Eisackwerk-GmbH

Generatorschaltanlagen für das Wasserkraftwerk  in St. Anton (Italien)
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Ein umweltgeschützes Gebiet

Ein Wasserkraftwerk ist eine Herausforderung in Bezug auf Umweltschutz für den Kraftwerksbetreiber. Durch die unterirdische Verlegung der elektrischen Systeme wird die Landschaft möglichst geschont. Die Firma TROYER AG, die die gesamte elektromechanische Ausrüstung vom Wasserkraftwerk realisiert, hat sich für MV - Verteilungssysteme von Siemens entschieden, weil Siemens bisher immer ein verlässlicher Partner war.

Umbau vom Wasserkraftwerk St. Anton

Das Kraftwerk St. Anton im Norden von Bozen, Italien, ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen: Seit 1951 werden hier jährlich 270 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt; täglich sind es 750 bis 850 Megawattstunden (MWh). St. Anton ist damit Südtirols fünftgrößtes Wasserkraftwerk, die drei Turbinen liefern zeitweise bis zu 72 Megawatt (MW) Strom. Nach dem Umbau sollen die höchste Leistung auf 90 MW und die Jahresproduktion auf 300 Millionen Kilowattstunden steigen. Die Firma TROYER AG, die die gesamte elektromechanische Ausrüstung vom Wasserkraftwerk realisiert, hat sich für MV -Verteilungssysteme von Siemens entschieden.

Herausforderung

Synchronisierung der Generatoren mit dem Netz

Sankt Anton liegt am Rand der Stadt, es hat nicht wie ein Pumpspeicherwerk auch unten einen puffernden See. Hier sollten bei Volllast mechanisch an der Turbine 91,5 Prozent und hinter dem Generator elektrisch immer noch 89,9 Prozent Energieproduktion aus dem Wasserdruck herauskommen. Eisackwerk-GmbH, die das Kraftwerk betreibt, lässt es gerade modernisieren. Vom größten Wasserkraftwerksbau Italiens ist aber kaum etwas zu sehen, es soll umweltschonend sein: Alles, was nicht oben stehen muss, wird in untererdige Kavernen verlegt. Die drei neuen Peltonturbinen der Troyer AG werden 300 Meter tief im Berg arbeiten. Das neue Fallrohr für das Druckwasser zu den Turbinen wurde senkrecht abgeteuft. So wird das Wasser in der längsten vertikalen Druckleitung Europas stürzen. Der erzeugte elektrische Strom wird dann mit 13,8 kV Mittelspannung aus dem Berg herausgeführt und außen für das europäische Verbundnetz auf 220.000 Volt Hochspannung transformiert. Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2019 geplant. Dieser Umbau ist eine Herausforderung, auch für die Synchronisierung der Generatoren mit dem Netz! 

Wir haben eine langjährige Erfahrung mit Siemens aus früheren Projekten. Es ist wichtig, einen vertrauenswürdigen Partner zu haben.
Alexander Wild von der Troyer AG (Abteilungsleiter Elektrotechnik)

Die VB1 Generatorschaltanlage ist die perfekte Lösung für mehrere geschaltete Einspeisesysteme

Siemens konnte sich innerhalb dieses Projekts den Auftrag zur Lieferung von vier Generatorschaltanlagen vom Typ VB1 17,5kV (2000-5000 A) sichern. „Diese Generatorschaltanlage ist die perfekte Lösung für mehrere geschaltete Einspeisesysteme. Hohes Schaltvermögen und geringer Platzbedarf werden gefragt und sie bietet sie hier eine ideale Lösung an“ erzählt Maike Grossner, Projektleiterin bei Siemens.

Anlage mit dem Druckausleitkanal

Siemens konnte eine maßgeschneiderte Lösung anbieten, die den Herausforderungen der Anlage gewachsen war. 

Das flexible und kompakte Design war für uns entscheidend: Die Anlagen konnten in Reihen installiert werden. Drei Generatorschalt- anlagen wurden für die Kupplung der drei Synchrongeneratoren und die Vierte zum Schalten des 120 MVA Transformator auf Mittelspannungsebene geliefert, es konnte eine individuelle Lösung für diese Anlage erarbeitet werden.
Alexander Wild von der Troyer AG (Abteilungsleiter Elektrotechnik)

Die Umwelt schonen

Die bewährte Vakuumtechnologie des Siemens GCB Systems

Wasserkraftwerke wie St Anton werden für die Netzstabilität gebraucht, um das immer größere Stromnachfrage und -angebot von schwankender Stromerzeugung aus Sonne und Wind auszugleichen. Umweltfreundlichere Energieverteilung ist auch gefragt: Bei untererdigen Installationen ist es für den Kunden auch wichtig auf SF6 Gas zu verzichten. Mit seinen EcoTransparency Produkten und Systemen möchte Siemens ein Ökosystem schaffen, das auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht und Kunden unterstützt, Ressourcen optimal zu nutzen. Generatorschaltanlagen - als Bestandteil vom Siemens sogenannten Blue-Portfolio - sind mit Vakuumleistungsschaltern ausgestattet, der bewährten und zuverlässigen Siemens-Schalttechnik, welche SF6-frei ist und damit keine Gas-Überwachung erfordert!