Hochfrequenz (HF)-Rauschen. Der integrierte Microcontroller erkennt unerwünschte Fehlerlichtbögen – und kann dabei harmlose Störquellen von gefährlichen Lichtbögen unterscheiden. Tritt ein unerwünschter Fehlerlichtbogen auf, schaltet der Brandschutzschalter den Stromkreis sicher ab. Es ist nicht nötig, den Brandschutzschalter zu warten. Die integrierte Selbsttestfunktion überprüft kontinuierlich seine Funktionsfähigkeit. Damit bietet er in Verbindung mit einem kombinierten FI-/Leitungsschutzschalter den perfekten Rundumschutz für Personen, Anlagen und Güter.
Nutzen

Präventiver Schutz gegen elektrische Brände

Mit den Brandschutzschaltern 5SM6 von Siemens lässt sich eine kritische Sicherheitslücke in der Elektroinstallation schließen.

Sie erkennen zuverlässig gefährliche Fehlerlichtbögen, die durch beschädigte Leitungen entstehen können. Bereits jetzt gelten die Geräte als „anerkannte Regel der Technik“ für besonders gefährdete Bereiche. Ab 2017 wird es an vielen Einsatzorten in Deutschland sogar verpflichtend, einen Brandschutzschalter einzubauen. Bei der Stadt Nürnberg setzt man auf die Geräte, um Mensch und Material rundum zu schützen.