ARD Musikpreis

"Spitzentalente brauchen Gelegenheit, ihr Können in der Praxis unter Beweis zu stellen. Das gilt für Wissenschaft und Wirtschaft ebenso wie für die Kunst. Ich freue mich, dass wir den besten Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern regelmäßig Gelegenheit geben können, auf internationalen Bühnen zu musizieren.“ - Prof. Stephan Frucht, Künstlerischer Leiter des Siemens Arts Program

Eine internationale Karriere zu starten und auf den berühmten Bühnen dieser Welt zu spielen – das ist das Ziel vieler junger Musiker. Doch der Weg zum Erfolg erfordert nicht nur Qualität, Engagement und Leidenschaft, sondern auch Unterstützung. Siemens begreift die Förderung von Kunst und Kultur als wichtigen Bestandteil seiner Unternehmenskultur und widmet sich dem Ziel, vielversprechende Talente aus aller Welt zusammenzubringen, Neues zu schaffen und somit Exzellenz zu fördern.

 

Das Siemens Arts Program unterstützt den Internationalen Musikwettbewerb der ARD seit 2017 als Hauptsponsor und setzt sich darüber hinaus dafür ein, die Preisträger mit seinen internationalen Partnern, wie der Bayerischen Staatsoper, den Salzburger Festspielen oder der Carnegie Hall, zu verknüpfen.

Kristīne, Perfektionistin & Rebellin

Was kann man von Künstlern lernen? In einem ungewöhnlich offenen Gespräch mit der ARD-Musikpreisträgerin Kristīne Balanas (Violine) haben wir einiges erfahren über falsche Berater, dem Vertrauen in die eigene Intuition und dem Mut zum Risiko. Die junge Geigerin feiert in der Carnegie Hall ihr Debut.

Kristīne, Sie gelten international als eines der aufstrebenden Talente. Was war die wichtigste Entscheidung Ihrer Karriere?


Für mich war das wichtigste, immer meinen Prinzipien treu zu bleiben und niemals die Qualität der Musik aufs Spiel zu setzen. Vor einigen Jahren sagte ich Konzerte ab und verlies Proben. Ich war zu perfektionistisch. Vielleicht habe ich zu viel von mir erwartet, oder aber ich war zu idealistisch. Ich war eine kleine Rebellin. Heute überlege ich mir sorgfältig meine nächsten Schritte und fürchte mich nicht davor, Risiken einzugehen. Geduld ist ebenso wichtig! Musiker bekommen oft viele Ratschläge und ebenso viele unterschiedliche Tipps von unterschiedlichen Leuten. Es ist sehr wichtig, dass man Leute findet, denen man vertrauen kann. Und es ist vor allem wichtig, Deiner eigenen Intuition zu trauen.

 

 

Ihre Eltern sind berühmte Rockmusiker in Lettland. War das Spielen klassischer Musik für Sie ein Akt der Rebellion?

 

Das ist eine sehr interessante Frage! Mein Vater sang sein ganzes Leben lang Rock’n’Roll und brachte uns schon im Alter von 2-3 Jahren das Singen bei. Ich denke, es war mehr eine natürliche Entwicklung, in komplexe Musik einzutauchen, als eine Rebellion! Für mich stellte es sich später als ein Dilemma zwischen beidem dar, wenn ich verrücktere Dinge in der klassischen Musik machen wollte oder beim Singen von Popsongs nicht wirklich glücklich war.


Sie beschreiben sich selbst als Befürworterin eines zeitgemäßen und weniger bekannten Repertoires.

 

Ja, kürzlich nahm ich an einem Festival in Wales teil, bei dem mir die meiste Musik unbekannt oder völlig neu für mich war! Es gab viele Komponisten und Musikstücke aus Großbritannien und dem Baltikum, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Für mich war es eine große Herausforderung, nicht am Gewohnten festzuhalten. Es ist in gewisser Hinsicht bequem und nur natürlich für uns Menschen, altbekannte Dinge zu tun. Ich liebe es, mich neuen Herausforderungen zu stellen und Musik, die von lebenden Komponisten geschrieben wurde, zu erkunden!


Vor wenigen Monaten spielten Sie für Siemens KollegInnen in Berlin Siemensstadt. Ist Ihnen von Ihrem Auftritt noch etwas Besonderes in Erinnerung geblieben?

 

Ich genoss es, in der Siemensstadt aufzutreten und hinterher die Zuhörer zu treffen! Dies war ein ganz besonderes Konzert für mich, da das Publikum mich sehr freundlich aufnahm. Mir gefiel es, dass viele Zuhörer hier ihre erste Erfahrung mit klassischer Musik machten. Es macht mich glücklich, dass mein Konzert vielleicht das Eis gebrochen hat und die Menschen ein echtes Interesse an klassischer Musik entwickeln! 

Eine Rebellin in der Carnegie Hall 

Das Siemens Arts Program initiierte ein Konzert mit der ARD-Musikpreisträgerin Kristīne Balanas (Violine) in der Carnegie Hall.

 

Hier sehen Sie das Video über ihr Debüt in New Yorks „Konzert-Tempel“ (englisch). 

Wenn der Konferenz-Saal zum Konzert-Saal wird

Genuss für Gaumen und Gehör – dies kombinierte das erste Berliner Siemens Lunchkonzert. Die herausragende ARD-Musikpreisträgerin Kristīne Balanas (Violine) und die Neue Philharmonie Berlin (Leitung: Andreas Schulz) fesselten die Zuhörer in Siemensstadt mit einer atemberaubenden Performance, deren Töne vom Publikum förmlich aufgesogen wurden. Ein anschließender Lunch bot Mitarbeitern und Musikern die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.

Klangerlebnis der besonderen Art 

Die Violinistin Kristīne Balanas eröffnete das Lunchkonzert gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Berlin unter der Leitung von Andreas Schulz. Die lettische Solistin zählt zu den am schnellsten aufstrebenden Talenten in der internationalen Musikszene und stellte ihr Können sowie höchste Professionalität zweifelsohne unter Beweis.

 

Mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit nahm sie die Zuhörer mit auf eine Reise durch Felix Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll. Das Publikum würdigte ihre exzellente Leistung mit minutenlangem Applaus.

 

Im zweiten Teil des Konzerts zeigte die Neue Philharmonie erneut ihre Klasse und präsentierte Auszüge von Ludwig van Beethovens 7. Symphonie. Dirigent Andreas Schulz verlangte von seinen talentierten Nachwuchsmusikern Höchstleistung, die erneut mit anhaltendem Beifall belohnt wurde. Als Dankeschön für diese Wertschätzung rundete das 2017 gegründete Orchester das Konzert mit einer Zugabe ab.

Networking mit Nachwuchskünstlern

Im Anschluss an das Konzert erhielten Mitarbeiter und Musiker in zwangloser Atmosphäre die Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen und Einblicke in die jeweils andere Arbeitswelt zu erhalten. Auch Solistin Kristīne Balanas nahm sich nach ihrem Auftritt ausgiebig Zeit, um diese unkonventionelle Mittagspause ausklingen zu lassen. Sie unterhielt sich auf Deutsch, Englisch, Lettisch und Russisch – ganz offenbar verbirgt sich hinter der sympathischen Preisträgerin zugleich ein Sprachengenie. Um dieses einmalige Konzert in besonderer Erinnerung halten zu können, machte sie mit interessierten Mitarbeitern Fotos. Siemens kann stolz darauf sein, junge Talente wie Sie durch den internationalen ARD-Musikwettbewerb zu fördern.

Gewinner des ARD Musikpreises spielen in der Carnegie Hall in New York

Auf der großen Bühne

Das Siemens Arts Program bringt Newcomer und große Meister in der Carnegie Hall zusammen: Am 27. März 2018 begleitete das Bayerische Staatsorchester – das Orchester der Bayerischen Staatsoper - die Gewinner des ARD Musik-Wettbewerbs 2017 Sarah Christian (Violine) und Fabian Müller (Klavier) in der Carnegie Hall in New York. Am Dirigentenpult stand Marie Jacquot.

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