IoT für mehr Intelligenz im Badezimmer

Wie sieht Ihr ideales Badezimmer aus? Alle individuellen Badezimmerprodukte, die man sich wünschen kann, gibt’s bei JOMOO Kitchen & Bath Co., Ltd. (JOMOO), China. Mit der Umstellung der ersten Werke auf die intelligente Fertigung hat das Unternehmen seine Lieferzyklen bereits deutlich verkürzt, die Effizienz gesteigert und die Produktivität deutlich erhöht. In einem Werk stieg die Jahreskapazität sogar um 200 bis 400 Prozent.

Dank zukunftsweisender Digitaltechnologien finden die Kunden bei JOMOO ein breites Sortiment an individualisierten Badezimmerprodukten. In sechs Werken des im chinesischen Nan'an ansässigen Unternehmens, in denen Produkte wie Duschen, Duschräume, Badewannen, intelligente Toilettendeckel oder Badezimmerschränke entstehen, konnten Produktivität und Effizienz erheblich verbessert und die Vision einer digitalen Fertigung verwirklicht werden.

Siemens unterstützte das Unternehmen bei der Einführung intelligenter Fertigungsprozesse und lieferte dazu ganzheitliche Beratungsleistungen sowie Integrations-Services rund um das Internet der Dinge (IoT). Darüber hinaus erarbeitete Siemens Transformationspläne für das Betriebsmanagement und lieferte zudem die benötigte Hard- und Software.

Mehr Flexibilität in der Fertigung

JOMOO hatte sich bereits weltweit einen guten Namen als Hersteller von Küchen- und Badprodukten erworben, stand aber vor vielfältigen Herausforderungen, um seine Position im Wettbewerb behaupten zu können. So musste das Unternehmen beispielsweise angesichts der steigenden Nachfrage nach individuellen Kundenlösungen die Flexibilität seiner Produktionsprozesse steigern.

Bahn frei für die Verwirklichung von Träumen

Als Erstes führte Siemens eingehende Recherchen zu F&E, Produktion und Betriebsmanagement bei JOMOO durch. Obwohl die Produktion bereits in gewissem Umfang automatisiert war, zeigte sich rasch, dass eine leistungsfähige Vernetzung von Geräten und Prozessen fehlte. Obendrein erfolgte die Dokumenten- und Personalverwaltung großenteils manuell, was eine Fehlerquelle bedeutet und zu Schwierigkeiten im Risikomanagement führen kann.

 

Um diese Probleme zu lösen, erarbeitete Siemens umfassende Pläne, mithilfe derer die Fabrikanlagen auf intelligente Fertigung umgestellt und kundenspezifische IoT-Lösungen eingesetzt werden können. In der Produktion umfassten diese Pläne unter anderem das Fabriklayout, Automatisierungslösungen, industrielle Vernetzung und die Datenerfassung. Mit eingeschlossen waren auch das gesamte Betriebsmanagement mit Produkt-Lifecycle-Management, da Manufacturing Execution System, Auftragsmanagement und Barcode-System.

 

Siemens lieferte außerdem das TIA-Portal, NX-Simulationssoftware, speicherprogrammierbare Steuerungen, Schalter und Frequenzumrichter. Ergänzend wurden von Siemens verschiedene Schulungsprogramme zur Optimierung der Talentförderung durchgeführt. 

Vernetzte Prozesse

Das neue Modell brachte eindrucksvolle Veränderungen mit sich. Alle Prozesse wurden vernetzt – vom Auftragseingang bis zur Produktion. Sobald ein Auftrag eintrifft, geht er sofort an die Werke weiter, die F&E, Produktion und Auslieferung übernehmen.

 

Das Lean-Factory-Konzept in den Fertigungswerken leistete einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Produktionseffizienz und zur Verringerung der Fertigungslagerbestände und ermöglichte eine effizientere Auftragsabwicklung. Dank des optimierten Betriebsmanagements konnten auch zudem ganz neue Wege im Auftrags- und Materialmanagement beschritten werden.

Die jährliche Kapazität stieg um bis zu 400 %

Im April 2019 war das Konzept von Siemens bereits in drei Werken eingeführt worden – mit dem Ergebnis kürzerer Lieferzyklen, effizienterer Abläufe und einer deutlich höheren Produktivität. So erreicht beispielsweise das Werk Xihe jetzt eine um 200 bis 400 Prozent höhere jährliche Kapazität. In einem Komponentenwerk konnte der Umfang der Fertigungslagerbestände um mehr als 30 Prozent verringert und die Produktionseffizienz um 15 Prozent gesteigert werden.

 

„Digitalisierung lässt sich nicht über Nacht einführen. Sie erfordert fortlaufende Investitionen und anhaltendes Engagement“, sagt Wang Ginseng, Senior Vice President und Partner of Management Consulting für die operativen Bereiche der IoT Services Unit, Siemens Ltd., China. „Wir führen Erkenntnisse aus dem Markt, Technologien und Betriebsmanagement in unseren Lösungen zusammen und stellen damit den Fahrplan für die Umsetzung der digitalen Zielvorstellungen in enger Kooperation mit unseren Kunden auf.“

Früher als unsere Wettbewerber haben wir unsere Produkte und Dienstleistungen digitalisiert und damit die Transformation unserer Geschäftsabläufe vollzogen.
Lin Xiaofa, Vorstandsvorsitzender von JOMOO Kitchen & Bath Co., Ltd.

Lin Xiaofa, Vorstandsvorsitzender von JOMOO Kitchen & Bath Co., Ltd., sagt über das Projekt: „Siemens ist unser bevorzugter Partner auf dem Weg zur „Industrie 4.0“. Durch die Zusammenarbeit mit Siemens konnten wir früher als unsere Wettbewerber unsere Produkte und Dienstleistungen digitalisieren und damit die Transformation unserer Geschäftsabläufe vollziehen. Es war für mich beeindruckend, wie Siemens unserem Management die Chancen und Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, sowie ihre Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle und die Wertschöpfungskette nahebringen konnte.“

JOMOO hat sich seit 1990 kontinuierlich zu einer der leistungsstärksten internationalen Marken für Küchen- und Badezimmerprodukte entwickelt. Produkte von JOMOO werden in mehr als 20 Ländern und Regionen vertrieben, unter anderem in Europa, Amerika, dem Nahen und Mittleren Osten, Australien, Afrika und Südostasien. Unter dem Motto „Benutzerorientiert, intelligent, gesund, ökologisch” hat JOMOO die Entwicklung der integrierten Badezimmerindustrie konsequent vorangetrieben und Klassiker für die Küchen- und Badezimmerkultur in aller Welt geschaffen.

Bildquelle: JOMOO

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