Siemens Energy Spin-Off

"Mit dem Listing der Siemens Energy schließen wir einen wesentlichen Meilenstein der strukturellen Neuausrichtung von Siemens erfolgreich ab“, sagt Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Mit drei leistungsfähigen, fokussierten und selbständigen Unternehmen sind wir hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Die eigenständigen Börsennotierungen werden die Wertschaffungspotentiale der jeweiligen Geschäfte deutlich besser als im Konglomerat erschließen können." (Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG)

Veröffentlichungen

Die außerordentliche Hauptversammlung der Siemens AG fand am 09.07.2020 statt. Für weiterführende Informationen können Sie diesem Link folgen.

Der Siemens AG CMD für den Siemens Energy Spin-off hat am 01.09.2020 stattgefunden.

Link zur Aufnahme des Webcast

 

Dokumente & Präsentationen CMD Siemens Energy:

Der Siemens Energy Prospekt wurde am 07.09.2020 veröffentlicht.

Bank of America, BNP Paribas, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs and J.P. Morgan werden die Rolle der „Lead Financial Advisors und Listing Agents“ einnehmen. Zusätzlich werden Berenberg, HSBC und Jefferies als “Co-Advisors” agieren.

 

Wir sind überzeugt, dass wir damit starke Partner gefunden haben, die ein breites Investorenuniversum, sowohl im Hinblick auf die regionale Verteilung als auch hinsichtlich der Art der Investoren, betreuen.

FAQs

Der Vorstand der Siemens AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die weltweit zu verselbstständigenden Gas and Power Aktivitäten des Siemens Konzerns sowie die vom Siemens-Konzern gehaltenen Anteile in Höhe von rund 67 % an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A. rechtlich unter einer Aktiengesellschaft zu verselbständigen und im Wege der Abspaltung nach dem Umwandlungsgesetz an die Börse zu bringen. Bei der Abspaltung wird eine Beteiligung der Siemens AG an der Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG, deren Firma zukünftig in Siemens Energy Global GmbH & Co. KG geändert werden soll, auf die Siemens Energy AG übertragen. Im Gegenzug erhalten die Aktionäre der Siemens AG nach Maßgabe ihrer bisherigen Beteiligung (verhältniswahrend) neue Aktien an der Siemens Energy AG. Nach Wirksamwerden der Abspaltung hält die Siemens Energy AG alle Anteile an der Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG und die bisherigen Aktionäre der Siemens AG halten zusammen 55 % der Aktien an der Siemens Energy AG. Umgehend nach Wirksamwerden der Abspaltung wurden sämtliche Aktien der Siemens Energy AG zum Börsenhandel in Frankfurt zugelassen.

 

Der Begriff Spin-Off ist eine untechnische Bezeichnung, die teilweise im Zusammenhang mit Abspaltungen nach dem Umwandlungsgesetz verwendet wird.

Der Vorstand der Siemens AG hat sämtliche Optionen geprüft und abgewogen. Der Vorstand ist überzeugt, dass der Spin-Off die attraktivste Option für die Siemens AG und ihre Aktionäre ist. Der wesentliche Unterschied zu einem IPO (Börsengang im Wege eines Initial Public Offering) besteht darin, dass im Falle des Spin-Offs die Platzierung von Aktien an interessierte Investoren nicht durch ein öffentliches Angebot erfolgt. Gegen einen Börsengang der Siemens Energy AG durch ein öffentliches Angebot spricht aus Sicht des Vorstands unter anderem, dass dabei aus heutiger Sicht aufgrund des derzeitigen und kurzfristig zu erwartenden Kapitalmarktumfelds die notwendige Transaktionssicherheit nicht gegeben ist. Es wäre nicht mit hinreichender Sicherheit vorauszusagen, ob ein öffentliches Angebot der Aktien im Rahmen eines Börsengangs überhaupt und in dem für die Erreichung beabsichtigter Zwecke erforderlichen Umfang durchgeführt werden kann, insbesondere ob eine hinreichende Nachfrage nach den ausgegebenen Aktien zu einem akzeptablen Preis bestehen würde. Im Gegensatz hierzu werden im Falle einer Abspaltung die Aktien ohne individuelle Kaufentscheidung direkt an die bisherigen Siemens-Aktionäre übertragen. Letzteres ermöglicht eine verlässliche Planungsgrundlage und beteiligt die Aktionäre der Siemens AG direkt am Erfolg des neuen Unternehmens. Eine ausführliche Darstellung der Gründe für die Entscheidung für die Abspaltung ist in Kapitel III. 3 des Spaltungsberichts enthalten.

Mit Wirksamwerden der Abspaltung erhielten die Siemens-Aktionäre für je zwei nennwertlose Stückaktien (Namensaktien) der Siemens AG eine nennwertlose Stückaktie (Namensaktie) der Siemens Energy AG.

Das Zuteilungsverhältnis wurde maßgeblich durch das zukünftige Grundkapital der Siemens Energy AG, deren Aktienanzahl und schließlich dadurch bestimmt, dass sich die Abspaltung auf eine 55 %-Beteiligung bezieht. Die Höhe des zukünftigen Grundkapitals steht nach Überzeugung der beteiligten Rechtsträger in einem angemessenen Verhältnis zum Eigenkapital und der erwarteten Marktkapitalisierung der Siemens Energy AG und spiegelt auch die relativen Größenverhältnisse des übertragenden und des aufnehmenden Rechtsträgers angemessen wider. Bei der Festlegung des Grundkapitals und der Aktienanzahl wurde berücksichtigt, dass der künftige Aktienkurs der Siemens Energy AG in einer aus heutiger Sicht für Privatanleger und institutionelle Investoren attraktiven Spanne liegen soll. Eine Erläuterung und Begründung des Zuteilungsverhältnisses ist in Kapitel VII. des Spaltungsberichts enthalten.

Aufgrund des Zuteilungsverhältnisses von 2 : 1 ergeben sich sogenannte Aktienspitzen (Teilrechte) für jene Siemens-Aktionäre, die am Zuteilungsstichtag über eine ungerade Anzahl von Aktien verfügen. Da aus Teilrechten grundsätzlich keine Aktionärsrechte geltend gemacht werden können, wird sich die Deutsche Bank AG als zentrale Abwicklungsstelle zusammen mit den Depotbanken bemühen, einen Ausgleich zwischen den Inhabern der Teilrechte zu vermitteln, sodass diese Inhaber die Möglichkeit haben, Teilrechte zu veräußern oder entsprechende Teilrechte zur Aufstockung auf ein Vollrecht zu erwerben. Eine Arrondierung zu Vollrechten (sogenannte Spitzenregulierung) setzt einen entsprechenden Kauf- oder Verkaufsauftrag voraus. Es ist damit zu rechnen, dass im Einzelfall Banken, insbesondere im Ausland, an einer Spitzenregulierung nicht mitwirken oder entsprechende Aufträge nicht annehmen.

 

Soweit Aufträge zur Arrondierung der Teilrechte zu Vollrechten nicht erteilt werden oder eine Arrondierung zu Vollrechten aufgrund der erteilten Aufträge nicht möglich ist, wird die Deutsche Bank AG, die von der Siemens AG als Treuhänder bestellt worden ist, zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt die auf Siemens-Aktien zugeteilten und dann noch nicht zu Vollrechten zusammengefassten Teilrechte auf Siemens Energy-Aktien zu Vollrechten (Aktien) der Siemens Energy AG zusammenführen und über die Börse veräußern. Der Verkaufserlös wird sodann den betroffenen Inhabern der Teilrechte im Verhältnis der auf sie entfallenden Teilrechte gutgeschrieben. Die Teilrechteregulierung erfolgt für die Berechtigten, die ihre Siemens-Aktien auf Depots in Deutschland halten, provisions- und spesenfrei. Für Aktionäre, die ihre Siemens-Aktien auf Depots im Ausland halten, fallen gegebenenfalls Provisionen und Spesen aufgrund der bestehenden Vereinbarungen mit dem depotführenden Institut an.

Die Feststellung, wer für Zwecke der Zuteilung Siemens-Aktionär ist, erfolgte am Zuteilungsstichtag (dem Tag, an dem die Abspaltung durch den zeitlich letzten Registereintrag in den Handelsregistern der Siemens AG wirksam wird) abends, auf der Basis der jeweiligen Depotbestände in Siemens-Aktien am Abend des Zuteilungsstichtags unter Berücksichtigung offener Börsengeschäfte. Zuteilungsstichtag war der 25. September 2020. Einzelheiten der Abwicklung der Zuteilung wurden den Aktionären der Siemens AG unverzüglich nach Eintragung der Abspaltung in die Handelsregister der Siemens Energy AG und der Siemens AG gesondert bekannt gegeben ("Zuteilungsbekanntmachung"). Die Zuteilungsbekanntmachung wurde in Deutschland von der Siemens AG am 28. September 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Es gab keinen Handlungsbedarf für die Siemens-Aktionäre. Die neuen Aktien der Siemens Energy AG wurden im Regelfall noch vor Handelsbeginn an dem auf den Zuteilungsstichtag folgenden Börsenhandelstag dem Depot des jeweiligen Siemens-Aktionärs gutschreiben, sofern diese nicht auf Aktienteilrechten für Rechnung der Aktionäre beruhten.

Nein. Sie erhielten für alle Ihre Siemens-Aktien auf Basis des jeweiligen Depotbestands am Tag des Wirksamwerdens der Abspaltung Siemens Energy-Aktien im Verhältnis 2 : 1, unabhängig davon, bei welcher Bank das jeweilige Depot geführt wird.

Die Aktienzuteilung war für die zuteilungsberechtigten Siemens-Aktionäre, die ihre Siemens-Aktien auf Depots in Deutschland halten, provisions- und spesenfrei. Bei Depots im Ausland fielen gegebenenfalls Provisionen und Spesen an.

Nein, Sie konnten der Zuteilung nicht widersprechen. Die Zuteilung erfolgte aufgrund des Wirksamwerdens der Abspaltung automatisch. Es steht Ihnen jedoch frei, die Siemens Energy-Aktien zu veräußern.

Mit der Abwicklung der Zuteilung hat die Siemens AG die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, beauftragt. Einzelheiten der Abwicklung der Zuteilung wurden den Aktionären der Siemens AG unverzüglich nach Eintragung der Abspaltung in die Handelsregister der Siemens Energy AG und der Siemens AG gesondert bekannt gegeben ("Zuteilungsbekanntmachung"). Die Zuteilungsbekanntmachung wurde in Deutschland von der Siemens AG am 28. September 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Kurs der Siemens Energy-Aktie wurde ab dem ersten Handelstag im gewöhnlichen Börsenhandel ermittelt und hängt vom Angebot und der Nachfrage nach Siemens Energy-Aktien ab. Im XETRA-Handelssystem der Börse Frankfurt erfolgte die erste Preisfeststellung eines Handelstages in der Regel in einer Eröffnungsauktion.

Die Auswirkungen der Abspaltung auf den Börsenkurs der Aktien der Siemens AG stellen sich wie folgt dar: Der Kurs der Siemens-Aktie wird ab dem ersten Handelstag nach dem Wirksamwerden der Abspaltung „ex Abspaltung“ notiert. Vergleichbar wie bei Dividendenstichtagen wird die Siemens-Aktie dann ohne den Anspruch auf Erhalt der im Rahmen der Abspaltung gewährten Siemens Energy-Aktien gehandelt werden. 

Sämtliche Aktien der Siemens Energy AG wurden umgehend nach dem Wirksamwerden der Abspaltung am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse und zusätzlich im Teilbereich des Regulierten Markts mit weiteren Zulassungspflichten (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

Soweit ein Aktionär in Deutschland ansässig ist, die Siemens-Aktien zum Privatvermögen gehören und der Aktionär innerhalb der letzten fünf Jahre zu keinem Zeitpunkt zu mindestens 1% an der Siemens AG beteiligt war (§ 17 EStG), sollte die Abspaltung – mit Ausnahme der Veräußerung von Teilrechten – grundsätzlich steuerneutral sein. D.h. es würde insoweit nicht zur Realisierung steuerpflichtiger Kapitalerträge kommen, sofern insbesondere das Recht der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich der Besteuerung des Gewinns aus der Veräußerung der Siemens Energy-Aktien weder ausgeschlossen noch beschränkt wird. Folglich wäre insoweit auch keine Kapitalertragsteuer einzubehalten und abzuführen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine individuelle Auskunft zu den steuerlichen Folgen der Abspaltung für Aktionäre geben dürfen. Eine allgemeine Erläuterung zu den steuerlichen Auswirkungen der Abspaltung für die Aktionäre ist jedoch im Spaltungsbericht in Kapitel VIII. 2.d) enthalten. 

Das Erstlisting von Siemens Energy war am 28. September 2020.

Voraussetzung für die Abspaltung war der Carve-out, der bereits Ende März 2020 im Wesentlichen abgeschlossen wurde. Damit wurde das Siemens Energy Geschäft rechtlich und organisatorisch unter dem Dach der Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG zusammengefasst. Nach dem Spin-Off Beschluss des Siemens AG Vorstands und des Aufsichtsrats am 22. Mai 2020 mussten noch die Aktionäre der Siemens AG auf einer außerordentlichen Hauptversammlung, am 9. Juli 2020, über die Abspaltung entscheiden. Die Siemens-Aktionäre stimmten mit großer Mehrheit von 99,36 % für die Abspaltung von Siemens Energy.

Die Siemens AG wird eingangs als nicht-vollkonsolidierender Ankeraktionär mit 35,1 % an der Siemens Energy AG beteiligt bleiben. Weiterhin wird der Siemens Pension-Trust e.V. 9,9 % der Anteile an der Siemens Energy AG halten. Im Zuge der strategischen und operativen Entwicklung der Siemens AG und der Siemens Energy AG beabsichtigt die Siemens AG im Zeitraum von 12 bis 18 Monaten nach dem Wirksamwerden der Abspaltung ihren Anteil an der Siemens Energy AG deutlich zu reduzieren.