„Fridays for Future“ goes 3D

Im diesjährigen Siemens Engineering Summer Camp haben 25 Jugendliche mit der Software Solid Edge kreative „Tiny Houses“ designt und mit einem 3D-Drucker erste Prototypen realisiert.

Die Probleme auf diesem Planeten sind vielschichtig und komplex. Kein Wunder also, dass sich die Generation „Fridays for Future“ lautstark dazu äußert. Etliche junge Menschen wollen sich aktiv für eine bessere Zukunft einsetzen. Dazu zählen auch die 25 Teilnehmer des diesjährigen Siemens Engineering Summer Camps.

 

Ihre Aufgabe diesmal: Ideen für „Tiny Houses“ zu entwickeln, diese zu skizzieren und mit dem CAD-System Solid Edge zu designen und zu optimieren. Mit der Solid Edge Student Edition steht die Software Schülern und Studenten als kostenlose Version des Produkts zur Verfügung, das auch von professionellen Benutzern eingesetzt wird. Betreut wurden die Mädchen und Jungen von Experten des AM Design Labs, Siemens Industry Software (SISW) and Siemens Professional Education (SPE).

Recycling-FlipFlops im 3D-Druck

Ihrer Kreativität waren keine Grenzen gesetzt und so reichte das Spektrum der Projekte von Weltraumlaboren, mobilen mit Atemkalk-Filtern kombinierten Gemüsebeeten, aufklappbaren, per App orderbaren Kindertagesstätten über Recycling-Container für Meeresplastik-FlipFlops bis hin zu kleinen Mitarbeiterwohnungen für die Bürofassade – kurze Arbeitswege inklusive.

Schnell gelernt: CAD und 3D-Druck

Für viele der Jugendlichen war das Camp der erste Kontakt mit den Themen CAD und 3D-Druck, der Umgang mit der Software Solid Edge war aber schnell gelernt. „Größte Herausforderung des ganzen Camps war sicherlich die knappe Zeit für die einzelnen Schritte zwischen Ideenfindung und Realisierung“, erläutert Tutor Niclas Holz, ehemaliger Deutscher Meister beim Mini-Racing-Car-Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“. So hätten sich oft intensive und auch kontroverse Diskussionen über Konzept, Umsetzung und Präsentation der „Tiny Houses“ entwickelt, ein Konsens wurde teilweise erst in allerletzter Minute gefunden.

 

Die im 3D-Drucker realisierten Modelle und am letzten Tag den Eltern und einer Siemens-Delegation um Vorstandsmitglied Cedrik Neike und den Chef der Siemens Industry Software GmbH Urban August vorgestellt.

Ich bin höchst beeindruckt, was die Teilnehmer des Camps in nur fünf Tagen auf die Beine gestellt haben.
Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Smart Infrastructure

Fridays for Future ließ grüßen

„Ich bin höchst beeindruckt, was die Teilnehmer des Camps in nur fünf Tagen auf die Beine gestellt haben“, sagte Neike und twitterte kurz darauf darüber. Der Umwelt- und Klimaschutz stand in allen Projekten im Vordergrund, „Fridays for Future“ ließ grüßen. Und so war es am Ende eine schwere Entscheidung für alle Anwesenden, ihr Votum für das beste Projekt zu treffen. Den Stich machte letztlich die „FLIPBOX“, der Recycling-Container für den Strand, der zugeführtes Meeresplastik aufbereitet und daraus individuelle FlipFlops auf dem 3D-Drucker erstellt.