Modernisierung des brasilianischen Energiemanagement-systems

Brasilien

Herausforderung

In Brasilien konnte in den vergangenen Jahren eine robuste Wirtschaftsentwicklung beobachtet werden, einhergehend mit dem Ausbau der Energienetze und einer Zunahme dezentral verteilter und erneuerbarer Energieerzeuger. Dies geschah vor dem Hintergrund einer veralteten Energieinfrastruktur, die diesen Herausforderungen nicht gewachsen war. 


Das Versorgungsunternehmen Brazilian Electric Sector (BES), versorgt 98 Prozent der Haushalte des Landes mit Elektrizität und um den wachsenden Anforderungen an eine verlässliche Energieversorgung gerecht werden zu können, entschied sich das Unternehmen für eine umfassende Modernisierung seiner Netzinfrastruktur.

Hohe Priorität hatten dabei Investitionen in intelligente Technologien, um beispielsweise die wachsende Energienachfrage zu bedienen oder nichttechnischen Verluste zu reduzieren. Die Installation von Energiemanagementsystemen in Verbindung mit geografisch landesweit verteilten, vollintegrierten und redundanten Überwachungs- und Steuerungssystemen war eine unabdingbare Voraussetzung, um das Ziel einer modernen Energieinfrastruktur realisieren zu können.

Lösung

Es wurden fünf, mit der Nationalen Netzbetriebszentrale (CNOS) verbundene, Energiemanagementsysteme sowie vier regionale Betriebszentralen miteinander integriert. Das neue, mehrere Standorte umfassende System mit der Bezeichnung Reger (Energiemanagementsystem) – ist in der Lage, ein vollintegriertes landesweites Netz zu verwalten. Reger basiert auf einer Kombination aus bereits etablierten Produkten; dazu gehören der Informationsmodell-Manager PowerCC von Siemens und das offene Energiemanagementsystem Sage von Cepel. Das System stellt einen kontinuierlichen Zugang zu den Netzmanagement-Ressourcen sicher und gewährleistet die Sicherung wertvoller Betriebsdaten.


Die Lösung umfasst unter anderem eine erstklassige Projektarchitektur mitsamt zugehöriger Ressourcen und eine Hardware-Plattform der neuesten Generation mit Redundanzfunktionen.
Die einzelnen Betriebszentralen interagieren mit der technischen ONS-Datenbank, unterstützt durch modernste Funktionen für Cyber Security Funktionen. Eine globale Datenbank sorgt dafür, dass Daten in Echtzeit aktualisiert und zwischen den einzelnen Betriebszentralen konsistent gehalten werden. Geografisch verteilte, redundante und integrierte Überwachungs- und Steuerungssysteme unterstützen sämtliche Betriebsfunktionen. Ein innovatives „Evergreen“-Konzept sorgt mit modernster Technologie dafür, dass kritische Informationen ständig aktualisiert werden.

Kundennutzen

Durch die nun einheitliche Überwachungs- und Leitsystemplattform in den ONS-Betriebszentralen; kann jede dieser Zentralen die Aufgaben einer anderen übernehmen lassen, ohne dass dabei die Netzstabilität gefährdet wird.

 

Das bedingt neben einer deutlich höheren Zuverlässigkeit des Stromnetzes eine größere  Datensicherheit und  Betreiber können einen unterbrechungsfreien Betrieb ihrer Überwachungs- und Steuerungsprozesse gewährleisten.