Ein ganzheitlicher Ansatz für eine resiliente Strominfrastruktur
Moderne Stromnetze sind zahlreichen, sich ständig verändernden Einflussfaktoren ausgesetzt. Der Schutz der Netze auf allen Spannungsebenen und unter Einbeziehung aller denkbaren Risiken erfordert daher ein integriertes, intelligentes und umfassendes Konzept. Ein wichtiger Bestandteil des Schutzes von Stromnetzen ist es, für Resilienz zu sorgen. Eine resiliente Energieinfrastruktur kann Störungen besser widerstehen, deren Auswirkungen begrenzen und die Wiederherstellung des normalen Betriebszustands beschleunigen.Resilienz dank und trotz Digitalisierung
Im Zuge der Digitalisierung haben sich Stromnetze von relativ geschlossenen, einfachen Netzen zu komplexen, intelligenten Infrastrukturen entwickelt, die auf vielen Ebenen anfälliger für natürliche und von Menschen verursachte Störungen sind.
Der Umgang mit potenziellen Risiken, die sich aus diesem unausweichlichen Prozess und anderen Entwicklungen ergeben, etwa dem Klimawandel, der Zunahme dezentraler Stromsysteme sowie der deutlichen Zunahme von Vandalismus in einigen Ländern, erfordert zwingend Resilienz als integralen Bestandteil des Betriebs, der Optimierung und der Planung künftiger Netze.
Proaktiver, ganzheitlicher Schutz für Stromnetze
Die Stabilität einer Netzinfrastruktur steht und fällt mit der schwächsten Systemkomponente. Es ist entscheidend, alle potenziellen Störfaktoren zu identifizieren, Störungen vorherzusehen und das gesamte System proaktiv abzusichern. Daher hat Siemens ein einzigartiges, ganzheitliches, dreidimensionales Konzept entwickelt.
Neue Herausforderungen erfordern neue Strategien
Störungen von Energieversorgungsinfrastrukturen lassen sich nie völlig ausschließen. Aber ein stabiles Stromnetz kann mögliche Beeinträchtigungen vorhersehen, sie abpuffern und sich anpassen und so schnell den Normalzustand wiederherstellen.Sicherheit betrifft immer das gesamte Stromnetz
Netzbetreiber ergreifen seit jeher umfangreiche Maßnahmen, um Systemfehler und Ausfälle zu vermeiden. Heute gibt es jedoch völlig neue Gefährdungslagen.
Die Anfälligkeit für Cyber-Bedrohungen nimmt beispielsweise infolge der Digitalisierung und mit der wachsenden Zahl von Verbindungen der Systeme untereinander zu. Wetterextreme infolge des Klimawandels haben sich im Laufe der letzten 30 Jahre vervierfacht und sind inzwischen in einigen Regionen der Welt zu einer ernsthaften Bedrohung der Stromnetze geworden. Vandalismus wird vielerorts zunehmend zum Problem. Die Zahl der durch Vandalismus verursachten Stromausfälle hat in einigen Versorgungsgebieten ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Angesichts dieser neuen Herausforderungen gewinnt Resilienz zunehmend an Bedeutung bei der Sicherung einer zuverlässigen Stromversorgung.
Ausfälle lassen sich nie völlig vermeiden – das ist ein Naturgesetz. Die Kunst ist es, ein System ausreichend fehlertolerant zu machen und es so zu gestalten, dass es aus früheren Ausfällen lernt, um dadurch noch stabiler zu werden. Genau das ist Resilienz.Michael Schwan, Leiter Power System Consulting, Siemens PTI
Gut aufgestellt gegen jede Bedrohung
Die zahlreichen Aspekte der Netzresilienz haben eines gemeinsam: Sie basieren auf der Fähigkeit, Störungen vorherzusagen, auf sie zu reagieren, sich an sie anzupassen und die Netzstabilität schnell wiederherzustellen – durch gezielte und effektive Maßnahmen im physischen, digitalen und systemischen Bereich.Strominfrastruktur-Resilienz in der Praxis
Netzresilienz umfasst viele verschiedene physische, digitale und systemische Aspekte. Erfahren Sie hier mehr über einige besonders interessante Referenzprojekte und erleben Sie, wie unsere Lösungen in der Praxis funktionieren und interagieren.Kontakt
Nehmen Sie Kontakt mit den Resilienz-Experten auf
Netzresilienz beginnt mit der richtigen Einstellung, und es gibt keine Lösung „von der Stange“. Die Experten von Siemens unterstützen Sie gerne durch die Analyse Ihrer individuellen Ausgangssituation sowie Ihrer Ziele und zeigen mögliche Wege zu einem stabileren Stromsystem auf.