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Sichere Elektroversorgung im Chemielabor

C.H. Erbslöh GmbH & Co. KG, Düsseldorf

Herausforderung

Sodaprodukte, Salze, Chlorkalk und sogar aus Italien importierten Schwefel hatte Großhändler Carl Hugo Erbslöh schon 1876 im Lieferprogramm. Seitdem hat sich das in Düsseldorf gegründete Unternehmen zu einem international gefragten Handelshaus für Spezialchemikalien und Industriemineralien mit weltweit 125 Mitarbeitern entwickelt. Die Kunden der C.H. Erbslöh GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen sind in allen Branchen zuhause – ob Lebensmittel-, Kosmetik-, Kunststoff- oder Elektronikindustrie. Für diesen hochspezialisierten Bedarf sind rund 2.800 Artikel ab Lager lieferbar. Bis zu 4.000 Tonnen Chemikalien und Mineralien werden in modernen Hochregalanlagen und Tanks am heutigen Firmenstandort in Krefeld gelagert. Die brandschutztechnischen Maßnahmen entsprechen höchsten Anforderungen, unter anderem aufgrund der für die Chemie-Industrie geltenden gesetzlichen Vorgaben. Und sie betreffen auch die Elektroinstallation. Mehrere Brandschutzschalter 5SM6 von Siemens schützen Labor und Mitarbeiter präventiv vor elektrisch verursachten Bränden.

Ein beginnender Schmorbrand im Labor zeigte im Herbst 2014 eine bis dahin unerkannte Schwachstelle in der Elektrik auf: Ausgelöst wurde die Hitzeentwicklung durch gelockerte Klemmen an der Steckdose. Dadurch entstanden hohe Temperaturen, die die PVC-Isolierung der Kabel sukzessive schmelzen und das Kupfer brüchig werden ließen. An der schadhaften Stelle bildeten sich dann serielle Fehlerlichtbögen. Sie können eine punktuelle Hitzeentwicklung von bis zu 6000°C verursachen. Auf der Suche nach einer geeigneten Lösung zur Absicherung der Labor-Steckdosen gegen entsprechende Gefahren wurde im ersten Schritt auf berührungssichere Steck-Klemmen, bei der sich keine Schrauben lösen können, umgestellt. Trotzdem war der spezifischen Gefährdung durch serielle Fehlerlichtbögen mit herkömmlichen Schutzgeräten zunächst nicht beizukommen. Denn Leitungs- und Fehlerstrom-Schutzschalter sind nicht auf die Detektion entsprechender Störungen ausgelegt.

Lösung

Eine Empfehlung des externen Gutachters brachte schließlich die Lösung: Der von Siemens entwickelte Brandschutzschalter 5SM6 erkennt gefährliche Fehlerlichtbögen automatisch und zuverlässig. Im Detektionsfall schaltet er den betroffenen Stromkreis sofort sicher ab. Bei C.H. Erbslöh wurden sämtliche Steckdosen an den Labor-Arbeitsplätzen sowie eine Steckdose für die laboreigene Spülmaschine mit insgesamt 13 Brandschutzschaltern nachgerüstet, davon acht in Kombination mit einem Leitungsschutzschalter und fünf mit FI/LS-Schaltern.

Kundennutzen

Durch den Einsatz von 13 Siemens-Brandschutzschaltern 5SM6 konnte das traditionsreiche Spezialchemikalien-Handelshaus C.H. Erbslöh in Krefeld eine bis dahin unerkannte Sicherheitslücke in der Elektroinstallation seines Labors schließen. Sowohl die Mitarbeiter als auch die sensible Labortechnik sind damit zuverlässig vor elektrisch verursachten Schmorbränden geschützt.