Velaro Novo – die Experten im Interview

Sie möchten wissen, welche Innovationen im neuen Velaro Novo stecken und alle Hintergründe erfahren? In unserer exklusiven Interview-Reihe stellen wir Ihnen Velaro Novo-Experten aus verschiedenen Fachgebieten vor. Vom Testwagen über die Aerodynamik bis hin zum Innendesign: Schauen Sie regelmäßig vorbei – und entdecken Sie laufend neue Experten-Talks.  

Interview mit Jo Hensher und Nigel Broughton

Im Einsatz für den Velaro Novo

Unsere Experten – Jo Hensher und Nigel Broughton – sprechen offen über das Hochgeschwindigkeitsprojekt HS2: Seine Bedeutung für die britischen Bahnbetreiber und Reisende, wie Siemens Mobility mit langer Erfahrung mit dem Eurostar-Projekt einen Mehrwert in die Ausschreibung einbringt und wie Velaro Novo, die neue Hochgeschwindigkeitszug-Generation, die nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus erhöht.
Der Velaro Novo bündelt all das Wissen und die Erfahrung aus dem Eurostar-Projekt. Wir haben damit etwas Neues geschaffen, das einen echten Wandel für Fahrgäste und Betreiber bedeuten wird.
Jo Hensher
Unser Support für den Eurostar über den gesamten Lebenszyklus ist der Schlüssel zur Verbesserung der Zuverlässigkeit. Je mehr wir an Erfahrung gewinnen, desto mehr Expertise und Fähigkeiten bauen wir auf, um die Gesamtperformance weiter zu verbessern.
Nigel Broughton
Interview mit Tom Kutscher

Ein Plus für Betreiber

Die Kosten im Blick: Der Velaro Novo überzeugt nicht nur durch geringe Anschaffungskosten und wegweisende Innovationen, sondern auch durch einen einzigartig wirtschaftlichen Betrieb.

Insgesamt konnten die Instandhaltungskosten um 30 Prozent gesenkt werden. Um das zu erreichen, war Kosteneffizienz von Anfang an ein entscheidendes Kriterium bei der Entwicklung des neuen Hochgeschwindigkeitszuges. Tom Kutscher, Head of Sales für Hochgeschwindigkeits- und Intercityzüge bei Siemens Mobility, war maßgeblich daran beteiligt, aus dem Velaro Novo ein wirtschaftlich attraktives Gesamtpaket zu machen. Und damit der Velaro Novo für Betreiber über die gesamte Lebensdauer profitabel bleibt, galt es, die Wirtschaftlichkeit des Zuges neu zu denken und verschiedene Kennzahlen auf den Prüfstand zu stellen: „Das betraf zum einen das Fahrzeugkonzept, zum anderen haben wir aber auch beispielsweise die Instandhaltungsintervalle genau betrachtet“, sagt Tom Kutscher.

Betreiber können flexibel auf Anforderungen reagieren und gleichzeitig die Kosten niedrig halten.
Tom Kutscher
Mit dem Velaro Novo bieten wir Kunden einen handfesten und messbaren Nutzen.
Tom Kutscher

Eine besondere Neuerung am Fahrzeugkonzept ist die skalierbare Traktion des Velaro Novo. Damit schließt Siemens auch eine Portfoliolücke. „Wir haben die Möglichkeit, den Velaro Novo auch für Höchstgeschwindigkeiten ab 250 km/h preislich wettbewerbsfähig anzubieten. Das ist ein gigantischer Vorteil“, erklärt Tom Kutscher. Fünf Jahre nach Projektstart sieht er also sein Ziel, die wirtschaftliche Attraktivität des Velaro Novo zu steigern, erreicht: „Der Velaro Novo ist ein Teil der Velaro-Evolution und doch ein ganz neues Produkt, weil wir es anders gedacht haben – vor allem sehr eng entlang der wirtschaftlichen Bedürfnisse unserer Kunden.“

Interview mit Alexander Prix

Aus Liebe zur Schiene

Alexander Prix ist nicht nur Platform Manager für Hochgeschwindigkeitsfahrwerke, sondern auch Dampflokomotivführer und Heizer. Seine persönliche Leidenschaft zur Schiene und seine ganze Erfahrung hat er in die Arbeit am Drehgestell des Velaro Novo eingebracht. Was vorrausschauende Wartung von Drehgestellen leisten kann und warum die Fahrwerke dem Velaro Novo einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen, erklärt er im Video-Interview. 
Interview mit Ben Dobernecker

Mehr Platz für Passagiere

Der Velaro Novo setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Fahrkomfort und Flexibilität in der Gestaltung des Innenraums. Die verfügbare Fläche konnte um 10% gesteigert werden.

Ein Schlüssel dazu ist das Prinzip der leeren Röhre. Das bedeutet, dass keine festen Einbauten vorhanden sind und sich die Innenräume nach den Vorstellungen des Kunden einrichten lassen. Dieses kam zwar schon bei Vorgängermodellen zum Einsatz, „allerdings haben wir im Vergleich zum Velaro die leere Röhre noch leerer gemacht“, sagt Ben Dobernecker, der maßgeblich daran beteiligt war, Passagieren sowie Zugbetreibern im neuen Velaro Novo mehr Platz zu bieten. „Darüber hinaus haben wir die Wagenkästen verlängert. Der Zug hat also bei gleicher Länge einen Wagen und damit einen Wagenübergang weniger“, erklärt Dobernecker. Durch das neue Platzangebot können Kunden die Innenräume noch freier gestalten.

Auf 200 Metern Zuglänge haben wir nun auf 188 Metern Platz. So gehört quasi der gesamte Zug dem Passagier.
Ben Dobernecker
Mit dem Velaro Novo haben wir uns von bisherigen Konventionen gelöst und noch einmal einen Schritt weiter gedacht.
Ben Dobernecker

Doch als Business Development Manager für Nordamerika hat Ben Dobernecker nicht nur neue Möglichkeiten für Zugbetreiber sondern gleichzeitig den Passagier im Blick: „In Sachen Passenger Experience betrachten wir den ganzen Weg des Passagiers – also von dem Moment, in dem er seine Haustüre verlässt, bis zum Ziel. Der Velaro Novo ist ein Teil dieses Weges.“ Vom Fensterausschnitt über die Innenbeleuchtung und den Tablethalter bis zur Ticket-App: Täglich arbeitet Ben Dobernecker mit seinem Team weiter daran, die Komfortansprüche der Passagiere mit dem Velaro Novo zu übertreffen. „Wir wollen nicht nur einen Zug anbieten, sondern eine ganzheitliche Mobilitätslösung.“

Interview mit Martin Krause

Die Perfektion der Aerodynamik

„All das, was vor einigen Jahren noch unmöglich war, haben wir jetzt umgesetzt“, resümiert Dr. Martin Krause. Krause ist Train Architect für den Velaro Novo und einer der Köpfe, die das Aerodesign des Zuges bis zur Perfektion optimiert haben. Denn die Optimierungen tragen wesentlich dazu bei, dass der Zug 30 Prozent weniger Energie verbraucht als sein Vorgänger.

Den Fahrwiderstand reduzieren und die Seitenwindstabilität erhöhen – das waren die Hauptziele der Aerodynamik-Experten in Krauses Team. Eine Aufgabe, die nicht nur Expertise, sondern auch Akribie und Ausdauer erfordert. Denn die technologische Größe des Velaro Novo steckt in winzigen Details: „Zum Beispiel bei der Verkleidung der Drehgestelle haben wir wirklich um jeden Millimeter gefeilscht, teilweise sogar um halbe Millimeter. Allein damit haben wir den Fahrwiderstand um 15 Prozent verbessert“, erklärt Krause.

Wir haben einen Wurf gelandet, der weit über das hinausgeht, was bislang da war. Aus meiner Sicht bauen wir hier den aerodynamisch besten Zug der Welt.
Dr. Martin Krause
Anders als Autos oder Flugzeuge fährt der Velaro Novo im Zweirichtungsverkehr mit Höchstgeschwindigkeit. Daher muss jede Aerodynamik-Maßnahme in beiden Fahrtrichtungen funktionieren.
Dr. Martin Krause
Interview mit Michael Kopp

Wenn Wirtschaftlichkeit und Fahrgastkomfort Hand in Hand gehen

Im Interview erklärt Michael Kopp, Program Director für die gesamte Plattform, was den Velaro Novo zum wirtschaftlichsten Hochgeschwindigkeitszug auf dem Markt macht.
Interview mit Rene Trosiner

Vor der ersten Fahrt schon unterwegs auf der Strecke

Neu zu denken heißt heute manchmal auch: Zurück zu den Wurzeln gehen. Wenn es um Innovationen geht, die die Mobilität von morgen bewegen, verlassen wir uns nicht nur auf digitale Simulation. Deswegen testet Siemens mit einem eigens dafür hergestellten Mittelwagen den Velaro Novo auf der Schiene. Der Vorteil: Die Innovationen sind auf Robustheit getestet und bereits erprobt, bevor sie im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden. Das bedeutet Fortschritt für uns: Innovationen zu wagen ohne Kompromisse bei Zuverlässigkeit und Sicherheit – für beste Ergebnisse für unsere Kunden und Passagiere.

Das Beste aus zwei Welten: Digitalisierung und Realtest

Ausgestattet mit hunderten Sensoren zieht der Testwagen mit der Aufschrift „#seeitnovo“ seine Kreise. Im Inneren befindet sich hauptsächlich Messtechnik. Natürlich sind auch Menschen mit an Bord, aber ausschließlich Messpersonal. „Wir haben erkannt, dass digitale Simulation nicht der alleinige Weg sein kann, sondern nur ein Unterstützungsmittel“, sagt Rene Trosiner, Technical Manager bei Siemens Mobility und Spezialist für den Novo-Testwagen. Deshalb haben er und sein Team den Entschluss gefasst, etwas zu tun, was heutzutage mit modernen Simulationstechnologien und Digitalisierungslösungen eher unüblich ist. Nämlich einen echten Mittelwagen zu bauen und ihn im Testbetrieb fahren zu lassen. Insgesamt waren an der Entwicklung des Velaro Novo und dem Bau des Messwagens weit über 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Ein neuer Anfang, mit neuen Rahmenbedingungen

Die Dinge völlig neu zu denken hieß für uns, auf einem weißen Blatt Papier anzufangen und die Rahmenbedingungen neu zu setzen.
Rene Trosiner, Technical Manager und Spezialist für den Novo-Testwagen, Siemens Mobility

Auch der Weg hin zum neuen Zug entsprang einem Umdenken: „Wir haben uns im Prinzip gelöst von den Rahmenbedingungen, mit denen wir bisher zugange waren“, sagt Trosiner. Das schuf die Möglichkeit, noch einmal neu nachzudenken, und einen Zug zu entwickeln, der vom Konzept bis hin zur Technik neu gedacht ist. Ein Zug, der begeistert, ist er sich sicher. Deswegen wird er auch selbst im Testwagen mitfahren: „Mitzuerleben, was vom gesamten Team gestaltet und geleistet wurde, ist auf jeden Fall etwas Besonderes für mich.“

Folgen Sie dem #seeitnovo auch auf den Social-Media-Kanälen – und entdecken Sie mit ein bisschen Glück den Novo-Testwagen auf seiner Fahrt durch Deutschland. 

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