Ein Branchenstandard, der sich bewährt

Am Standort Schelklingen setzt HeidelbergCement bereits seit über 30 Jahren auf das Prozessleitsystem Cemat. Im Zuge einer Erweiterung wird in diesem Jahr die neueste Version eingeführt. Mögliche Fehlfunktionen werden so noch schneller erkannt.

HeidelbergCement investiert derzeit mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierung seines Zementwerks in Schelklingen. Der Standort wurde Mitte der 1970er Jahre in Betrieb genommen und verfügt aktuell über eine Ofenleistung von ca. 3.500 Tonnen Klinker pro Jahr. Durch die Modernisierung, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, entsteht eines der modernsten Zementwerke Deutschlands, wenn nicht gar Europas, mit einer jährlichen Produktionsleistung von 1,5 Mio. Tonnen Klinker.

Tradition trifft Moderne

Zentrales Element des Projekts ist die Errichtung einer neuen Ofenlinie auf dem aktuellsten Stand der Technik. Sie besteht aus einem neuen Wärmetauscherofen mit Drehrohrofen, Klinkerkühler und Abgasreinigungssystem. Die neue Ofenlinie ersetzt die beiden am Standort vorhandenen Drehrohröfen. Der Tradition folgend wird das Prozessleitsystem Cemat auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

„Bereits seit 1987 setzen wir hier am Standort auf Cemat in unterschiedlichen Versionen. Insbesondere bei der neuen Ofenlinie verwenden wir den letzten Stand des Prozessleitsystems, die Version 9.0“, sagt Stephan Wehning, Werkleiter Schelklingen, HeidelbergCement.

 

 „Aufgrund seiner hohen Marktakzeptanz und der langjährigen Branchenerfahrung von Siemens ist Cemat eines unserer Standard-Prozessleitsysteme. Die verfügbaren spezifischen Konfigurationen von Cemat tragen außerdem zur Vereinfachung bei“, ergänzt Markus Konecki, Engineering/Senior Project Manager bei HeidelbergCement Deutschland.

„Aufgrund seiner hohen Marktakzeptanz und der langjährigen Branchenerfahrung von Siemens ist Cemat eines unserer Standard-Prozessleitsysteme.“
Markus Konecki, Engineering/Senior Project Manager bei HeidelbergCement

Gesamte Automatisierungskette im Blick

Neben Erweiterungen vorhandener Funktionen umfasst Cemat Version 9.0 auch eine Reihe von Neuerungen. So bildet das Prozessleitsystem die gesamte Automatisierungskette ab, vom Abbau der Rohstoffe bis zur Verpackung der Endprodukte. Integrierte Betriebs- und Diagnosefunktionen helfen bei der schnellen Erkennung potenzieller Störungen und minimieren Stillstandszeiten.

„Der Fokus bei der Entwicklung der Version 9.0 lag auf der Optimierung des Leitsystems. Abgesehen davon gibt es auch einige beeindruckende neue Funktionen, die den Ingenieuren und Anlagenbetreibern die Arbeit erleichtern“, so Johannes Vorsamer vom Cemat-Entwicklungsteam bei Siemens.

Vorteil Investitionssicherheit

Cemat Version 9.0 ist zu allen früheren Versionen einschließlich der 1987 eingeführten Version 1.8 abwärtskompatibel, sodass die Investitionssicherheit sichergestellt ist. Daher können auch ältere SPS-Programme weiterhin eingesetzt und in die neueste Version des Prozessleitsystems integriert werden. Fazit:die Entscheidung für Cemat kann guten Gewissens getroffen werden– dies belegt das langjährige Vertrauen von HeidelbergCement in das Prozessleitsystem von Siemens.

HeidelbergCement gehört zu den weltweit größten Baustoffunternehmen und hat eine führende Marktposition bei Zuschlagstoffen, Zement und Transportbeton. Das Unternehmen beschäftigt 60.000 Mitarbeiter an mehr als 3.000 Standorten in rund 60 Ländern.

Die Erfolgsgeschichte von Cemat, der Standardsoftware für Zementwerke, begann im Jahr 1974. Das erste Release basierte auf der neu entwickelten speicherprogrammierbaren Steuerung Simatic S3 und wurde branchenweit erstmals am Standort Yeles, Spanien, von Cementos Hispania installiert. Die Hardware- und Software-Plattformen wurden nach und nach ersetzt und mit jedem Update erweitert. Jede neue Version umfasst die jeweils aktuellen technischen Neuerungen, während der Aufbau und die Kernfunktionen der Module stets unverändert blieben.

 

Die fortlaufenden Aktualisierungen sind das Erfolgsrezept von Cemat, denn sie stellen sicher, dass jede neue Version des Prozessleitsystems zu allen früheren Releases abwärtskompatibel ist. Die Cemat-Bibliothek hat sich im Laufe der Zeit zum Standard entwickelt, und dies nicht nur für Zementwerke, sondern auch für Bergbauunternehmen und verwandte Branchen. Heute wird Cemat in allen führenden europäischen Zementwerken eingesetzt. Mit mehr als 800 Installationen weltweit ist Cemat das führende Prozessleitsystem für die Zement- und Bergbau-Industrie sowie verwandte Branchen. 

März 2019

Bildquellen: Siemens AG 

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