"Schwesterngruppe" von Georg Baselitz

Die über drei Meter hohe Skulptur „Schwesterngruppe“ von Georg Baselitz (*1938 in Deutschbaselitz, Sachsen) steht zentral im neuen Siemens Atrium. 

Die Figurengruppe spielt auf die ikonographische Konstellation der Drei Grazien (Schönheit, Charme und Freude) an und verarbeitet bildhaft die Kindheitserinnerungen des Künstlers in seiner Heimatstadt Deutschbaselitz. Mit seiner Biographie zwischen Ost und West und seiner Haltung in „kreativem Widerstand“ verkörpert Baselitz einen vielschichtigen Künstlertypus. Georg Baselitz schnitzte die Figuren zunächst aus Holz und ließ dann Abdrücke aus Bronze herstellen, die er mit einer schwarzen Patina überzog.

 

Durch die Kunst im neuen Atrium schafft Siemens eine offene Verbindung zwischen der Münchener Innenstadt und dem Kunstareal.

 

Sie sehen überdimensionierte Erinnerung. In diesem Fall meine Schwester und ihre Freundinnen, die untergehakelt über den Dorfplatz gehen. Die Tradition der Drei Grazien von der griechischen Antike über Botticelli bis heute ist eines der Themen dieses Werkes. Meines Wissens hat es in der Geschichte der Skulptur nie eine Figurengruppe mit eingehakten Armen gegeben.
Georg Baselitz über sein Werk

Die "Schwesterngruppe" in der neuen Konzernzentrale in München – Impressionen