Menschenrechte

Ethische Geschäftspraktiken sind für uns grundlegend. Wir bei Siemens respektieren und fördern die Menschenrechte sowohl bei unseren Geschäftspartnern als auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Einführung

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wir setzen uns uneingeschränkt dafür ein, Menschrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu wahren und zu achten. Das betrachten wir als elementar für ein integres Handeln und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Unsere Menschenrechtsverantwortung verfolgen wir ganzheitlich: Sie umfasst nicht nur unsere eigenen Standorte, sondern auch unsere Lieferkette sowie die Geschäftsaktivitäten unserer Kunden. Wir wollen etwaige Menschenrechtsverletzungen so früh wie möglich identifizieren und bewerten und verantwortungsvoll mitigieren.
Verpflichtungen und Standards

Bekenntnis zu Menschenrechten

Siemens Bekenntnis zu internationalen Standards und Leitsätzen

Menschenrechtliche Risikothemen

Wesentliche menschenrechtliche Themen

Die Menschenrechte zu respektieren, spielt bei Siemens eine bedeutende Rolle. Dafür setzen wir uns bei unseren weltweiten Geschäftsaktivitäten mit verantwortungsvollen Geschäftspraktiken täglich ein. Wir sind jedoch mit Problembereichen konfrontiert, die sich aus unserem Portfolio und den Geschäftsbereichen ergeben, in denen wir tätig sind, sowie aus unserer globalen Präsenz in fast 200 Ländern auf der ganzen Welt. Siemens verfolgt daher einen ganzheitlichen Ansatz: Wir antizipieren die daraus resultierenden ökologischen und sozialen Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So können wir sie in der Risikobetrachtung und dem Geschäftsentscheidungsprozess berücksichtigen.

Menschenrechtliche Materialitätenerhebung 2021

Wir erachten es für Risikobewertungen als wesentlich, die wichtigsten menschrechtlichen Themen für unser Unternehmen zu kennen. Nur so sind fundierte Due-Diligence-Prüfungen möglich. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir eine erste Materialitätenerhebung mit 500 Stakeholdern online durchgeführt – einschließlich von Lieferanten, Kunden, NGOs, Thinktanks, Investoren, Aktionären, Regierungsvertretern und Mitarbeitern.

 

Im Geschäftsjahr 2021 möchten wir die Umfrage gerne wiederaufnehmen und freuen uns daher sehr über Ihren Beitrag. Die Ergebnisse der Materialitätenerhebung für das Geschäftsjahr 2021 werden in unserem nächsten Nachhaltigkeitsbericht zum Ende des Kalenderjahres 2021 veröffentlicht.

Materialitätenerhebung

Welche Themen sollten Ihrer Meinung nach unsere materiellen Menschrechtsthemen sein?

Umfrage zum Thema Menschenrechte

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So geht’s: Beliebig viele Themen in das Raster ziehen, gegebenenfalls eigene hinzufügen und durch Loslassen platzieren. (Ein Feld mit mehreren Themen zu belegen ist nicht möglich.) Dann auf „Jetzt teilnehmen“ klicken, Dialogformular ausfüllen – fertig!

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Materialitätenerhebung für Menschenrechte

Datenmissbrauch
Unrechtmäßige Datenerhebung oder Datenspeicherung durch Dritte (Beeinträchtigung der Privatsphäre)
Gefahr für Gesundheit und Arbeitssicherheit
(in eigenen Betrieben)
Ungesunde Arbeitsbedingungen und mangelnde Arbeitssicherheit in eigenen Betrieben (z. B. durch gefährliche Emissionen oder Arbeitsunfälle)
Gefahr für Gesundheit und Arbeitssicherheit
(in Projekten oder der Lieferkette)
Ungesunde Arbeitsbedingungen und mangelnde Arbeitssicherheit auf Baustellen oder in der Lieferkette (z. B. durch gefährliche Emissionen oder Arbeitsunfälle)
Gefährdung durch Sicherheitskräfte
Ungerechtfertigte Gewaltanwendung oder Machtmissbrauch durch private oder staatliche Sicherheitskräfte (z. B. im Zusammenhang mit einem Infrastrukturprojekt)
Moderne Sklaverei
(in eigenen Betrieben)
Ausbeutung von Arbeitskräften – vor allem mit befristeten Arbeitsverträgen – die Opfer von Menschenhandel, Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder sexueller Ausbeutung sind
Moderne Sklaverei
(in Projekten oder der Lieferkette)
Ausbeutung von Arbeitskräften – vor allem mit befristeten Arbeitsverträgen – (z. B. durch Vertragspartner oder andere Projektbeteiligte), die Opfer von Menschenhandel, Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder sexueller Ausbeutung sind
Negative Auswirkungen auf die Bevölkerung
(durch eigene Betriebe)
Beeinträchtigung örtlicher Gemeinschaften im Zusammenhang mit dem Bau oder Betrieb eines Standortes (z. B. von Kindern auf dem Schulweg durch mehr Lkw-Verkehr)
Negative Auswirkungen auf Gemeinschaften
(bei Projekten)
Beeinträchtigung örtlicher Gemeinschaften, Minderheiten oder indigener Völker durch Erwerb und Nutzung von Land im Rahmen eines Projekts (z. B. durch Umsiedlung, Verknappung von Ackerflächen) oder durch Einwirkung auf das religiöse oder kulturelle Erbe
Negative Umweltauswirkungen
Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen im Rahmen von Infrastrukturprojekten (z. B. Kontaminierung lokaler Gewässer) und Einschränkungen des Zugangs zu Trinkwasser
Produktmissbrauch
Beeinträchtigungen durch missbräuchliche Verwendung eines Produkts oder einer Lösung für illegale oder unethische Zwecke (z. B. Folter)
Unsichere Produkte
Gefährdung der Anwender von Produkten oder indirekt Betroffener wie etwa Anwohner (z. B. durch technische Vorfälle in Anlagen)
Bitte geben sie minimum 3 bis maximal 30 Zeichen ein.
Sonderzeichen außer "-" und "&" sind nicht erlaubt.
Unverantwortlicher Umgang mit KI oder digitalen Technologien
Unverantwortlicher Umgang mit künstlicher Intelligenz, Robotern und digitalen Technologien, die unmittelbar oder mittelbar das Risiko erhöhen, Menschenrechte zu beeinträchtigen (z. B. Recht auf Arbeit, Recht auf Sicherheit, Recht auf Leben, Recht auf Bildung)
Bitte geben sie minimum 3 bis maximal 30 Zeichen ein.
Sonderzeichen außer "-" und "&" sind nicht erlaubt.
Verletzung grundlegender Arbeitnehmerrechte
(in eigenen Betrieben)
Beeinträchtigungen der Mitarbeiter in eigenen Werken z. B. durch Entlohnung unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns, unbezahlte Überstunden oder Diskriminierung am Arbeitsplatz
Bitte geben sie minimum 3 bis maximal 30 Zeichen ein.
Sonderzeichen außer "-" und "&" sind nicht erlaubt.
Verletzung grundlegender Arbeitnehmerrechte
(in Projekten oder der Lieferkette)
Beeinträchtigungen der Mitarbeiter anderer Unternehmen im Rahmen von Projekten (Baustellen) oder in der Lieferkette z. B. durch Entlohnung unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns, unbezahlte Überstunden oder Diskriminierung am Arbeitsplatz)
Bitte geben sie minimum 3 bis maximal 30 Zeichen ein.
Sonderzeichen außer "-" und "&" sind nicht erlaubt.
Schweregrad
Der Schweregrad gibt an, wie stark nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte sein könnten, und wie schwierig es wäre, Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Wahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit gibt an, wie hoch das Risiko ist, dass Siemens eine nachteilige Auswirkung auf die Menschenrechte entweder selbst verursacht oder darin verwickelt wird.
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Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht

Der Ansatz der Menschenrechts-Due-Diligence

Unsere Stakeholder hinterfragen zunehmend unsere gesellschaftliche Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere bei den Geschäftsaktivitäten unserer Kunden. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, folgen wir einem fortlaufenden menschenrechtlichen Risikomanagementprozess. Wir identifizieren gegenwärtige und potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen, ergreifen Präventions- und Mitigationsmaßnahmen und streben nach einer transparenten Berichterstattung zu den Ergebnissen und Fortschritten. Unsere Risiko-Due-Diligence-Verfahren entwickeln wir dabei kontinuierlich weiter, um etwaige menschenrechtliche Auswirkungen noch umfassender und frühzeitiger zu bewerten.

Human Rights Due Diligence in der Lieferkette

Die Aufrechterhaltung nachhaltiger Lieferketten ist eines unserer Leitprinzipien. Die Siemens-Lieferanten verpflichten sich zur Einhaltung des Siemens Group Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner mit Mittlerfunktion. Im Hinblick auf die Menschenrechte bekräftigt er die grundlegenden Menschenrechte der Mitarbeiter unserer Lieferanten. Insbesondere achten wir darauf, dass die Achtung der Menschenrechte von besonders schutzbedürftigen Rechteinhabern oder Gruppen von Rechteinhabern wie Frauen, Kindern, Wanderarbeitern oder (indigenen) Gemeinschaften gewährleistet ist.

Human Rights Due Diligence in eigenen Betrieben 

Unsere menschenrechtliche Due Diligence ist durch etablierte Managementsysteme und -prozesse organisiert. Besonderes Augenmerkt liegt auf der Vermeidung von Diskriminierung, sexueller Belästigung oder anderen persönlichen Angriffen auf Einzelpersonen oder Gruppen. Zudem werden die Prinzipien der Chancengleichheit und Gleichbehandlung ungeachtet von Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, Religion, Alter, Behinderung, sexueller Identität, Weltanschauung oder Geschlecht gelebt.

In den vergangenen Jahren haben wir unser Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement mit den unternehmensweiten Programmen Healthy@Siemens und Zero Harm Culture@Siemens weiterentwickelt.

Human Rights Due Diligence bei (kundenseitigen) Geschäftstätigkeiten 

Um unsere seit 2017 etablierte ESG-Bewertung zu optimieren, führten wir auf Basis der oben genannten Risikothemen bis zum Geschäftsjahresende 2020 ein neues digitales Due Diligence Risk Tool ein, das ESG-Radar. Es soll Siemens bei kundenseitigen Geschäftsentscheidungen unterstützen, indem Risiken noch umfassender und frühzeitiger erkannt werden. Das heißt, es soll dabei helfen, etwaige Auswirkungen auf Umwelt und Soziales zu bewerten sowie die damit verbundenen menschenrechtlichen und Reputationsrisiken. Das Tool kann mehr als 60 verschiedene Risikoindikatoren für einzelne Geschäftsaktivitäten prüfen. Gemeinsam mit externen Menschenrechtsexperten werden gemäß Ausprägung des Risikoprofils und unter Berücksichtigung des Siemens-Einflussbereichs zielgerichtete Mitigationsmaßnahmen definiert.

Beschwerdemechanismus und Kanäle

Wir stellen verschiedene geschützte Meldewege für interne und externe Hinweisgeber bereit. So tragen wir dazu bei, dass etwaige Compliance-Verstöße frühzeitig identifiziert und entsprechend Abhilfemaßnahmen implementiert werden. 

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Siemens Meldewege

Sensibilisierung und Kompetenzaufbau

Sensibilisierung und Kompetenzaufbau

Der Kompetenzaufbau im Bereich Menschenrechte ist unerlässlich. Er schafft eine Unternehmenskultur, die Werte, Überzeugungen und Einstellungen fördert und alle Menschen ermutigt, ihre eigenen Rechte und die Rechte anderer zu wahren. Darüber hinaus trägt diese dazu bei, das Bewusstsein für Problembereiche zu schärfen, in denen Menschenrechte gefährdet sein könnten. Auf Basis unserer bestehenden Schulungen und Trainings, entwickeln wir mit Unterstützung externer Menschenrechtsexperten zielgerichtete und funktionsspezifische Schulungskonzepte.

Black Lives Matter

 

Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Wir engagieren uns für die Förderung der ethnischen Gleichberechtigung. Die #BlackLivesMatter-Bewegung setzt sich für die offene und ehrliche Anerkennung eines traurigen Vermächtnisses ein, welches die People of Color und andere Minderheiten weiterhin in inakzeptabler Weise benachteiligt. Siemens-Mitarbeiter aus den USA haben die "Courageous Conversation Series" ins Leben gerufen. Diese Dialog-Plattform lädt Mitarbeiter ein, ihre Diversity-Erfahrungen in einem sicheren Umfeld auszutauschen und voneinander zu lernen.

 

 

Je wohler wir uns fühlen, über das Thema der Rasse zu diskutieren, desto mehr können wir uns in einer Weise bilden, die unser Weltbild erweitert. Am Arbeitsplatz bedeutet dies auch, dass wir gegenüber neuen Wegen offener werden, verschiedene Kandidaten zu finden, zu gewinnen und zu halten; Mitarbeiter zu entwickeln und zu fördern; und ein gemeinsames Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen. Unterschätzen Sie niemals die Macht, die wir alle haben, um miteinander in Dialog zu treten und uns gegenseitig zu unterstützen. Lassen Sie uns neue Beziehungen eingehen. Und glauben Sie nicht, dass es jemals zu spät oder zu einem falschen Zeitpunkt ist, um eine „Courageous Conversation“ mit Ihrem Team zu führen.
Nichelle Grant, Head of Diversity, Equity and Inclusion, Siemens USA
Menschenrechtskapitel der Nachhaltigkeitsinformation 2020

Offenlegung von Menschenrechten

Die Einhaltung der Menschenrechte über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erfordert es, laufend Maßnahmen in den Bereichen Risiko-Due-Diligence, Kompetenzaufbau und Stakeholder-Dialoge zu ergreifen. Wir sind entschlossen, unsere Fortschritte in Bezug auf unsere menschenrechtlichen Aktivitäten transparent darzulegen. In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2020 berichten wir ausführlich über das Management und die Verantwortlichkeiten in Bezug auf Menschenrechtsthemen. Wir legen unsere Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung offen und berichten über unsere menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auch unser Bekenntnis zu Menschenrechten und internationalen Standards, unsere Beschwerdemechanismen sowie Netzwerke und Partnerschaften erläutern wir. Ganzjährig stehen wir im ständigen Dialog mit wichtigen Stakeholdern wie Investoren, Aktionären, Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Nichtregierungsorganisationen, um einen effektiven Austausch über menschenrechtsbezogene Themen zu gewährleisten.

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Netzwerke und Koalitionen

Gemeinschaftliche Dialoge

Ein regelmäßiger Dialog mit Peergroup-Unternehmen schafft eine vertrauensvolle Plattform für einen tiefergehenden inhaltlichen Austausch zum Thema Menschenrechte. Bei den gemeinsamen Dialogen gilt es, gleichermaßen Herausforderungen und Lösungen zu erörtern, Zielkonflikte zu adressieren und Möglichkeiten für ein potenziell gemeinsames Handeln zu identifizieren. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch gemeinsame und gleichgerichtete Aktionen schnellere Fortschritte erzielen können als im Alleingang.