Fünf Gründe für einen intelligenten Stromspeicher

April 2019

Fünf Gründe, warum Sie mit einem intelligenten Stromspeicher die Energiewende voranbringen

Der wachsende Ausbau volatiler Energiequellen stellt die stabile Stromversorgung in Deutschland vor große Herausforderungen: Denn Sonne und Wind produzieren nicht nach Bedarf, sondern nach Wetterlage. Das belastet die Stromnetze, bremst den Ausbau der Erneuerbaren und verursacht hohe Kosten. Mit einem Stromspeicher zu Hause können Sie das ändern. Wir nennen Ihnen die fünf wichtigsten Gründe, warum Sie mit einem intelligenten Stromspeicher die Energiewende voranbringen:

Intelligente Stromspeicher optimieren prognosebasiert ihre Be- und Entladevorgänge und maximieren so den Eigenverbrauch mit sauberem Solarstrom. So können beispielsweise durch vorausschauendes Laden abregelungsbedingte Ertragsverluste reduziert und das maximale Produktionspotential Ihrer Solaranlage ausgeschöpft werden. Auch die intelligente Steuerung von Verbrauchsgeräten, wie Wärmepumpe und Elektroauto, ist möglich.

Im Ergebnis benötigen Sie dann also nicht nur weniger Kohlestrom aus dem Stromnetz, sondern können auch noch Ihren Verbrauch von Heizöl und Kraftstoffen reduzieren. 

Die Sonne scheint am stärksten zur Mittagszeit, während der höchste Verbrauch am Morgen und am Abend stattfindet. Dadurch kommt es mit stärkerem PV-Ausbau auch regelmäßig zu Produktionsüberschüssen, die dann in die Verteilnetze drücken und ihre Stabilität gefährden. Kritisch wird es auch, wenn das Stromangebot im Netz den Bedarf nicht decken kann. 

Mit einem Stromspeicher können Sie Erzeugung und Verbrauch zeitlich entkoppeln. Einspeisespitzen können so gekappt und das lokale verteilnetz entlastet werden. Gleichzeitig können Sie bei einer Unterdeckung Primärregelleistung am Energiemarkt bereitstellen. Sie erbringen dann netzdienliche Systemdienstleistungen und reduzieren die Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen. 

Um das in Paris beschlossene Klimaschutzziel einer Temperaturerhöhung von maximal 1,5 °C zu erreichen ist eine Steigerung des PV-Zubaus auf mindestens 10 GW / Jahr nötig.¹ Ein solcher Zubau wäre allerdings aufgrund der Belastungen der damit einhergehenden Einspeisespitzen für die Verteilnetze nicht realisierbar. Die Kappung von Einspeisespitzen durch den Einsatz von Stromspeichern ist damit also auch eine Maßnahme zur Realisierung höherer PV-Ausbauziele. Insbesondere, wenn die Einspeisegrenzen durch die flexibleren Speichermöglichkeiten mittels Sektorenkopplung weiter reduziert werden können.

 

 

¹ Weniger et al. (2016): 
50% Studie – Effekte der 50%-Einspeisebegrenzung des KfW-Förderprogramms für Photovoltaik-Speichersysteme

Durch die Entlastung der Netze durch Stromspeicher können gerade in der Ebene der Verteilnetze trotz wachsendem PV-Zubau hohe Ausbaukosten minimiert werden. So helfen Sie, die Kosten der Energiewende gering und Strompreise bezahlbar zu halten.

Seit Inkrafttreten des EEG 2012 müssen PV-Anlagen bei 70% der maximalen Wirkleistungseinspeisung abgeregelt werden. Mit einem intelligenten Stromspeicher vermeiden Sie nicht nur, dass diese überschüssige Energie ungenutzt verloren geht. Vielmehr leisten Sie auch einen systemischen Beitrag: Denn die Nutzung dieser zusätzlichen Energie verringert einerseits den Einsatz und damit auch die variablen Kosten (Arbitragewert) als auch die vorzuhaltende gesicherte Leistung anderer, meist konventioneller, Kraftwerke (Kapazitätswert).

veröffentlicht von Marlon Hassel