Ingenuity for life

Dem Coronavirus sagten Siemens-Partner schnell den Kampf an

Die beispiellose Situation, die durch die Ausbreitung des Coronavirus entstanden ist, erfordert schnelles Handeln und innovative Lösungen. In Brasilien, einem der am härtesten betroffenen Länder, nutzte GreyLogix, ein Mitglied des Siemens Solution Partner Program, seine Kompetenzen und brachte fortschrittliche Technologie, Fachwissen und die Unterstützung von Siemens-Experten zusammen, um den Virus unter Kontrolle zu bringen.

Ende Februar meldete Brasilien seinen ersten Fall des neuartigen Coronavirus. Die weltweit grassierende Pandemie hatte zu dem Zeitpunkt auch bereits Lateinamerika erreicht. Seitdem hat sich das Virus dort rasch ausgebreitet, und Brasilien musste nach den Vereinigten Staaten über eine Million bestätigte Fälle verzeichnen.

 

Bereits während der ersten Maßnahmen wie Ausgangssperren gegen die Pandemie, startete Siemens schnell mehrere Initiativen zur Bekämpfung des Virus in Brasilien. Dabei kam die Expertise des Siemens Solution Partner Programms zugute. Ein Mitglied des Programms ist GreyLogix, das sich auf komplette industrielle Automatisierungssysteme spezialisiert hat, vor allem für die Lebensmittel- und Getränke-, Papier- und Chemieindustrie. Obwohl GreyLogix noch keine Erfahrung im Gesundheitssektor hatte, stellte sich das Unternehmen der Herausforderung, dringend benötigte Beatmungsgeräte zu bauen, um Leben zu retten.

 

Die begrenzte Versorgung mit Beatmungsgeräten ist in vielen Ländern eines der dringendsten Anliegen der Gesundheitsbehörden, seit sich das Coronavirus von einem lokalen Ausbruch im chinesischen Wuhan zu einer globalen Pandemie ausgeweitet hat. In Brasilien schätzt das Gesundheitsministerium, dass etwa 60% der Städte nicht über Beatmungsgeräte verfügen. Und in der Region Südbrasiliens, in der GreyLogix seinen Sitz hat, war klar, dass es aufgrund der raschen Ausbreitung der Infektion nicht annähernd genügend Beatmungsgeräte geben würde, um den Bedarf der örtlichen Krankenhäuser zu decken.

 

"Wir haben überlegt, ob GreyLogix Beatmungsgeräte für Gesundheitseinrichtungen produzieren könnte, um die Nachfrage zu decken", erklärt Renato Leal, ein leitender Angestellter von GreyLogix. Das Unternehmen arbeitete mit Ärzten, Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammen, um sicherzustellen, dass die Geräte den medizinischen Anforderungen entsprechen. Medizinische und klinische Ingenieurteams des SOS-Kardiokrankenhauses in Florianópolis halfen bei der Validierung der Ergebnisse. Das Team setzte auch den Nationalen Dienst für industrielle Ausbildung (SENAI) und das Unternehmen SC Hospitalar ein, um bei der unabhängigen Validierung der Geräte zu helfen.

Beatmungsgerät für die Massenproduktion

In nur drei Wochen hat GreyLogix ein robustes, modulares, kostengünstiges Beatmungsgerät entwickelt, das skalierbar produziert werden kann. Es wurde eine Reihe von Siemens-Produkten integriert, neben sicherer Stromversorgung darunter auch ein berührungsempfindliches Grafikdisplay, das es dem medizinischen Personal ermöglicht, die Sauerstoffbindung im Blut der Patienten aus der Ferne zu visualisieren und einfach Anpassungen vorzunehmen. Eine speicherprogrammierbare Steuerung analysiert die Echtzeitdaten vom Beatmungsgerät, erstellt Warnmeldungen und führt vorprogrammierte Befehle aus. Die Daten können von Ärzten und Pflegepersonal von einer zentralen Station aus bewertet werden. Sie müssen nicht direkt am Patientenbett sein, was die Pflege beschleunigt und die Möglichkeit von Fehlern verringert.

 

Nicht nur für die Entwicklung von Prototypen lieferte Siemens neben Komponenten zusätzlich auch Produkte und Lösungen für die Endproduktion äußerst schnell und zu ermäßigten Preisen. Das Projekt GreyLogix ist ein Beispiel dafür, wie Siemens dazu beiträgt, die Coronavirus-Krise zu bekämpfen.

 

 

"Wir bei Siemens glauben, dass wir das, was für die Gesellschaft wirklich wichtig ist, auch verwirklichen müssen", sagt Daniel Guimarães, Geschäftsführer von Siemens Factory Automation. "Während der Pandemie ist die Unterstützung von Projekten für Beatmungsgeräte zu einer der Prioritäten des Unternehmens geworden. GreyLogix tauchte am Horizont auf, als wir auf der Suche nach Initiativen waren, die sich auf die neue Coronavirus-Krise konzentrierten und zu denen wir einen Beitrag leisten konnten. Es ist sehr erfreulich, mit Vorschlägen zu arbeiten, die für das Leben der Menschen etwas bedeuten".

Wir bei Siemens glauben, dass wir das, was für die Gesellschaft wirklich wichtig ist, auch verwirklichen müssen. Während der Pandemie ist die Unterstützung von Beatmungsgeräte-Projekten zu einer der Prioritäten des Unternehmens geworden.
Daniel Guimarães, Geschäftsführer von Siemens Factory Automation
Auf einen Blick

Partnerkompetenz für schnelle Hilfe

Für Hilfe in der Coronakrise hat Siemens schnell gehandelt und sein umfangreiches Solution Partner Programm genutzt. Sie helfen mit fortschrittlicher Technologie und Know-how dabei, die Auswirkungen des Virus unter Kontrolle zu bringen.

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