MINT-Studentin setzt CAD-Software für einen guten Zweck ein

Die Highschool-Studentin Ashley Kimbel nutzte die Software Solid Edge, um einem Veteranen der US-Armee zu helfen. Sie designte, testete und baute eine leichte und stabilere Prothese für den jungen Mann, der damit noch beweglicher ist.

 

Ein junger Mann, unterwegs in den Bergen. Wie etliche andere Amputierte, ist er auf eine gute Prothese angewiesen, wenn es fürs Outdoor-Hobby nach draußen geht. Mit dem wandernden Mann beginnt ein Film über Ashley Kimbel, Studentin der Grissom High School in Huntsville in den USA. Die 17-Jährige machte sich mit ihrem Ingenieurs- und Software-Know-how daran, das Leben des jungen Mannes ein wenig zu verbessern.

Kendall Bane ist Veteran der US-Marine. Infolge einer Schussverletzung 2012 in Afghanistan war er teilweise gelähmt und entschied sich für eine Fußamputation. „Ich habe einen ziemlich schweren, stabilen künstlichen Fuß, der es mir erlaubt, recht aktiv zu sein“, sagt er. „Die Prothese ist jedoch recht schwer. Alles, was ein wenig mehr Kraft erfordert, lässt mich schnell ermüden.“

Devon Bane, Kendalls Bruder, ist ein ehemaliger Schüler der Grissom High School und Mentor des Rennwagen-Teams, zu dem auch Ashley gehört. Die Schülerin interessierte sich für ein biomechanisches Projekt. „Ich wollte immer Ärztin werden, bis ich die Biomedizintechnik entdeckte“, sagt Ashley. „Das ist die perfekte Kombination aus Medizin und Ingenieurswesen.”

MINT-Ausbildung fördern

Die Grissom High School beteiligt sich an einem Programm von Siemens, bei dem das Unternehmen allen Studenten und Bildungseinrichtungen in den USA die PLM-Software Solid Edge kostenfrei zur Verfügung stellt. Diese Software nutzte Ashley, um die Idee einer leichten Fuß-Prothese für Kendall zu verwirklichen.

In der virtuellen Welt designt

Zwölf Monate lang designte, testete und baute Ashley die Fuß-Prothese mit weicher Linienführung. „Solid Edge hat es uns ermöglicht, den künstlichen Fuß zu designen und virtuell zu testen, bevor wir ihn überhaupt gebaut haben“, sagt sie. „Wir haben der Software einige grundlegende Daten vorgegeben. Die Software legt diese Informationen zugrunde bei der Entscheidung darüber, was gebraucht wird, um die Stabilität des Fußes zu maximieren und das Gewicht aufs absolute Minimum zu reduzieren.“ Ashleys Ziel war es, das Gewicht der Fuß-Prothese von 2,5 auf 1,7 Pfund zu verringern.

Fantastisch!
Kendall Bane, U.S. Marine Corps Veteran, Huntsville, Alabama

„Fantastisches” Ergebnis mit der CAD-Software

„Fantastisch!” war die Reaktion von Kendall Bane, kurz nachdem er sich die neue Prothese das erste Mal angelegt und sie auf der Aschenbahn ausprobiert hatte. „Sie fühlt sich robust und stabil an. Aber sie ist deutlich leichter“, wird Kendall im Film zitiert. Und mit Blick in die Zukunft ergänzt er: „Eine leichtere Prothese zu haben eröffnet mir ganz neue Perspektiven.“ Mit dem künstlichen Fuß wird Kendall seine Leidenschaft für Outdoor-Sportarten wie Wandern, Fahrradfahren, Wildwasser-Rafting und Snowboarding noch besser ausleben können als zuvor.

 Wenn ich heute schon in der Lage bin, eine solche Prothese zu designen, kann ich es gar nicht abwarten zu erfahren, was ich in der Zukunft zustande bringen kann.
Ashley Kimbel, Studentin der Grissom High School, Huntsville, Alabama

Design der Zukunft

„Ich glaube nicht, dass so etwas jemals von einer 17-Jährigen gemacht worden ist“, sagt Ashley. Und ihr persönlicher Blick in die Zukunft klingt vielversprechend: „Wenn ich heute schon in der Lage bin, eine solche Prothese zu entwickeln, kann ich es gar nicht abwarten zu erfahren, was ich in der Zukunft zustande bringen kann.“

Fotos:  Siemens AG

 

Siemens PLM Software will nachkommende Generationen mit genau dem digitalen Know-how auszustatten, das sie als Arbeitnehmer der Zukunft benötigen werden. Das Academic Partner Program widmet sich heute bereits weltweit mehr als einer Million zukünftiger Ingenieure und Techniker an Universitäten und Hochschulen. Das Schulungsprogramm trägt so dazu bei, dass über 140.000 Unternehmen ihren Bedarf an Fachkräften decken können.

 

Academic Partner Program

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