Herausforderung

Die Ziegler Holzindustrie KG mit Sitz in Plößberg ist eines der europaweit größten Sägewerke und beschäftigt etwa 350 Mitarbeiter auf einem ca. 43 Hektar großen Gelände. Das Unternehmen verarbeitet jährlich rund 1,6 Millionen Festmeter Kiefern- und Fichtenholz und liefert Holzprodukte für den deutschen und weltweiten Markt. Es besitzt mehrere Säge-, Hobel- und Sortierlinien sowie ein eigenes Heizkraftwerk mit den dazugehörigen Trocknungsanlagen. Der Energiebedarf für die Verarbeitungsprozesse ist enorm, insbesondere der Stromverbrauch: Der Bedarf an elektrischer Energie entspricht mit 27 GWh/Jahr etwa dem einer Kleinstadt mit 9.000 Einwohnern inklusive Gewerbebetrieben.

Notwendig für eine verbesserte Energieeffizienz sind vor allem eine systematische Erfassung des Stromverbrauchs, die Definition von Einsparpotenzialen und eine Reduzierung der Lastspitzen. Im Blick hatten die Verantwortlichen bei Ziegler dabei auch die Norm DIN EN ISO 50001. Die weltweit gültige Norm ist darauf ausgelegt, Unternehmen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements zu unterstützen. Um die darin formulierten Ziele zu erreichen, war die Einführung eines Energiemonitoringsystems notwendig für eine detaillierte Erfassung der Energieströme, präzisere Auswertungen und eine frühzeitige Identifizierung von Einsparpotenzialen.

Lösung

Ziegler setzte die technischen Voraussetzungen für energieeffizienteres Arbeiten mit der Energiemonitoringsoftware powermanager sowie mit Messgeräten der Reihe 7KM PAC aus dem Sentron-Portfolio von Siemens. Installiert wurde das System über einen Zeitraum von rund drei Monaten – fast ausschließlich an den Wochenenden, um den Betrieb nicht zu unterbrechen. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren unter anderem die überzeugende Qualität der Produkte und deren einfache Handhabung, besonders, was die Verbindung der Geräte untereinander und zur Software powermanager betrifft. Die Daten werden über das bereits vorhandene Ethernet-Kabel übertragen, was auch die Installation nochmals vereinfacht hat. Die erforderlichen Stromwandler waren ebenfalls einfach zu verbauen – gerade an schwer zugänglichen Anlagen war der Einsatz von Klappwandlern ein entscheidender Vorteil.

Kundennutzen

Vor Einführung des Energiemonitorings standen nur relative ungenaue Werte aus punktuellen Messungen zur Verfügung. Im reibungslosen Zusammenspiel der 7KM PAC-Messgeräte mit der Software powermanager lassen sich heute unter anderem Lastspitzen perfekt erkennen und vermeiden, was nachhaltig hilft, die Bezugskosten zu senken. powermanager bietet Ziegler die Möglichkeit, den Stromverbrauch detailliert auszuwerten und die Netzqualität kontinuierlich zu überwachen. Auch die Zuordnung des Stromverbrauchs auf die einzelnen Kostenstellen sowie diverse Wirtschaftlichkeitsberechnungen sind möglich. Die neue Transparenz bietet dem Unternehmen die Chance, den Energiebedarf einzelner Verbraucher ganz gezielt zu ermitteln, „Stromfresser“ zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz umzusetzen. Seit Juni 2012 ist Ziegler durch die Zertifizierungsstelle TÜV Süd nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert.