Erfinder des Jahres 2018

Talente

China hat sehr viel in den Ausbau der Stromnetze investiert und wird dies auch in Zukunft tun.

Ji Long Yao, Corporate Technology

In China entwickeln Siemens-Forscher neue Technologien für den Weltmarkt. Dazu gehören auch die Erfindungen von Ji Long Yao von Corporate Technology in Peking. Viele seiner innovativen Technologien verbessern die Verbindung von HGÜ-Leitungen zum Stromnetz.

 

Eines seiner wichtigsten Projekte ist ein neues Messsystem für den Hochspannungsbereich. Im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten braucht es keine elektrische Energie, um Spannung und Strom in Übertragungsleitungen zu messen. Die mittels Sensoren gemessenen Werte werden per Laseroptik an das Kontrollzentrum geschickt, was wesentlich sicherer ist. Ein weiterer Vorteil: Das Messgerät ist robust und ausfallsicher. Das ist bei den Hochspannungs-Trassen, die auch durch unwirtliche Gegenden verlaufen, sehr wichtig.

 

Eine weiteres seiner „Babys“ ist ein Schutzgerät für Transformatoren, das Gleichstrom blockt. Würde er durch den Transformator fließen, hätte das starke Vibrationen und Hitzeentwicklung und damit letztlich Schäden zur Folge. Dieser Gleichstromblocker, der in Umspannstationen installiert wird, ist kein Produkt von der Stange, sondern wird für jeden Netzbetreiber maßgeschneidert. Bisher wurde das Produkt für Netzbetreiber in Hongkong, Neuseeland und Deutschland gebaut.

 

Heute ist die HGÜ-Technik samt den dazugehörigen Anlagen und Geräten eine relativ reife Technologie. So ist es für Yao Zeit, sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Ein sehr spannendes Forschungsthema für ihn ist die Entwicklung eines Mikroumrichters für Roboter. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Einsatz von Leistungselektronik im Niederspannungsbereich.