Holland Energy Park

Lebensenergie für die ganze Stadt

Nähert man sich Holland von Osten, liegt der Energy Park als Eingangstor auf dem Weg. Lebenswichtige Infrastruktur in die Mitte der Gesellschaft zu rücken, bringt allen Beteiligten Vorteile: ausgestattet mit Kraft-Wärme-Kopplung-Technologie (KWK), einem Besucherzentrum und einem Schneeschmelzsystem, kann das neue Kraftwerk viel mehr, als nur die Lichter leuchten zu lassen.
Holland Board of Public Works

Energie für die Gesellschaft

Bereits 2011 entwickelte die Stadt einen Plan für eine nachhaltige und zuverlässige Energieversorgung in der Zukunft. Als der örtliche Energieversorger, Holland Board of Public Works (HBPW), schließlich ein neues Kraftwerk plante, orientierte man sich daran. Dementsprechend wurden auch umwelt-, gesundheits- und gesellschafsrelevante Aspekte des Vorhabens untersucht. Die Bürger wurden von Anfang an via Facebook, YouTube, per Post oder durch Fachvorträge in die Diskussion mit einbezogen. Das Ergebnis ist ein herausragendes Projekt, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert und HBPW fest im Herzen der Stadt verankert.

Wie kam es zu diesem ganzheitlichen Ansatz?
 

Anfangs ging es nur darum, das bestehende Kohlekraftwerk zu modernisieren. Dabei stellte sich heraus, dass zumindest auf Landesebene keiner mehr zur Kohle neigte. Es kam zu einem richtigen Interessenskonflikt – klar, wir konnten deren Standpunkt irgendwie verstehen, aber gleichzeitig wollten wir unser Schneeschmelzsystem erhalten und auch die eher unsichtbaren Vorteile, die Kohle bringt, wie zum Beispiel die Schiffe, die nach Holland kommen, behalten. Schließlich entschlossen wir uns, die Sache nochmals ganzheitlich zu betrachten. Irgendwie musste man das Problem doch lösen können! Dabei sind wir auf die Idee mit der Sustainable Return on Investment-Analyse (SROI) gekommen. Einer unserer Ingenieure hatte sie vorgeschlagen.

Wie hat die SROI-Analyse Ihre Entscheidung beeinflusst?
 

Das war wirklich ziemlich erstaunlich. Im Zuge der Analyse untersuchten wir alles nochmals neu: Wir schauten uns Kohle, Erdgas und erneuerbare Energien an, wir zogen sogar in Betracht, Strom aus dem Netz zu kaufen. Außerdem haben wir auch die meist eher versteckten Auswirkungen auf die Allgemeinheit geprüft. Wir haben also die wirtschaftliche, umwelttechnische, finanzielle und gesellschaftliche Wirkung jeder in Frage kommenden Lösung untersucht. Alle betroffenen Interessensgruppen wurden in die Diskussion eingebunden. Als mit der SROI-Analyse der beste Weg nach vorne immer klarer wurde, verschwand der ursprüngliche Konflikt, der das Projekt umgeben hatte, quasi von selbst.

 

Was erwarten Sie vom Besucherzentrum und dem Park, der das Kraftwerk umgibt?
 

Ich muss sagen, dass wir uns besonders auf das Besucherzentrum im Holland Energy Park freuen. Mit tatkräftiger Hilfe von Siemens haben wir versucht, das Zentrum so informativ wie möglich zu gestalten. Es gibt erklärende Videos und richtige Exponate, die man anfassen und erfühlen kann. Die Besucher lernen, wie in und für Gemeinschaften intelligente Entscheidungen zur Energieversorgung getroffen werden. Wenn sie wieder zu Hause sind, erinnern sie sich hoffentlich noch an ein paar Vorschläge, die ihnen Geld sparen und ihre Lebensqualität verbessern können. Im Übrigen glaube ich, dass die Spazierpfade im neuen Park ein attraktives Freizeitziel für unsere Mitbürger sein werden.

 

Welche Vorteile spezifisch für HBPW erwarten Sie von diesem Projekt?
 

An erster Stelle steht für uns natürlich unsere Aufgabe, die Gemeinde mit verlässlichem, sauberem und preisgünstigem Strom zu versorgen. Das haben wir definitiv erreicht. Außerdem konnten wir das Schneeschmelzsystem ausbauen und werden demnächst sogar Fernwärme anbieten. Aber bei diesem speziellen Projekt schwingen auch noch andere Aspekte mit: Da die Öffentlichkeit so eng in den Entscheidungsprozess mit eingebunden wurde, haben die Leute verstanden, dass wir nicht gegen, sondern mit den Bürgern arbeiten. Wenn große Bauteile durch eine Stadt transportiert werden, ist es nicht ungewöhnlich, dass Leute versuchen, einen Konvoi zum Beispiel per Sitzblockade aufzuhalten. Dieses Mal glich das Ganze eher einem Umzug; die Leute holten ihre Liegestühle heraus und beklatschten die Anlageteile. So ein positives Image zu verbreiten, das kann keinem Unternehmen schaden.

Holland, Michigan

Eine neue Lebensqualität

Als neues, attraktives Eingangstor zur Stadt trägt der Holland Energy Park wesentlich dazu bei, die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern. Weniger schädliche Emissionen, mehr Freizeitflächen und ein Schneeschmelzsystem haben einen positiven Einfluss auf das tägliche Leben ­– im privaten wie im geschäftlichen Bereich.
Verschaffen Sie sich einen Überblick über Siemens' Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung weltweit.

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Siemens

Technologie von Siemens ebnet Städten den Weg in die Zukunft

Siemens arbeitet weltweit mit zahlreichen Gemeinden daran, Infrastruktur intelligent zu entwickeln.

Mit seinem Kraft-Wärme-Kopplung-Kraftwerk (KWK) steht der Holland Energy Park für die Synergien, die sich aus enger, langjähriger Zusammenarbeit und einer auf Vertrauen basierten Partnerschaft ergeben.


Für den ehrgeizigen Plan, mit dem neuen Kraftwerk eine weltklasse Einrichtung aufzubauen, suchte HBPW sich Siemens als Partner aus: „Wir hatten schon in der Vergangenheit miteinander gearbeitet und HBPW war sich ziemlich sicher, dass wir die nötige Innovationskraft mitbringen und die Qualität passt“, erinnert sich Account Managerin Liz Galea. Mit der KWK-Anlage hat Holland jetzt eine absolut zeitgemäße Lösung, die gleichzeitig den Mittelpunkt eines städtischen Regenerationsprojekts bildet.


Solche Projekte funktionieren nur dank intensiver Zusammenarbeit und Koordination: Liz Galea ist für die Effizienz von Prozessen und Kommunikationskanälen verantwortlich. Für den Kunden ist sie der einzige Kontaktpunkt, eine Art Projektmanagerin, die in jeder Situation einen kühlen Kopf behält und die jederzeit die richtigen Leute innerhalb von Siemens ansprechen kann.


„Hinter den Kulissen war ein wirklich sehr großes Team von Siemens-Experten tätig, um die bestmögliche Lösung zu entwickeln und um relevante Vorlagen für rechtliche und administrative Fragen zu liefern“, sagt Galea. „Vor Ort war ein Team dafür verantwortlich, die Zusammenarbeit mit Zulieferern aus dem Ausland zu koordinieren. Zudem haben wir in einem kontinuierlichen Prozess die Punkte identifiziert, die für unseren Kunden wirklich essentiell sind. Die Ergebnisse haben wir dann über die Produktionslinien hinweg angewandt."

Das Projekt hat gezeigt, welche Kraft Siemens hat, sobald Produktgruppen und Divisionen wirklich als “ein Siemens” für den Kunden zusammenarbeiten.

Liz Galea, Account Manager, Ann Arbor, Michigan

Siemens war viel mehr als ein Hersteller oder Lieferant im Hintergrund. Das Besucherzentrum wird von Siemens aktiv unterstützt, Siemens war bei der Grundsteinlegung dabei und hat HBPW in vielen Belangen beraten. Innerhalb des Unternehmens war es ein vielbeachtetes Projekt. Liz ist sich sicher: „Das hat zum Gelingen beigetragen."

Als Account Managerin hat Liz Galea das Projekt von der ersten Idee bis hin zur Fertigstellung begleitet. Besonders begeistert ist sie von der engen Zusammenarbeit mit dem Kunden, sogar schon vor der Grundsteinlegung. Spannend fand sie es auch, immer neue Aspekte zu entdecken und gemeinsam die Zukunft einer nachhaltigen städtischen Infrastruktur für Holland zu entwickeln.

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