Kooperationen und Open Innovation

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Offen für Open Innovation

Innovationen haben Siemens von einem Start-up in einem Berliner Hinterhof zu einem Weltkonzern gemacht.

Allerdings finden Innovationen heute nicht mehr in abgeschotteten Forschungslaboren statt. In einer Welt, wo Disruption und Wandel zur Normalität geworden sind, setzen wir auf Kooperation: Wir arbeiten mit akademischen Partnern, Kunden und Lieferanten zusammen, um spannende Ideen in die Praxis umzusetzen und erfolgreich in den Markt zu bringen.


Dabei setzen wir auf ein schon jetzt großes Netzwerk an Partnern, das stetig wächst. Mit ihnen gestalten wir eine erfolgreiche Zukunft – für unsere Unternehmensfamilie, für unsere Kunden und für die Gesellschaft.


Dieser kooperative Ansatz ist auch Teil der Siemens-DNA. So sind intern wie extern interdisziplinäre Zusammenarbeit, verschiedene Formen von Open Innovation wie beispielsweise sogenannte Co-Ideation und Co-Creation mit Kunden, Lieferanten, Start-ups, Universitäten und individuellen Experten durch die gesamte Wertschöpfungskette hindurch bereits gängige Praxis. Produkte, Services und Lösungen werden dadurch optimal auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten, und Feedback fließt in die kontinuiierliche Entwicklung mit ein.

Auf Augenhöhe

Eine Reise durch das Siemens-Ökosystem

Kunden, Start-ups, Hochschulen, Industriepartner, Lieferanten Technologieexperten und Konsortien: Die Welt, in der Siemens seine Innovationskultur lebt, ist bunt und international.

Innovationen von Morgen gestalten

Next47 ist ein unabhängiges, weltweit aktives Venture-Unternehmen. Vision ist es, Ideen, die heute noch unmöglich erscheinen, in zentrale Industrien von Morgen zu entwickeln. Die enge Beziehung zu Siemens bietet Next47 den Zugang zu internationalen Märkten und Kunden sowie zu einmaliger technischer Expertise. Das Venture-Unternehmen nutzt diese Verbindung, um den Innovationstransfer zu Siemens und dem Siemens-Ökosystem zu stärken. Next47 investiert in Unternehmer und ihre Firmen, die groß und global denken und daran glauben, die Welt zu verändern und zu verbessern. Diese Startups nutzen Technologien wie künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality, Cybersicherheit, autonomes Fahren, Internet der Dinge, Robotik, additive Fertigungsverfahren, AI-basierte Geschäftsanwendungen und Automatisierungslösungen. Ziel ist es, die größten Herausforderungen verschiedener Industrien zu lösen.

Next47 hat weltweit Büros in Bangalore, Herzlia, London, München, Palo Alto, Paris, Peking, Stockholm. Die beiden Hauptsitze sind in München und Palo Alto.

Die Welt als Ideen-Labor

Das „Innovation Ecosystem“ lädt Interessierte auf der ganzen Welt ein, Teil einer offenen Kultur aus Interaktion und Co-Creation zu werden und die Zukunft gemeinsam mit der Kraft von Siemens zu gestalten. Das Ecosystem ist ein globales Innovationsnetzwerk und bringt Menschen auf einer digitalen Plattform zusammen, um gemeinsam Innovation voranzutreiben.

Lösungen willkommen

Manchmal sind die Ideen, wie sich neue Herausforderungen lösen lassen, nicht sofort sichtbar. Oder sie sind zwar vorhanden, wurden aber noch nicht ausprobiert. Deshalb setzt Siemens darauf, alle Wege zu nutzen, um Quellen innovativer Ideen zu identifizieren und zu nutzen. Die Tore dafür stehen offen, und es gibt es zwei Zugänge zur Welt der Siemens Supplier Innovation.

 

Die Siemens Supplier Innovation Plattform ist ein virtueller Ort, an dem Siemens und seine aktuellen und potenziellen Lieferanten Verbindung aufnehmen können. Die Plattform ermöglicht den Zugang zu allen Siemens Geschäften. Lieferanten können sich mit ihren innovativen Produktideen für einzelne Innovationsfelder anbieten.

 

Mit dem Partner Ninesigma ermöglicht Siemens über die Methode „Open Call for Suppliers“ noch spezifischere Verbindungen. Hier werden konkrete technische Bedürfnisse benannt, und Technologieanbieter können sich mit ihren Lösungen bewerben. Aus den besten Angeboten resultiert eine Zusammenarbeit mit Siemens.

Klausur für kluge Köpfe

Hightech Open Innovation im Herzen Münchens: Mit seinem AI Lab stellt Siemens einen Arbeitsraum zur Verfügung, in dem Experten die Machbarkeit neuer Ideen beim Top-Thema Künstliche Intelligenz untersuchen. Hier arbeitet die zentrale Siemens-Forschung eng mit den Geschäftseinheiten des Unternehmens und auch externen Ideengebern zusammen.

Das offene, cloud-basierte IoT-Betriebssystem

MindSphere ist das cloudbasierte, offene Betriebssystem von Siemens für das Internet der Dinge. Auf dieser Plattform, die als Service angeboten wird (PaaS), können Anwendungen und digitale Services entwickelt, betrieben und bereitgestellt werden. Dadurch lassen sich die Unmengen an Daten, die von einer Anlage, einem Werk oder einer größeren Infrastruktur produziert werden, schnell und effizient erfassen und analysieren. Das Ergebnis ist eine bessere Optimierung. Darüber hinaus können Kunden kostengünstig in MindSphere einsteigen und in sehr kurzer Zeit Ergebnisse erzielen.

MindSphere World schafft ein Forum für alle, die diese rasante Entwicklung treiben und an ihr partizipieren wollen – für alle Anwender des MindSphere-Ökosystems.

Co-Creation mit Kunden

 

In den MindSphere Application Centern entwickelt Siemens zusammen mit Kunden auf der Basis von MindSphere neue Geschäftsmodelle, digitale Lösungen und Services sowie Anwendungen für verschiedene Branchen. Die MindSphere Application Center sind daher nahe am Kunden angesiedelt und konzentrieren sich jeweils auf eine Branche. Ziel ist es, digitale Lösungen anzubieten, die einen echten Mehrwert für das Geschäft der Kunden bringen.

 

Als Modell diente das Siemens Mobility Data Services Center in Allach in der Nähe von München, das im Jahr 2014 eröffnet wurde. Dort wurde ein Digitalisierungsteam aufgebaut, das aus den Daten, die Züge generieren, Mehrwert schafft. Mit modernsten Analysefunktionen erzeugen sie aus den Daten Modelle und Erkenntnisse, die den Kunden helfen, ihre Abläufe zu optimieren. Das Ergebnis sind größere Transparenz hinsichtlich Zustand und Leistung der Systeme, höhere Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sowie ein erheblicher Effizienzgewinn.

Die Zukunft aktiv gestalten

Die sogenannte Vorfeldnormung und die Wechselbeziehung zur Innovations- und Patentstrategie unterstützen die strategische Absicherung der Geschäftsziele. Die Experten der Corporate Technology (CT) verfolgen und analysieren dafür verschiedene interne und externe innovative Themen und leiten möglichen Handlungsbedarf für die Normung ab. Zusammen mit den Geschäftseinheiten und den Regionalgesellschaften werden die Themen bewertet und Standardisierungsprojekte – beispielsweise zu den Themen Security, 5G oder W3C – ausgewählt.

Zudem beobachten und bewerten die Experten systematisch Konsortien und Foren und stellen Informationen im Hinblick auf Ziele, Geltungsbereich und Teilnehmer zur Verfügung.

University Relations

Hochschulkooperationen

Bewährte und neue Formen der bilateralen Zusammenarbeit ermöglichen maximalen Wissenstransfer.

Neben klassischer Auftragsforschung arbeitet Siemens mit Hochschulen und Forschungsinstituten weltweit intensiv an öffentlich geförderten Forschungs- und Innovationsprojekten.


Seit fast zwei Jahrzehnten betreibt Siemens ein strategisches Hochschulpartnerprogramm, das maßgeschneidert ist für die Bedarfe unseres Unternehmens wie auch der Universitäten: Wir kooperieren aktuell mit 25 führenden Hochschulen weltweit und stärken durch gemeinsame Forschung an den Zukunftstechnologien unserer Zeit die Innovationskraft von Siemens. Gleichzeitig erschließen wir uns durch die Zusammenarbeit mit den Universitäten neue Talente für das Siemens von morgen.

Ideenwettbewerbe und Hackathons gehören ebenso zum Dialog mit den Universitätsstudenten wie Industriepromotionen von Absolventen bei Siemens oder Lehraufträge von Siemens-Mitarbeitern an den Universitäten. Zusätzlich ist Siemens Mitglied in verschiedenen akademischen Gremien, um industrielle und akademische Anforderungen besser miteinander verbinden zu können.

Internationale Allianzen

Die Zusammenarbeit nimmt zunehmend interaktivere Formen an: Jenseits des reinen Fokus auf F&E-Aktivitäten engagiert sich Siemens in internationalen, universitätsübergreifenden Allianzen.

Gemeinsame Forschungszentren („Co-Locations“) und „Living Labs“ ermöglichen einen Austausch zwischen Professoren, Siemens-Experten und Studierenden und die Annäherung an Siemens-Produkte und -Technologien vor Ort. Interdisziplinarität vor allem im Bereich Digitalisierung spielt eine immer wichtigere Rolle. Bei der Entwicklung neuer Lehrpläne in den Zukunftstechnologien KI, Cybersicherheit und IoT bringt Siemens sein Branchenwissen und die damit verbundenen industriellen Anforderungen ein. Neue Partnerschaften mit akademischen Gründerzentren treibt Siemens aktiv voran und bleibt so immer am Puls der Zeit, um wichtige technologische Entwicklungen und Trends nicht zu verpassen.

„Center of Knowledge Interchange“ (CKI)

Akademia trifft auf Industrie

Bei der wissenschaftlichen Zusammenarbeit bildet das CKI- (Center of Knowledge Interchange-) Programm das Aushängeschild von Siemens. Über dieses Programm gelingt Siemens der Zugang zu modernster Forschung und der Kontakt zu hochqualifizierten Talenten. Die Universitäten wiederum können Forschungsprojekte durchführen, die sich aus den realen Fragestellungen der Praxis ableiten, und eröffnen ihren Absolventen somit wertvolle Karrierechancen.

Im CKI-Programm findet ein intensiver Austausch zwischen industrieller und akademischer Welt statt. Im Rahmen des sog. CKI Büros koordiniert ein von Siemens finanzierter Experte auf dem Universitätscampus (CKI Manager) die Zusammenarbeit in kontinuierlicher Absprache mit einem dedizierten Team aus Siemens-Experten für Forschung und Talentakquise. Auf Führungsebene steht ein Executive Sponsor des Top-Managements von Siemens im persönlichen Dialog mit dem CKI Direktor und dem Management der Universität. Aufgrund bestehender Forschungsrahmenverträge mit allen CKI-Universitäten können neue Forschungsprojekte schnell und unbürokratisch gestartet werden.

Im Rahmen des CKI-Programms arbeitet Siemens weltweit mit aktuell acht Universitäten zusammen, deren Forschungsportfolios den Innovationsanforderungen des Unternehmens in verschiedenen Forschungsfeldern entsprechen:

Die FAU und Siemens verbindet ein enges Netzwerk von Fachleuten – das Ergebnis von über 70 Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit. Gemeinsame Forschungsaktivitäten umfassen die Bereiche Fertigungsautomatisierung, Materialwissenschaften und Leistungselektronik. Im Rahmen des „Campus Future Energy Systems (Campus FES)“ forscht Siemens mit den Partnern FAU, Fraunhofer IISB, TH Nürnberg, KIT, Energie Campus Nürnberg und dem Helmholtz-Institut an der Nachhaltigkeit und Effizienz zukünftiger Energienetze.

Lösungen für den Klimaschutz

Sie entwickeln technische Lösungen zum Klimaschutz: Der Chemieingenieur Professor Peter Wasserscheid von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie Alexander Tremel, Katharina Meltzer und Manfred Baldauf von Siemens haben einen neuen Syntheseprozess erfunden, der besonders effektiv aus Wasserstoff und Kohlendioxid (CO₂) den Kraftstoff Methanol gewinnt. Dafür wurden sie von Siemens in der Kategorie Open Innovation als Erfinder des Jahres 2019 ausgezeichnet.

Die TU München arbeitet seit über 150 Jahren gemeinsam mit Siemens an innovativen Ideen für Industrie und Gesellschaft und ist damit Siemens‘ langjährigste CKI-Partneruniversität. Einer der Schwerpunkte der gemeinsamen Forschung ist die Zukunft der Automatisierung. Im Rahmen des Forschungsverbundes „Campus Automatisierung & Digitalisierung (Campus A&D)“ kooperiert Siemens mit der TUM, LMU, Fraunhofer AISEC und dem DFKI. Themen wie Simulation und Digital Twin, Industrial IoT und Cybersecurity werden in bilateralen sowie öffentlich geförderten Projekten gemeinsam behandelt.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der TU Berlin und Siemens steht ganz im Zeichen von Berlins digitalem Ökosystem. Gemeinsame Forschungsthemen umfassen unter anderem Internet of Things, maschinelles Lernen, Energieeffizienz und Additive Manufacturing. Im Rahmen des „Werner-von-Siemens Centers for Industry and Science“ wird Forschung in einem innovativen Co-Location-Ansatz verfolgt. Dort arbeiten Siemens, die TU Berlin sowie diverse KMU und weitere Forschungspartner auf Augenhöhe direkt am Standort der Produktentstehung.

Inmitten der offenen Aachener Campusumgebung arbeitet Siemens mit der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule an der Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Forschungsschwerpunkte umfassen Digitalisierung der Produktion, alternative Fertigungsverfahren, neuartige Energieerzeugung und innovative Energienetze. Das „Exzellenz Start-Up Center.NRW“ bietet Siemens neue Möglichkeiten, mit agilen akademischen Startups zusammen zu arbeiten.

 

Die langjährige Kooperation zwischen Siemens und der TU Graz in der Schienenfahrzeugtechnik verdankt ihren Erfolg der hohen strategischen Passfähigkeit der beiden Organisationen. In den universitären Exzellenzbereichen Cybersecurity, IIoT, Rail Research und Energietechnik wird die Zusammenarbeit unter Einbindung der am Campus ansässigen Kompetenzzentren ausgebaut. Wichtige Impulse liefert dabei der Standort Steiermark, der mit seiner hohen F&E-Quote zu den Topregionen der EU zählt.

Die Tsinghua Universität ist Siemens´ wichtigster akademischer Partner in Asien. Gemeinsame Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Robotik, KI, Cybersecurity und Leistungselektronik. Dank des Hochschulnetzwerks und öffentlicher Forschungsförderung werden neue Möglichkeiten zur Technologiedemonstration in der Region geschaffen.

Siemens ist rund um den Campus der Georgia Tech vertreten. Daher gehören die Absolventen der Hochschule in besonderem Maße zur Zielgruppe von potenziellen Mitarbeitern. Forschungskooperationen finden in den Bereichen Robotik, Datenanalyse, KI, Systemdesign, sowie Simulation und Digital Twin statt.

Die UC Berkeley öffnet Siemens die Tore zum Innovations-Ökosystem der Bay Area und zu herausragenden Absolventen. Schwerpunkte der gemeinsamen Forschung liegen in den Bereichen Robotik, Simulation, Deep Learning und Augmented/ Virtual Reality.

 

Weitere Partnerhochschulen weltweit

Principal Partner Universities

Das CKI-Programm wird von einem zweiten Partnerschaftsmodell mit 17 weiteren Universitäten ergänzt: die Principal Partner Universities. Die Zusammenarbeit wird durch Forschungsrahmenverträge und spezielle Siemens-Kontaktpersonen auf Arbeits- und Managementebene erleichtert. Das Principal Partner University Programm ist wie das CKI-Programm international ausgerichtet. Die Partnerhochschulen befinden sich in Deutschland, Österreich, der Schweiz, USA, China, England und Dänemark.